Schlagwort-Archive: eLearning

MobilityShifts

Vom 10. – 16. Oktober 2011 veranstaltet Trebor Scholz an der New School (New York City) ein internationales Gipfeltreffen über Digitales Lernen: MobilityShifts ist eine Konferenz, Ausstellung und Theateraufführung. Es ist Teil der New School Konferenz Biennale „Die Politik der Digitalen Kultur“, die einen Freiraum für Verbindungen zwischen Kunst, Gestaltung, und den Sozialwissenschaften herstellt.

MobilityShifts untersucht Digitales Lernen aus einer internationalen Perspektive. Die Konferenz betrachtet selbstorganisierte Bildungsalternativen auch außerhalb der Institutionen Akademie, Schule, Universität, prüft den Begriff des „Digital Native“ und fokussiert auf eine konstruktivistische Annäherung zur Medienkompetenz im 21. Jahrhundert.
Die illustre Gruppe von Konferenzteilnehmern setzt sich aus Künstlern, Lehrern, Studenten, Bildungswissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Programmierern, Bibliothekaren, und Wissenschaftlern aus den verschiedensten Bereichen zusammen. Wesentlich geht es um drei Themenbereiche:

  • Digital Fluencies for a Mobile World
  • DIY U: Learning Without a School?
  • Digital Learning Projects Globally

Wir werden dort das Konzept des .mbr MedienBildungsRaums im Institut für Kunst & Kunsttheorie als „Open Experimental Learning Space“ vorstellen: Weiterlesen

Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung

Tagung in Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

23./24. März 2012, Universität zu Köln

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, Weiterlesen

Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel

Die Druckvorlage ist beim Verlag, nun kann es nicht mehr lang dauern, bis auch das nächste #Geheimprojekt wirklich da ist. Es wird ein Buch, das die Aktivitäten des Arbeitsbereichs Medien & Bildung, also des *mms an der Universität Hamburg in den letzten Jahren dokumentiert:

Meyer, Torsten; Tan, Wey-Han; Schwalbe, Christina; Appelt, Ralf (Hg.): Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel, Wiesbaden: VS 2011 (Medienbildung und Gesellschaft Bd. 20)

Klappentext:
Medien und Bildung hängen auf vielfältige Weise zusammen, auch wenn der Medienbegriff nicht auf ›Neue‹ oder ›elektrische‹ Medien verkürzt wird. Vor dem Hintergrund der aktuellen medientechnologischen Entwicklungen und der damit zusammenhängenden kulturellen Veränderungen sind (neue) Medien zu einem ›prioritären Thema‹ geworden, das die Bildungswissenschaften in ihrem institutionellen und disziplinären Selbstverständnis betrifft. Dieser Band dokumentiert ein interdisziplinäres Diskussionsfeld, das von der Philosophie und Soziologie über die Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaften bis zur Informatik reicht und den Raum für ein breit angelegtes Nachdenken über pädagogisch-praktische wie bildungstheoretische Implikationen des medienkulturellen Wandels für Schule und Hochschule im Rahmen einer weltweit werdenden ›Wissensgesellschaft‹ öffnet.

Beigetragen haben Vortragende der Ringvorlesung Medien & Bildung, Projektmitarbeiter ePUSH und Seelenverwandte aus lokalen und globalen Arbeits- und Denkzusammenhängen:

Ralf Appelt, Helga Bechmann, Norbert Breier, Mirjam Bretschneider, Tanja Carstensen, Manfred Faßler, Marc Göcks, Andreas Hebbel-Seeger, Thomas Höhne, Benjamin Jörissen, Frieder Kerler, Jürgen Kirstein, Ole Koch, Wolfgang Legler, Christian Lenz, Martin Lindner, Timo Meisel, Malte Mertz, Torsten Meyer, Wolfgang Neuhaus, Volkhard Nordmeier, Matthias Otto, Karl-Josef Pazzini, Sebastian Plönges, Gabi Reinmann, Daniel Röhe, Arno Rolf, Lisa Rosa, Michael Scheibel, Mandy Schiefner, Tim Schmidt, Christina Schwalbe, Stefan Sonvilla-Weiss, Wey-Han Tan, Tobias Thelen, Thomas Weber.

Preview: Inhaltsverzeichnis

21 Signs You’re a 21st Century Teacher

Im blog.simplek12.com hat Lisa eine Liste mit Merkmalen des Lehrers/der Lehrerin des 21. Jahrhunderts begonnen. Sie bittet um Ergänzungen

1. You require your students to use a variety of sources for their research projects…and they cite blogs, podcasts, and interviews they’ve conducted via Skype.
2. Your students work on collaborative projects…with students in Australia.
3. You give weekly class updates to parents…via your blog.
4. Your students participate in class…by tweeting their questions and comments.
5. You ask your students to study and create reports on a controversial topic…and you grade their video submissions.
6. You prepare substitutes with detailed directions…via Podcasts.
7. You ask your students to do a character/historical person study…and they create mock social media profiles of their character.
8. Your students create a study guide…working together on a group wiki.
9. You share lesson plans with your teacher friends…from around the globe.
10. Your classroom budget is tight…but it doesn’t matter because there are so many free resources on the web you can use.
11. You realize the importance of professional development…and you read blogs, join online communities, and tweet for self development.
12. You take your students on a field trip to the Great Wall of China…and never leave your classroom.
13. Your students share stories of their summer vacation…through an online photo repository.
14. You visit the Louvre with your students…and don’t spend a dime.
15. You teach your students not to be bullies…or cyberbullies.
16. You make your students turn in their cell phones before class starts…because you plan on using them in class.
17. You require your students to summarize a recent chapter…and submit it to you via a text message.
18. You showcase your students‘ original work…to the world.
19. You have your morning coffee…while checking your RSS feed.
20. You are reading this.
21. You tweet this page, blog about it, „like“ it, or email it to someone else…

Coming soon: Kontrolle und Selbstkontrolle

Nun ist es im Druck und also bald endlich wirklich da!! Gerade höre ich, dass unser #Geheimprojekt 1 zum Thema ePortfolio am 9.12.2010 erscheinen soll:

Meyer, Torsten; Mayrberger, Kerstin; Münte-Goussar, Stephan; Schwalbe, Christina (Hg.): Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen, Wiesbaden: VS 2010 (Medienbildung und Gesellschaft Bd. 19)

Das Buch dokumentiert die Ringvorlesung Kontrolle und Selbstkontrolle im Sommersemester 2009, den ePortfolio-Tag auf der Campus Innovation 2009 und überhaupt die Arbeit der ePortfolio-AG im Rahmen des Projekts ePUSH.

E-Portfolios und digitale Lerntagebücher, Social Networks und Bewertungs-Plattformen für Schulen, Lehrer und Lehrveranstaltungen – die aktuellen Entwicklungen der Medientechnologie fördern Transparenz und Öffentlichkeit. Durch die damit zusammenhängenden Kulturtechniken entwickeln sich neue Formen von Kontrolle und Selbstkontrolle. Die Individuen übernehmen selbst die Verantwortung für ihre Bildung. Durch freiere Wahl der Lernwege und -ziele verlieren traditionelle Verfahren der Leistungsmessung und Zugangsberechtigung an Bedeutung. Lernende können für ihre Kompetenzen und Talente direkt um Anerkennung werben. Die Liberalisierung von Bildung geht aber mit ihrer Ökonomisierung einher. Der Gegenstand der bildenden Bemächtigung ist nicht mehr die Welt, sondern die eigene Vita. Vor dem Hintergrund der ambivalenten Mechanismen von Kontrolle und Selbstkontrolle eröffnen die Beiträge in diesem Band ebenso weite wie fokussierte Perspektiven auf neue Medientechnologie und die Konjunktur des Portfolios in der Bildung.

Mit Beiträgen von: Peter Baasch, Peter Baumgartner, Detlev Bieler, Iris Bruckner, Thomas Czerwionka, Matthias Fink, Thomas Häcker, Sara Haese, Wolf Hilzensauer, Klaus Himpsl-Gutermann, Benjamin Jörissen, Rudolf Kammerl, Sönke Knutzen, Anne-Britt Mahler, Kerstin Mayrberger, Marianne Merkt, Torsten Meyer, Stephan Münte-Goussar, Corinna Peters, Sebastian Plönges, Ramon Reichert, Gabi Reinmann, Theo Röhle, Sandra Schaffert, Christina Schwalbe, Silvia Sippel, Thomas Sporer, Thomas Unruh

(und #Geheimprojekt 2 zum Thema ePortfolio kommt auch ganz bald!!)

Stealth-Technologien und cultural hacking für die nächste Universität

Mit dieser Verkleidung ihres Arbeitsgeräts können sich Digital Natives und andere in der Universität der Buchkultur Deplatzierte perfekt tarnen. „Mimesis“ ist der biologische Fachbegriff für diese Form der Anpassung eines Lebewesens an seine Umwelt. Stabheuschrecken sehen aus wie trockene Äste, Zahnspinner imitieren die Rinde bestimmter Laubbäume und Gespenstschrecken werden von optisch orientierten Fressfeinden für grüne Blätter gehalten. Die Tiere ahmen Gestalt, Farbe, Haltung eines Teils ihres Lebensraumes nach, sodass potentielle Feinde sie nicht mehr von der Umgebung unterscheiden können oder für uninteressant halten. Sie fallen nicht auf. Daraus ergibt sich in der Regel ein Überlebensvorteil.
Auch Menschen ahmen in der Form sozialer Mimesis „Gestalt“, „Farbe“, „Haltung“ (und die entsprechenden Äquivalente) von Teilen ihres Lebensraumes nach. Das ist wesentlicher Bestandteil des Vorgangs, den man „Sozialisation“ nennt. In der sozialen Umwelt Universität scheint es manchmal noch ein Überlebensvorteil, wenn man „echte“ Bücher mit sich herumträgt anstelle von Note-, Mac- oder Webbooks. Die hier verwendete Stealth-Technologie scheint mir in diesem Kontext allerdings eher eine Art cultural hacking der Hochschulkultur (das man allerdings auch als „mimetisches Prozessieren“ verstehen kann). Weiterlesen

Did you know … about ePedagogy?

View more documents from Taik.

Ralf hat eine schöne Werbung für den Studiengang MA ePedagogy Design – visual knowledge culture (zukünftig in Kooperation der University of Arts an Design Helsinki und dem Institut für Kunst an der Universität zu Köln) gebaut. did you know…?

Lesens- und Sehenswert: fragen-zur-kunst.de

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Gerade habe ich im Briefkasten das Belegexemplar gefunden: Sehr schön das neue Buch von Tanja Wetzel und Dirk Pöschmann über das Projekt fragen-zur-kunst.de: „Aus medienpädagogischer, philosophischer, linguistischer und kunstwissenschaftlicher Perspektive werden Material, Struktur, Intention und Bildungsanspruch von fragen-zur-kunst.de untersucht und evaluiert. Zentral ist hierbei immer die Suche nach dem Wesen der Frage und ihrer möglichen Bedeutung für die Kunst und ihre Vermittlung.“
Darin auch Auszüge meines blog-Beitrags zum wirklich großartigen Projekt, das 700 kurze Video-Antworten von mehr als 100 Menschen auf 250 Fragen, die sich höchst vielfältig um Gegenwartskunst im Allgemeinen und um die documenta12 im Speziellen drehen, hypermedial versammelt.

Let the robots do the teaching

saya_1_530

Nun also doch …. In den 1990er Jahren war die Angst weit verbreitet, mit „diesen Neuen Medien“ würden wir die Lehrer arbeitslos machen wollen. Später sah man allgemein ein, dass es darum nun gerade nicht ging/geht. Eher das Gegenteil!! Und nun fängt man in Tokio doch an, Lehrer durch Roboter zu ersetzen!! Aber welche Funktion des Lehrers?

“However, Saya [the robot teacher] needs to work on improving her classroom management skills. At present, she can’t do much more than call out names and shout orders like “Be quiet.” But that does not make her any less popular with the kids.”

Absonderliche Formen des E-Learning …

via next nature

Nochmal: Stellenausschreibung Lehrkraft für besondere Aufgaben

Zur Verstärkung des Teams sucht unser Schlüsselkompetenzzentrum eine Lehrkraft für besondere Aufgaben mit besonderen Kenntnissen und Lehrkompetenzen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:

  • Informations- und Kommunikationstechnologie / Medienkompetenz;
  • Kompetenzen für wertbasiertes Engagement in der Zivilgesellschaft (‚Citizenship’/Bürgerkompetenz), Netzwerkkompetenz;
  • Lernkompetenz (Lernorganisation und –steuerung);
  • Techniken wiss. Arbeitens, auch im Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften;
  • Initiativ-Kompetenzen (u.a. Projektmanagement).

Näheres siehe Ausschreibungstext

Gute Bewerbungen bitte bis 20.4.09 an:
Universität Hamburg
Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft
Verwaltung, Frau Ute Lübke
Stichwort: LfbA ABK
Von-Melle-Park 5 / IV
20146 Hamburg.