Prof. Dr. phil
Kunst und ihre Didaktik
* 1965


Interfaces Medien Bildung online


Nun ist meine Dissertation endgültig vergriffen. Und die gute Nachricht: Ab sofort ist der Volltext als PDF online: Download PDF (7,2MB)

Torsten Meyer
Interfaces, Medien, Bildung
Paradigmen einer pädagogischen Medientheorie

Bielefeld transcript 2002, 266 S., kart., zahlr. Abb., inkl. Begleit-CD-ROM, 26,80 €
ISBN 978-3-89942-110-1
Reihe Kultur- und Medientheorie

Pädagogische Prozesse sind nicht – und waren noch nie – ohne Medien denkbar. Der Band zeigt auf, wie im Zuge der Entwicklung neuer Medientechnologien die Begriffe »Medium« und »Medialität« das moderne Verständnis von Subjekt, Gesellschaft und Bildung von Grund auf in Frage stellen.
Ausgehend von der Kunstpädagogik wird in weitem Bogen medientheoretischer Reflektionsgegenstände – vom Platonischen Höhlengleichnis über die Figura Paradigmatica des Nicolai de Cusa bis zu Lacans Gefangenensophisma und Derridas Postkarten – eine pädagogische Medientheorie entwickelt, die weitreichende Folgen für die Erziehungswissenschaft und deren Nachbardisziplinen hat.
Die ungewöhnliche formale Gestalt des Textes und die Architektur der vielfältigen Bild- Figuren sind dem hohen Anspruch geschuldet, nicht einfach über »Medien« und »Bildung« zu schreiben und sie wie isolierte Gegenstände zu behandeln, sondern ein Darstellungsproblem zu lösen, das darin besteht, die Darstellungsfunktion des Mediums »Text« darzustellen:
HyperText auf Papier – Wissenschaft an der Grenze zur Kunst.

Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Vom 14.-16.9.11 findet in Frankfurt/M eine wirklich interessante Tagung statt. Manfred Faßler hatte eingeladen, anlässlich der tiefgreifenden und mit großer Geschwindigkeit sich verändernden wissenschaftlichen, technologischen und medialen Bedingungen menschlicher Lebensorganisationen und deren Auswirkungen auf weltweit alle sozialen, ökonomischen und kulturellen Systeme, über “Koevolution” nachzudenken.
Eine Reihe interessanter Menschen (darunter übrigens auch unser Kölner Sommergast Koert van Mensvoort mit “next nature”) hat auf den CFP geantwortet und trägt nun aus verschiedenen Perspektiven vor: www.koevolution.uni-frankfurt.de

In meinem Beitrag frage ich mich, ob Bildungstheorie als Akteur-Netzwerk-Theorie gedacht werden kann:

Abstract: Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Homo Contextus
McLuhans These von den Medien als „Extensionen der Sinne“ lässt sich mit dem Konzept des homo contextus (Teemu Arina) radikalisieren. Unterscheidet sich der homo sapiens von anderen Primaten durch eine physisch vergrößerte Hirnmasse, so unterscheidet sich dieser homo contextus vom homo sapiens durch eine virtuell vergrößerte Hirnmasse, die sich konkret z.B. in Form aktueller Netzwerktechnologien über die physischen Limitierungen des Nervensystems hinaus entwickelt.
Das ist – im Prinzip – nichts Neues. Continue reading Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess…

Real Nature Is Not Green / Fake for Real

Bei Youtube gibt es weiteres ergänzendes Video-Material zum Vortrag und Workshop von Koert van Mensvoort über “Next Nature – The Nature Caused by People” am 20. April 2011 im Institut für Kunst & Kunsttheorie.

Internationaler Workshop mit Koert van Mensvoort: Next Nature – The Nature Caused by People

Im Sommersemester hat das Institut für Kunst & Kunsttheorie in der Lehre etwas ganz besonderes zu bieten. Koert van Mensvoort – Erfinder von nextnature.net – wird für einen internationalen Workshop nach Köln kommen.

Der Workshop beginnt am Mittwoch, 20. April 2011 um 14:00 Uhr mit einem öffentlichen Vortrag und wird ab 16:00 im Seminarkreis fortgesetzt. Ein weiterer Blocktermin folgt am 6. und 7. Mai.

Next Nature – The Nature Caused by People

The human impact on our planet can hardly be underestimated. Untouched old nature is almost nowhere to be found. “We were here”, is written all over. We are living in a time of rainbow tulips, palm-shaped islands, hurricane control and engineered microbes. An age in which the ‘made’ and the ‘born’ are fusing. This does not mean however, that we have become gods and have control over our own destiny. Rather, our relation with nature is changing.

Where technology and nature are traditionally seen as opposed to each other, they now appear to merge or even trade places. Old nature, in the sense of trees, plants, animals, atoms, or climate, is increasingly controlled and governed by man – it is turned into a cultural category. At the same time, our technological environment becomes so complex and uncontrollable, that we start to relate to it as a nature of its own. Wild systems, genetic surprises, evolving products, autonomous machinery and splendidly beautiful black flowers. Nature changes along with us. Time to explore how we can design, build and live in the nature caused by people.

www.nextnature.net

Der Workshop gilt als reguläre Lehrveranstaltung (siehe Klips). Die Teilnahme ist für Studierende vielfältig als Studienleistung anrechenbar. Auch Lehrende und andere Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Voranmeldung bitte per formloser eMail an t.meyer@uni-koeln.de

Kunstpädagogik

Joseph, we need to talk

Mit diesem höchst originellen Update der Weihnachtsgeschichte (auf das mich @andraseits dankenswerter Weise hingewiesen hat) wünsche ich allen Digital Natives und ebenso allen Digital Immigrants Fröhliche Feste und gutes Rutschen!!

Coming soon: Kontrolle und Selbstkontrolle

Nun ist es im Druck und also bald endlich wirklich da!! Gerade höre ich, dass unser #Geheimprojekt 1 zum Thema ePortfolio am 9.12.2010 erscheinen soll:

Meyer, Torsten; Mayrberger, Kerstin; Münte-Goussar, Stephan; Schwalbe, Christina (Hg.): Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen, Wiesbaden: VS 2010 (Medienbildung und Gesellschaft Bd. 19)

Das Buch dokumentiert die Ringvorlesung Kontrolle und Selbstkontrolle im Sommersemester 2009, den ePortfolio-Tag auf der Campus Innovation 2009 und überhaupt die Arbeit der ePortfolio-AG im Rahmen des Projekts ePUSH.

E-Portfolios und digitale Lerntagebücher, Social Networks und Bewertungs-Plattformen für Schulen, Lehrer und Lehrveranstaltungen – die aktuellen Entwicklungen der Medientechnologie fördern Transparenz und Öffentlichkeit. Durch die damit zusammenhängenden Kulturtechniken entwickeln sich neue Formen von Kontrolle und Selbstkontrolle. Die Individuen übernehmen selbst die Verantwortung für ihre Bildung. Durch freiere Wahl der Lernwege und -ziele verlieren traditionelle Verfahren der Leistungsmessung und Zugangsberechtigung an Bedeutung. Lernende können für ihre Kompetenzen und Talente direkt um Anerkennung werben. Die Liberalisierung von Bildung geht aber mit ihrer Ökonomisierung einher. Der Gegenstand der bildenden Bemächtigung ist nicht mehr die Welt, sondern die eigene Vita. Vor dem Hintergrund der ambivalenten Mechanismen von Kontrolle und Selbstkontrolle eröffnen die Beiträge in diesem Band ebenso weite wie fokussierte Perspektiven auf neue Medientechnologie und die Konjunktur des Portfolios in der Bildung.

Mit Beiträgen von: Peter Baasch, Peter Baumgartner, Detlev Bieler, Iris Bruckner, Thomas Czerwionka, Matthias Fink, Thomas Häcker, Sara Haese, Wolf Hilzensauer, Klaus Himpsl-Gutermann, Benjamin Jörissen, Rudolf Kammerl, Sönke Knutzen, Anne-Britt Mahler, Kerstin Mayrberger, Marianne Merkt, Torsten Meyer, Stephan Münte-Goussar, Corinna Peters, Sebastian Plönges, Ramon Reichert, Gabi Reinmann, Theo Röhle, Sandra Schaffert, Christina Schwalbe, Silvia Sippel, Thomas Sporer, Thomas Unruh

(und #Geheimprojekt 2 zum Thema ePortfolio kommt auch ganz bald!!)

Bilderverbot

Am 19./20.11.2010 veranstaltet Karl-Josef Pazzini eine Tagung zum Thema “Bilderverbot” in Hamburg:

„Du sollst Dir kein Bildnis machen!“ Das „Bilderverbot“ ist merkwürdig. Das Gebot war zu hören, wurde auf Gesetztafeln geschrieben, kann vorgelesen und wieder gehört werden. Dieser Text aus der Bibel und seine dortige Umgebung evozieren immer wieder Bilder, auch und gerade von diesem Gott, der eigentlich nicht einmal dort geschrieben steht. Moses wird lediglich gestattet, einen Blick auf den Rücken Gottes zu werfen. Von den Effekten von Gottes Handeln drängten sich Bilder auf. Das Bilderverbot führt nicht zur Ausschaltung von Bildern. Wahrscheinlich ist das so, weil das Verbot nur die Unmöglichkeit eines Bildes verbirgt. Es sind offenbar keine Bilder möglich, die das Abgebildete beherrschbar machen. Das Bilderverbot spricht davon, dass etwas der Symbolisierung entweicht. Es bleibt etwas jenseits.
Eine andere Version wäre: Du sollst Dir kein Abbild machen! Es solle kein Gebilde geschaffen werden, das den Eindruck erwecken könnte, dass etwas, das man in der Vorstellung oder auch „außen“ sehen und fühlen kann, repräsentiert werden und man diese (auch symbolische) Verdinglichung besitzen könne….
[Näheres und Weiteres im Programm-Flyer: Download als PDF]

Ich werde dort einen Beitrag machen über “Visualisierungen kollektiver Intelligenz” und suche zurzeit noch Anschauungsmaterial dafür. Wenn jemand etwas Gutes empfehlen kann, bitte gern per twitter @herrmeyer bekannt geben (oder per eMail). Danke im Voraus!!
Leider muss mein Beitrag krankheitsbedingt ausfallen. Ich danke aber nochmals ganz herzlich allen HinweisgeberInnen und InteressentInnen, die sich per Twitter und eMail gemeldet haben!!! Bei passender Gelegenheit werde ich einen Beitrag zur “Visualisierung kollektiver Intelligenz” nachholen.

Trickfilm Augmented Reality mit iPad

Dentsu London zeigt in Making Future Magic , wie man mit dem iPad wirklich großartige visuelle Effekte bauen kann. Absolut verblüffend!! Das müssen wir mit den gerade für den MedienBildungsRaum Kunstpädagogik bestellten iPads unbedingt ausprobieren…

true fiction – where no student has gone before

Lange war es ein Geheimprojekt im Rahmen ePUSH, nun ist es fertig und online: Der Film erzählt die fiktive Geschichte einer Studierenden mit Namen Laura. Sie ist 23 jahre alt, lebt und studiert in Hamburg. Laura lebt in einer Welt, in der Gleichzeitigkeit, Kontingenz, das Ineinandergreifen von Realität und Virtualität, ein Weltweitwerden der Kommunikation und ein zuvor nicht gekannter Zugang zu Informationen alltäglich sind. Für klassische Institutionen wie die Universität stellt das eine große Herausforderung dar …

coming soon to a university near you!

Trailer unter www.truefiction-derfilm.de

(Danke für Kommentare, Kritiken, Erwähnungen!! joeran.de, textundblog.de, twitter.com/#search?q=truefiction …)

www.medialogy.de, Torsten Meyer, Impressum
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