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Studentische Mitarbeiter*innen gesucht: Flipping University

Die Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie (Prof. Dr. Torsten Meyer) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

4 bis 6 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte (SHK, WHF) 

mit einem Stundenkontingent von je 6 bis 12 Stunden pro Woche im Projekt Flipping University.

Profil
Das Projekt Flipping University widmet sich der Hochschulentwicklung im Horizont grundsätzlich veränderter Medienkulturen. Das zukunftsorientierte Pilotprojekt soll ausgehend vom Prinzip des „Flipped Classroom“ am Beispiel des Instituts für Kunst & Kunsttheorie helfen, eine neue, dem veränderten Umgang mit Wissen im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert entsprechende Lehr- und Lernkultur zu etablieren.
Die Projektorganisation sieht sechs eigenständige Arbeitsbereiche vor (Educational Ressources, Portfolio Learning, Infrastructure Design, Maker Spaces, Display University Life, Networking beyond), die auf verschiedenen Ebenen der universitären Organisation in einem breit wirksamen, zweijährigen Prozess in enger Abstimmung mit zentralen Einrichtungen der Universität zu Köln auf drei wesentlichen Aktionsfeldern aktiv werden: 1. Flipped Classrooms, 2. Learning Spaces, 3. Community Building. vgl http://kunst.uni-koeln.de/projekte/flipping-university Weiterlesen

where the magic happens – Bildung nach der Entgrenzung der Künste

Vor kurzem ist der Band zur Tagung where the magic happens erschienen, der die neue Schriftenreihe Kunst Medien Bildung im Auftrag der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung eröffnet:

Torsten Meyer / Julia Dick / Peter Moormann / Julia Ziegenbein (Hrsg.): where the magic happens. Bildung nach der Entgrenzung der Künste. München: kopaed 2016

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.

Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.

Der Sammelband befasst sich mit den Methoden, Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

 

Inhalt

Torsten Meyer, Julia Dick, Peter Moormann, Julia Ziegenbein
Einleitung | 13

Julia Dick
Eröffnung | 21

Medienkultur

Stephan Porombka
Sekundentricks
Über Vines, GIFS und das Gelingen von kleinen Formen im Web 2.0 | 27

Manuel Zahn
„Wir stammen von Animationen ab.“
Wirklichkeitserfahrung mit Ryan Trecartins Videos | 39

Ryan Trecartin
Ready (Re’Search Wait’S). Kommentiert von Konstanze Schütze | 48

Kristin Klein
All Work and All Play. Über ästhetische Arbeit im Internet State of Mind | 55

Benjamin Jörissen
Digital/kulturelle Bildung
Plädoyer für eine Pädagogik der ästhetischen Reflexion digitaler Kultur | 63

Gerrit Höfferer
POST für alle! Ausweitung der Randzonen: Bildung am Biennalesken | 75

Konstanze Schütze
Where the *pragmagics happens
Über die Ästhetik der leeren Hände und die Arbeit am Magischen | 85

Performance

Christine Borck
Der Körper als Träger von Identität | 95

Antje Dudek
Irritation und Veränderung
Magische Bildungspotenziale von Performance Art Education | 105

Johanna Eder
Die Magie des Flow oder das Perpetuum Mobile der Kreativität | 113

Marie-Luise Lange
„Ich habe getötet, um nicht getötet zu werden.“
Differenzielle ästhetische Grenzerfahrungen im labyrinthischen SPACE BETWEEN anhand des Multiplayer*innen-Videostücks “Situation Rooms” von Rimini Protokoll | 125

Heinrich Lüber
performance lab (occupy experience) | 141

Ariane Schwarz
Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist das echte Schneewittchen im Land? | 149

Ulrike Hentschel
Ästhetische Bildung – gibt’s die noch?
Theaterpädagogik und Praktiken des zeitgenössischen Theaters | 155

Simone Etter, Marianne Papst, Künstler*innenkollektiv marsie
Input: Spaziergang
#Aktion #Vermittlung #Erfahrungsraum | 167

Julia Dick
Möglichkeiten für Performer, Lehrer, Schüler, Gelangweilte, Menschen und Schamanen | 179

Künstlerische Forschung

Elke Mark
Fallhöhe
Zeitgenössische Performancepraxis und Wissensgenerierung in Performance Art | 187

Elena Haas
Performative Künstlerische Forschung
Zum Potenzial intersubjektiver Begegnung im öffentlichen Raum | 201

Katja Hoffmann
All the World‘s Futures: On Okwui Enwezor. Zeitgenössische kuratorische Praxis als kunstpädagogisches Handlungsmodell für künstlerisches Forschen – eine Skizze | 209

Julia Ziegenbein
Wissen verdichten. Universität uminszenieren? | 219

Entgrenzungen

Torsten Meyer
What’s Next, Arts Education? Fünf Thesen zur nächsten Ästhetischen Bildung | 235

Christian Rolle
Diskurse ästhetischer Bildung
Beobachtungen aus musikpädagogischer Perspektive | 251

Margit Schmidt
Ästhetische Bildung und Erziehung in Schule und Hochschule: Das Kölner Modell | 263

Chantal Küng
„sie sollten vielleicht eine art interdisziplinäre arbeitsweise entwickeln.“ | 273

Jonas Hensel
Zur Fortsetzbarkeit der Kunst | 279

Rudolf Preuss
Der Moment der Erkenntnis – Oder: Welchen Sinn macht grenzüberschreitendes Arbeiten in der Schule? | 287

Karl-Josef Pazzini
Grenzwertige Bildung an den entgrenzenden Künsten | 301

Konstanze Schütze
“There is a word I am trying to remember, for a feeling I am about to have.” | 321

Autor*innen | 331

Ausstellungsprojekt fremd(SEIN)

Hervorgegangen aus dem Seminar Inter-/Trans-/Hyperkultur, Digital Natives & the Global Contemporary und unterstützt durch die Akademie der Künste der Welt findet nächste Woche die Eröffnung der Ausstellung fremd(SEIN) in der eFunktion in Köln-Ehrenfeld statt.

Kommen. Es lohnt sich!

27./28. Juni 2014
Vernissage am Freitag, 18:00Uhr
eFunktion, Heliosstraße 6, 50825 Köln

fremd(SEIN)
We’re-worked – We’re-mixed – We’re-arranged

Was bin ich? Was nicht? Was ist mir eigen? Was ist mir fremd?
13 Nachwuchskünstlerinnen und -künstler setzen sich vielperspektivisch mit der erlebten Realität der Migrationsgesellschaft auseinander. Ihre Arbeiten zeigen, dass die Suche nach dem vermeintlich Fremden immer beim eigenen Selbst beginnt und – unter den Bedingungen der sich kulturell ständig wandelnden Welt-Gesellschaft – nie zufriedenstellend beantwortet werden kann.
Kuratiert von Benedikt Suschenko
Ein Projekt des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln.

fremd(SEIN)
We’re-worked – We’re-mixed – We’re-arranged

What am I? What am I not? What is innate to me? What is alien to me? Taking a variety of perspectives, thirteen up-and-coming artists grapple with the lived experience of a society shaped by migration. Their works show that the search for alleged foreignness, beginning with the self, can never be satisfactorily answered in a global society that finds itself in constant cultural flux.
Curated by Benedikt Suschenko
A project of the Institute for Art & Art Theory, University of Cologne.

Künstler/Artists:
Judith Dauth
Raphael Di Canio
Lale Filankesova
Paula Flake
Dennis Frasek
Lisa James
Nikolas Klemme
Sandra Korintenberg
Prisca Nanninga
Michaela Root
Jurgita Spahl
Linda Tervoort
Luzie Wintersohl

Weitere Info und likability

Gastvortrag: Michael Seemann: Das neue Spiel – Nach dem Kontrollverlust

.mbr monthly
Do, 15.05.2014 | 18:00 – 19:30 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

CoverKopie Als die US-Regierung 2010 die Kontrolle über Daten ihrer Botschaft und ihrer Streitkräfte verlor, waren wir voller Hohn. Als der Bundesminister Freiherr zu Guttenberg über eine im Netz organisierte Auswertung seiner Doktorarbeit stolperte, waren wir schadenfroh. Doch seit Snowden wissen wir, dass auch wir voll betroffen sind. Der Kontrollverlust macht keinen Unterschied zwischen Minister, Weltmacht und Privatperson. Er ist das Paradigma dieses Jahrzehnts.

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Saisonales: hardware for art, education and world domination

Mit diesem großartigen Stück Kunst (auf das mich Karl-Josef Pazzini hinwies) wünsche ich fröhliches Eiersuchen: Simon Waßermann, „Patros Pneu“, 2014, 126 x 103 x 11 cm, Holz, Acryl

Im gleichen Zusammenhang sei auch noch verwiesen auf das Egg-Bot-Kit aus den Laboren des Evil Mad Scientists. Die Formulierung … hardware for art, education, and world domination hat mich besonders gefreut (Danke an Anja Besand!). Das wäre auch eine interessante Denomination: Professor for art, education and world domination.

eggbot

Interfaces Medien Bildung online


Nun ist meine Dissertation endgültig vergriffen. Und die gute Nachricht: Ab sofort ist der Volltext als PDF online: Download PDF (7,2MB)

Torsten Meyer
Interfaces, Medien, Bildung
Paradigmen einer pädagogischen Medientheorie

Bielefeld transcript 2002, 266 S., kart., zahlr. Abb., inkl. Begleit-CD-ROM, 26,80 €
ISBN 978-3-89942-110-1
Reihe Kultur- und Medientheorie

Pädagogische Prozesse sind nicht – und waren noch nie – ohne Medien denkbar. Der Band zeigt auf, wie im Zuge der Entwicklung neuer Medientechnologien die Begriffe »Medium« und »Medialität« das moderne Verständnis von Subjekt, Gesellschaft und Bildung von Grund auf in Frage stellen.
Ausgehend von der Kunstpädagogik wird in weitem Bogen medientheoretischer Reflektionsgegenstände – vom Platonischen Höhlengleichnis über die Figura Paradigmatica des Nicolai de Cusa bis zu Lacans Gefangenensophisma und Derridas Postkarten – eine pädagogische Medientheorie entwickelt, die weitreichende Folgen für die Erziehungswissenschaft und deren Nachbardisziplinen hat.
Die ungewöhnliche formale Gestalt des Textes und die Architektur der vielfältigen Bild- Figuren sind dem hohen Anspruch geschuldet, nicht einfach über »Medien« und »Bildung« zu schreiben und sie wie isolierte Gegenstände zu behandeln, sondern ein Darstellungsproblem zu lösen, das darin besteht, die Darstellungsfunktion des Mediums »Text« darzustellen:
HyperText auf Papier – Wissenschaft an der Grenze zur Kunst.

„Wir sind gespannt auf die Studierenden!“ – Interview zum Studiengang INTERMEDIA

Medienkarriere.nrw.de im Gespräch mit Prof. Dr. Kai Hugger und Prof. Dr. Torsten Meyer von der Universität zu Köln über den neuen Bachelor-Studiengang „INTERMEDIA“

An der Universität Köln wird der Bachelor „INTERMEDIA“ eingeführt. Was ist daran neu?
PROF. KAI HUGGER: „INTERMEDIA“ ist ein interdisziplinärer Studiengang in der Kombination Medienpädagogik, Mediengestaltung, Medienkultur. Dabei verwenden wir einen weiten Medienbegriff, aber mit dem klaren Schwerpunkt auf den digitalen Medien.

Auf der Webseite heißt es in einem Video, das Sie mit Studierenden produziert haben: „Wir lieben Medien.“. Ist dies das Statement?
PROF. TORSTEN MEYER: Das kann man so sagen. Das Statement ist allerdings ein bisschen hinterlistig und spielt auf einen psychologischen Test an, zitiert die Werbung.

Wie lange hält man es aus, Medien nicht zu nutzen…?
PROF. TORSTEN MEYER: Das ist der altbackene Umgang mit Medien in der Pädagogik. Man warnt, es sei irgendwie gefährlich und man darf nicht zu lange Fernsehen gucken usw.. Die Medienpädagogik war lange Zeit eher „bewahr-pädagogisch“ orientiert. Das passt überhaupt nicht zur Medienkultur der aktuell jugendlichen Generation. Im Teaser-Video wird auf mediale Formate auf verschiedenen Ebenen angespielt. Und das entspricht dem Medienverständnis der Generation von Studierenden, die wir erwarten …

[Weiterlesen bei Medienkarriere.nrw.de]

Neuer Studiengang: INTERMEDIA

Nachdem wir lange Zeit mit der Entwicklung des neuen Studiengangs verbracht haben, kann es nun tatsächlich losgehen. Im Wintersemester 2013/14 startet der BA INTERMEDIA an der Universität zu Köln. Wir haben schon bei Messen und Informationsveranstaltungen Werbung gemacht und es scheint, dass unser Angebot recht gut ankommt. Die z.T. fast überschwenglich begeisterten Rückmeldungen lassen erahnen, dass die jährlich geplanten 150 Studienplätze evtl gar nicht ausreichen könnten.

INTERMEDIA richtet sich als explizit interdisziplinärer Studiengang auf die praktisch-ästhetische und wissenschaftlich-reflexive Auseinandersetzung mit Medien im Schnittfeld von Medienbildung, Mediengestaltung und Medienkultur. Thematisiert wird dabei insbesondere das Ineinandergreifen von medialem Wandel und fortdauernden sozialen, kulturellen, kommunikativen und ästhetischen Transformationsprozessen. Weiterlesen

BuKoCamp Dresden

Im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik in Dresden ist für den 20.10.2012 ein BuKoCamp geplant. Der Samstag, als 2. Tag des Kongresses steht unter dem Motto „Aktion – Wie kann Kunstpädagogik zur Interaktion mit einer von Heterogenität, Pluralität und hochgradiger Mediatisierung geprägten (Welt-)Gesellschaft qualifizieren?“ Das passt ganz gut zu einer Wiederauflage des ArtEduCamp – allerdings in etwas kleinerem Maßstab: Die Vorstellung der Sessions ist für 10:30 geplant. Ab 11:30 stehen für das BuKoCamp 5-7 Räume zur Verfügung, die in 2 Time-Slots bis 13:30 für insgesamt 10-14 Sessions genutzt werden können.

Wie bei solch barcamp-artigen Veranstaltungen üblich, werden die Themen für die einzelnen Sessions bereits vordiskutiert im Forum „Themenvorschläge & -wünsche“ auf der Plattform educamp-art.mixxt.de. Wer eine Idee oder auch einen Wunsch oder auch zwei hat, kann diese gern dort hinterlassen und schon einmal nachlesen, was die anderen interessiert. Gern kann man/frau auch Feedback abgeben, um einem Anbieter zu signalisieren, wie interessant sein Angebot ist. Und unter educamp-art.mixxt.de/networks/events kann man/frau auch schon der Fach-Community bekannt geben, ob er oder sie dabei sein wird.

Wer noch nicht weiß, was ein BuKoCamp oder ein ArtEduCamp ist, liest am besten Michael Scheibels alphabetischen Bericht vom ArtEduCamp Cologne 2011 (Part07 des BuKo12) oder auch meine ersten Gedanken zur Planung damals: Was ist ein ArtEduCamp?

Veranstaltungshinweise Wintersemester: „Global Media Activism“ & REINIGUNGSGESELLSCHAFT

Erfreulicher Weise ist es uns gelungen, im Wintersemester12/13 Martin Keil und Henrik Mayer, besser bekannt als REINIGUNGSGESELLSCHAFT, und Trebor Scholz von The New School, New York für Lehraufträge nach Köln zu holen.
Trebor Scholz kommt für einen Vortrag (6.12.) und eine Block-Lehrveranstaltung (7./8.12.12 und 18./19.1.13) zum Thema „Globaler Medienaktivismus“. Die Plätze in der Lehrveranstaltung sind begrenzt. Anmeldung bei Klips: 64055.
Weitere Info im Instituts-Blog unter http://mbr.uni-koeln.de/kunst

REINIGUNGSGESELLSCHAFT halten einen öffentlicher Vortrag im Rahmen des .mbr_monthly am 10.1.2013, im Anschluss dann Lehrveranstaltung mit begrenzten Plätzen. Anmeldung bei Klips: 64056. Und weitere Infos gibt es ebenfalls im Instituts-Blog.

Und selbstverständlich haben wir darüber hinaus noch weitere interessante Lehraufträge arrangiert: Johannes Hedinger, Jan Holtmann, Julia DIck, Martin Brand, Falk Töpfer, Wey-Han Tan, Tom Braun, Anna Wahle, Rainer Eisch usw usf …