Prof. Dr. phil
Kunst und ihre Didaktik
* 1965


Bloggende Praktikanten

Die Vorlesungsfreie Zeit verbringe ich diesmal mit der Betreuung von Studierenden im integrierten Schulpraktikum. Das 4-wöchige Praktikum ist verbunden mit einem Vorbereitungs- und einem Nachbereitungsseminar.

Wie ich es seit einigen Semestern in (fast) allen meiner Lehrveranstaltungen anempfehle, soll auch hier mit einem ePortfolio gearbeitet werden. Das ist hier doppelt sinnvoll, weil es Praktikum und Vor- und Nachbereitungsseminar über eine Laufzeit von fast einem Jahr semantisch vernetzen kann und auch eine recht gute Grundlage für einen problemorientierten Praktikumsbericht liefert. Bei anderen Seminaren verbinde ich die Portfolio-Arbeit gern mit dem Assessment und mache am Ende des Semesters eine kurze mündliche Prüfung, bei der mir die Studierende anhand ihres Portfolios erläutern, womit sie sich im vergangenen Semester gedanklich beschäftigt haben und wie sie es mit anderen gedanklichen Beschäftigungen im Studium (und außerhalb) verbinden.

Wie immer empfehle ich verschiedene Tools für das ePortfolio:

Verblüffend für mich: Bei dieser Veranstaltung wird extrem viel geblogged. Immerhin 14 von 24 Studenten nutzen (für diesen Zweck neu eingerichtete) blogs als Portfolio-Tool. Das ist erstaunlich, weil beim blog theoretisch die ganze Welt mitlesen kann, und (obwohl sie das ganz sicher nicht tut) nach meinen Erfahrungen mit dem bloggen entsprechende Ängste, auch die eigenen Schwächen öffentlich zu machen, verbunden werden. (r. hatte dazu auch kürzlich hier nebenan geschrieben: loveitorchangeit: Plädoyer für offene ePortfolios) Vielleicht ist in diesem Fall (Schulpraktikum, erste Erfahrungen auf der “anderen Seite des Lehrerpults”, Auseinandersetzung mit der eigenen Interpretation der Lehrerrolle usw.) aber gerade das Öffentlichkeitsargument in die andere Richtung überzeugend, weil es ganz offenbar hilft, beruhigt, fasziniert, … den anderen bei den gleichen Erfahrungen über die Schultern zu gucken?

Nicht ganz unschuldig an der Bloggerei sind aber sicher auch r., der von Zeit zu Zeit ausgeholfen hat, und der bloggende Lehrer Röhe, der als betreuende und mitwirkende Lehrkraft in das Praktikum eingebunden ist.

Besonders interessant finde ich dieses Phänomen vor dem Hintergrund des größten Dramas des Lehrerberufs, nämlich dass der Lehrer üblicherweise hinter sich die Tür schließt, sobald er zu arbeiten beginnt …

Lehrveranstaltungen Sommersemester 08

Unter Lehre sind ab sofort die Kommentare zu meinen Lehrveranstaltungen im Sommersemester einzusehen.

Update Sprechstunde

Achtung, meine Sprechzeiten haben sich verändert. Siehe Kontakt.

Horizonte und Visionen 2008

“Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen”, soll Alt-Bundeskanzler Schmidt gesagt haben. Das könnte Vorlage für das obige Video gewesen sein: “Essay about the Future.”

Einen möglicherweise vergleichbaren Blick in die Zukunft bietet der Horizon Report für 2008, der vor ein paar Tagen herausgekommen ist. Seit 2002 betreiben New Media Consortium und EDUCAUSE learning initiative das Projekt. Jährlich wird ein Ausblick auf wesentlich erscheinende Entwicklungen im Bereich der Medientechnologien und ihre vermuteten Wirkungen auf den Bildungsbereich gegeben. Schwerpunkt liegt dabei auf dem Hochschulsektor, aber mit etwas Interpolation können Schlüsse für die allgemeinbildende Schule gezogen werden.

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Neben der Identifizierung der “Key Emerging Technologies” (jeweils mit Beispielen und weiterführenden Links) werden damit verbundene “Significant Trends” und “Critical Challenges” beschrieben:

Key Emerging Technologies in 3 Time-to-Adaption-Horizons:

1 year or less

  • Grassroots Video
  • Collaboration Webs

2 to 3 years

  • Mobile Broadband (siehe dazu auch das obige Video)
  • Data Mashups

4 to 5 years

  • Collective Intelligence
  • Social Operating Systems

Critical Challenges:

  • Significant shifts in scholarship, research, creative expression, and learning have created a need for innovation and leadership at all levels of the academy.
  • Higher education is facing a growing expectation to deliver services, content and media to mobile and personal devices.
  • The renewed emphasis on collaborative learning is pushing the educational community to develop new forms of interaction and assessment.
  • The academy is faced with a need to provide formal instruction in information, visual, and technological literacy as well as in how to create meaningful content with today’s tools.

Significant Trends:

  • The growing use of Web 2.0 and social networking—combined with collective intelligence and mass amateurization—is gradually but inexorably changing the practice of scholarship.
  • The way we work, collaborate, and communicate is evolving as boundaries become more fluid and globalization increases.
  • Access to—and portability of—content is increasing as smaller, more powerful devices are introduced.
  • The gap between students’ perception of technology and that of faculty continues to widen.

Download des Horizon Report 2008 als PDF: www.nmc.org/pdf/2008-Horizon-Report.pdf

Ringvorlesungen Sommersemester 08

Erste Infos zur Ringvorlesung “Kunstpädagogische Positionen”, Semesterthema “Bilder-Bildung” (Montags 16-18 Uhr), habe ich ins neue FuL-blog geschrieben.

Infos zur Ringvorlesung “Medien & Bildung”, Semesterthema “Die digitale Zukunft der Universität” (Dienstags 18-20 Uhr) folgen hier in Kürze.

www.medialogy.de, Torsten Meyer, Impressum
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