Prof. Dr. phil
Kunst und ihre Didaktik
* 1965


Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung

Tagung in Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

23./24. März 2012, Universität zu Köln

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, Continue reading Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung…

Postirony & Generation C

Der Auftakt der Seminar-Kooperation zur Erforschung der Medienkultur und ästhetischen Sozialisation der Generation C und der künstlerischen Praxis der Postironie (Meyer/Hedinger) ist ganz großartig verlaufen. Wunderbare Atmosphäre: während die Studierenden den theoretischen Inputs lauschten, wurden mit Werkzeugen, die Johannes Hedinger aus der Schweiz mitgebracht hatte, ganz postironische Schnitzereien angefertigt.

Die Präsentation zu meinem Vortrag über die “Generation C: Medienkultur und ästhetische Sozialisation” steht nun bei slideshare online.

Aram Bartholl: Cyberspace meets real life

Aufgefallen war mir Aram Bartholl schon vor einiger Zeit. U.a. war sein Projekt Map Vorbild für den Google-Maps-Pin an der Uni Hamburg (siehe hier und hier). In die gleiche Kerbe zwischen Cyperspace und real life schlägt auch das neue Projekt Dead Drops: an anonymous, offline, peer to peer file-sharing network in public space – Un-cloud your files in cement!

Nun freue ich mich sehr, dass Aram Bartholl am 30.11.2010 an die Uni Köln kommt, um seine Arbeit vorzustellen und in einem anschließenden Workshop auch unser Nachdenken über den MedienBildungsRaum zu inspirieren.

Näheres zu Vortrag/Präsentation/Workshop
Näheres zu Aram Bartholl

Trickfilm Augmented Reality mit iPad

Dentsu London zeigt in Making Future Magic , wie man mit dem iPad wirklich großartige visuelle Effekte bauen kann. Absolut verblüffend!! Das müssen wir mit den gerade für den MedienBildungsRaum Kunstpädagogik bestellten iPads unbedingt ausprobieren…

Was ist ein ArtEduCamp?

Ein BarCamp ist eine Konferenz. Eine Unkonferenz, eine Konferenz, die keine ist, aber weiß, dass es solche auch gibt. Beide Veranstaltungsformate sind Plattformen für den kollektiven Umgang mit Wissen. Das BarCamp ist eine im Vergleich sehr offene Form, sowohl bezogen auf den Teilnehmerkreis als auch bezogen auf die zu verhandelnden Themen. Programm und Inhalte werden von den Teilnehmern selber im Verlauf und abhängig von diesem Verlauf entwickelt. Ein BarCamp dient – anders als andere Tagungsformen – nicht hauptsächlich der Verteilung von Wissen, das schon feststeht, sondern fördert durch entsprechende Diskursformen die Produktion und Weiterentwicklung von neuem Wissen.

Diskursformen
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(Vilem Flusser: Vorlesungen zur Kommunikologie, S. 21ff)

Im Kreisdialog werden bestehende Informationen zu neuen Informationen synthetisiert. Im Dialog werden unter den hinsichtlich Vorwissen, Kompetenzen und Perspektive heterogenen Teilnehmern Bedeutungen ausgehandelt und nach gemeinsamen Nennern für zu lösende Probleme gesucht. Es entsteht neues Wissen.
Auch der Netzdialog spielt eine wesentliche Rolle. Es ist die archaische und basisdemokratische Form der Kommunikation: Klatsch, Tratsch, Flurfunk, Schulhof, Gerüchteküche und Internet sind typische Beispiele. Gemeinsam ist ihnen, dass jeder Beteiligte als Knotenpunkt im Netz ein potentieller Sender ist. Der Dialog kann sich ohne Einschränkungen und Regeln in alle Richtungen ausbreiten. Durch Zerstreuung und äußere Einflüsse kann bestehende Information transformiert und dadurch neue Information geschaffen.
BarCamps nutzen diese Effekte, indem intensiver Gebrauch von social media tools gemacht, Twitterwalls u.ä. als zusätzliche Kommunikationskanäle geöffnet werden und dem Socialising am Bistrotisch und in der Recreationarea besonderer Wert zugemessen wird.

Partizipation
Die Zeit für ernst gemeinte Theaterdiskurse, die das vermeintlich gesicherte Wissen im Modus one-to-many verteilen wollen, ist abgelaufen. Das funktioniert nicht mehr. Continue reading Was ist ein ArtEduCamp?…

Lesens- und Sehenswert: fragen-zur-kunst.de

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Gerade habe ich im Briefkasten das Belegexemplar gefunden: Sehr schön das neue Buch von Tanja Wetzel und Dirk Pöschmann über das Projekt fragen-zur-kunst.de: “Aus medienpädagogischer, philosophischer, linguistischer und kunstwissenschaftlicher Perspektive werden Material, Struktur, Intention und Bildungsanspruch von fragen-zur-kunst.de untersucht und evaluiert. Zentral ist hierbei immer die Suche nach dem Wesen der Frage und ihrer möglichen Bedeutung für die Kunst und ihre Vermittlung.”
Darin auch Auszüge meines blog-Beitrags zum wirklich großartigen Projekt, das 700 kurze Video-Antworten von mehr als 100 Menschen auf 250 Fragen, die sich höchst vielfältig um Gegenwartskunst im Allgemeinen und um die documenta12 im Speziellen drehen, hypermedial versammelt.

Oktober Kongress Kommentar Kunstpädagogik: ja

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Relativ anregend ist die Schlagwortwolke, die ich mittels wordle aus dem blogpost zum Kunstpädagogischen Bundeskongress inkl. der 21 bislang eingegangenen Kommentare generiert habe.

Bundeskongress Kunstpädagogik 2009 – Hallo Welt!?!

Nachdem ich in den Nutzungsstatistiken meines weblogs gesehen habe, dass mehrfach Menschen, die bei Google nach der Stichwortkombination „Sowa“, „Düsseldorf“, „Kongress“, „Kunstpädagogik“ (o.ä.) gesucht haben, hierher verwiesen wurden (eher zufällig, weil irgendwo in diesem blog die o.g. Worte auftauchen), will ich den Suchmaschinen mal semantisch relevanten Input liefern. Ganz offensichtlich gibt es ja ein Interesse. (Außerdem habe ich keine Lust zu warten bis mal wieder die vierteljährliche Fachzeitschrift herauskommt und dann dort und in den 2 oder 3 folgenden Ausgaben möglicherweise eine Diskussion in Zeitlupe sichtbar wird.)

hello-world

Am vergangenen Wochenende fand in Düsseldorf der Bundeskongress der Kunstpädagogik 2009 statt. Dort hat Continue reading Bundeskongress Kunstpädagogik 2009 – Hallo Welt!?!…

Kontrolle und Kontrollverlust im Zeitalter der Postironie

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Im Rahmen der Ringvorlesung Medien & Bildung: BEAUTY IS THE NEW PUNK
Kontrolle und Kontrollverlust im Zeitalter der Postironie. Performativer Vortrag mit Com&Com (Zürich) und Theresa Rieß (Kassel)

Dienstag, 07.07.09
18:15 – 19.45 Uhr
Von-Melle-Park 8, Raum 504

Anschließend:

POSTIRONISCHE PARTY
ab 20:30 Uhr, Astra Stube, Max-Brauer-Allee 200

more info

PI-Blog life

piblog

Der postirony-blog ist nun in den blogstream bei life.epb.uni-hamburg.de integriert. Wer dort ein rss-Abo hat, wird also automatisch mitinformiert über die postironischen Machenschaften in Hamburg …

postirony.com/blog
life.epb.uni-hamburg.de/uniblogs

www.medialogy.de, Torsten Meyer, Impressum
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