Schlagwort-Archive: user generated content

Internationaler Workshop mit Koert van Mensvoort: Next Nature – The Nature Caused by People

Im Sommersemester hat das Institut für Kunst & Kunsttheorie in der Lehre etwas ganz besonderes zu bieten. Koert van Mensvoort – Erfinder von nextnature.net – wird für einen internationalen Workshop nach Köln kommen.

Der Workshop beginnt am Mittwoch, 20. April 2011 um 14:00 Uhr mit einem öffentlichen Vortrag und wird ab 16:00 im Seminarkreis fortgesetzt. Ein weiterer Blocktermin folgt am 6. und 7. Mai.

Next Nature – The Nature Caused by People

The human impact on our planet can hardly be underestimated. Untouched old nature is almost nowhere to be found. “We were here”, is written all over. We are living in a time of rainbow tulips, palm-shaped islands, hurricane control and engineered microbes. An age in which the ‘made’ and the ‘born’ are fusing. This does not mean however, that we have become gods and have control over our own destiny. Rather, our relation with nature is changing.

Where technology and nature are traditionally seen as opposed to each other, they now appear to merge or even trade places. Old nature, in the sense of trees, plants, animals, atoms, or climate, is increasingly controlled and governed by man – it is turned into a cultural category. At the same time, our technological environment becomes so complex and uncontrollable, that we start to relate to it as a nature of its own. Wild systems, genetic surprises, evolving products, autonomous machinery and splendidly beautiful black flowers. Nature changes along with us. Time to explore how we can design, build and live in the nature caused by people.

www.nextnature.net

Der Workshop gilt als reguläre Lehrveranstaltung (siehe Klips). Die Teilnahme ist für Studierende vielfältig als Studienleistung anrechenbar. Auch Lehrende und andere Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Voranmeldung bitte per formloser eMail an t.meyer@uni-koeln.de

Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel

Die Druckvorlage ist beim Verlag, nun kann es nicht mehr lang dauern, bis auch das nächste #Geheimprojekt wirklich da ist. Es wird ein Buch, das die Aktivitäten des Arbeitsbereichs Medien & Bildung, also des *mms an der Universität Hamburg in den letzten Jahren dokumentiert:

Meyer, Torsten; Tan, Wey-Han; Schwalbe, Christina; Appelt, Ralf (Hg.): Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel, Wiesbaden: VS 2011 (Medienbildung und Gesellschaft Bd. 20)

Klappentext:
Medien und Bildung hängen auf vielfältige Weise zusammen, auch wenn der Medienbegriff nicht auf ›Neue‹ oder ›elektrische‹ Medien verkürzt wird. Vor dem Hintergrund der aktuellen medientechnologischen Entwicklungen und der damit zusammenhängenden kulturellen Veränderungen sind (neue) Medien zu einem ›prioritären Thema‹ geworden, das die Bildungswissenschaften in ihrem institutionellen und disziplinären Selbstverständnis betrifft. Dieser Band dokumentiert ein interdisziplinäres Diskussionsfeld, das von der Philosophie und Soziologie über die Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaften bis zur Informatik reicht und den Raum für ein breit angelegtes Nachdenken über pädagogisch-praktische wie bildungstheoretische Implikationen des medienkulturellen Wandels für Schule und Hochschule im Rahmen einer weltweit werdenden ›Wissensgesellschaft‹ öffnet.

Beigetragen haben Vortragende der Ringvorlesung Medien & Bildung, Projektmitarbeiter ePUSH und Seelenverwandte aus lokalen und globalen Arbeits- und Denkzusammenhängen:

Ralf Appelt, Helga Bechmann, Norbert Breier, Mirjam Bretschneider, Tanja Carstensen, Manfred Faßler, Marc Göcks, Andreas Hebbel-Seeger, Thomas Höhne, Benjamin Jörissen, Frieder Kerler, Jürgen Kirstein, Ole Koch, Wolfgang Legler, Christian Lenz, Martin Lindner, Timo Meisel, Malte Mertz, Torsten Meyer, Wolfgang Neuhaus, Volkhard Nordmeier, Matthias Otto, Karl-Josef Pazzini, Sebastian Plönges, Gabi Reinmann, Daniel Röhe, Arno Rolf, Lisa Rosa, Michael Scheibel, Mandy Schiefner, Tim Schmidt, Christina Schwalbe, Stefan Sonvilla-Weiss, Wey-Han Tan, Tobias Thelen, Thomas Weber.

Preview: Inhaltsverzeichnis

Coming soon: Kontrolle und Selbstkontrolle

Nun ist es im Druck und also bald endlich wirklich da!! Gerade höre ich, dass unser #Geheimprojekt 1 zum Thema ePortfolio am 9.12.2010 erscheinen soll:

Meyer, Torsten; Mayrberger, Kerstin; Münte-Goussar, Stephan; Schwalbe, Christina (Hg.): Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen, Wiesbaden: VS 2010 (Medienbildung und Gesellschaft Bd. 19)

Das Buch dokumentiert die Ringvorlesung Kontrolle und Selbstkontrolle im Sommersemester 2009, den ePortfolio-Tag auf der Campus Innovation 2009 und überhaupt die Arbeit der ePortfolio-AG im Rahmen des Projekts ePUSH.

E-Portfolios und digitale Lerntagebücher, Social Networks und Bewertungs-Plattformen für Schulen, Lehrer und Lehrveranstaltungen – die aktuellen Entwicklungen der Medientechnologie fördern Transparenz und Öffentlichkeit. Durch die damit zusammenhängenden Kulturtechniken entwickeln sich neue Formen von Kontrolle und Selbstkontrolle. Die Individuen übernehmen selbst die Verantwortung für ihre Bildung. Durch freiere Wahl der Lernwege und -ziele verlieren traditionelle Verfahren der Leistungsmessung und Zugangsberechtigung an Bedeutung. Lernende können für ihre Kompetenzen und Talente direkt um Anerkennung werben. Die Liberalisierung von Bildung geht aber mit ihrer Ökonomisierung einher. Der Gegenstand der bildenden Bemächtigung ist nicht mehr die Welt, sondern die eigene Vita. Vor dem Hintergrund der ambivalenten Mechanismen von Kontrolle und Selbstkontrolle eröffnen die Beiträge in diesem Band ebenso weite wie fokussierte Perspektiven auf neue Medientechnologie und die Konjunktur des Portfolios in der Bildung.

Mit Beiträgen von: Peter Baasch, Peter Baumgartner, Detlev Bieler, Iris Bruckner, Thomas Czerwionka, Matthias Fink, Thomas Häcker, Sara Haese, Wolf Hilzensauer, Klaus Himpsl-Gutermann, Benjamin Jörissen, Rudolf Kammerl, Sönke Knutzen, Anne-Britt Mahler, Kerstin Mayrberger, Marianne Merkt, Torsten Meyer, Stephan Münte-Goussar, Corinna Peters, Sebastian Plönges, Ramon Reichert, Gabi Reinmann, Theo Röhle, Sandra Schaffert, Christina Schwalbe, Silvia Sippel, Thomas Sporer, Thomas Unruh

(und #Geheimprojekt 2 zum Thema ePortfolio kommt auch ganz bald!!)

Was ist ein ArtEduCamp?

Ein BarCamp ist eine Konferenz. Eine Unkonferenz, eine Konferenz, die keine ist, aber weiß, dass es solche auch gibt. Beide Veranstaltungsformate sind Plattformen für den kollektiven Umgang mit Wissen. Das BarCamp ist eine im Vergleich sehr offene Form, sowohl bezogen auf den Teilnehmerkreis als auch bezogen auf die zu verhandelnden Themen. Programm und Inhalte werden von den Teilnehmern selber im Verlauf und abhängig von diesem Verlauf entwickelt. Ein BarCamp dient – anders als andere Tagungsformen – nicht hauptsächlich der Verteilung von Wissen, das schon feststeht, sondern fördert durch entsprechende Diskursformen die Produktion und Weiterentwicklung von neuem Wissen.

Diskursformen
flusser_
(Vilem Flusser: Vorlesungen zur Kommunikologie, S. 21ff)

Im Kreisdialog werden bestehende Informationen zu neuen Informationen synthetisiert. Im Dialog werden unter den hinsichtlich Vorwissen, Kompetenzen und Perspektive heterogenen Teilnehmern Bedeutungen ausgehandelt und nach gemeinsamen Nennern für zu lösende Probleme gesucht. Es entsteht neues Wissen.
Auch der Netzdialog spielt eine wesentliche Rolle. Es ist die archaische und basisdemokratische Form der Kommunikation: Klatsch, Tratsch, Flurfunk, Schulhof, Gerüchteküche und Internet sind typische Beispiele. Gemeinsam ist ihnen, dass jeder Beteiligte als Knotenpunkt im Netz ein potentieller Sender ist. Der Dialog kann sich ohne Einschränkungen und Regeln in alle Richtungen ausbreiten. Durch Zerstreuung und äußere Einflüsse kann bestehende Information transformiert und dadurch neue Information geschaffen.
BarCamps nutzen diese Effekte, indem intensiver Gebrauch von social media tools gemacht, Twitterwalls u.ä. als zusätzliche Kommunikationskanäle geöffnet werden und dem Socialising am Bistrotisch und in der Recreationarea besonderer Wert zugemessen wird.

Partizipation
Die Zeit für ernst gemeinte Theaterdiskurse, die das vermeintlich gesicherte Wissen im Modus one-to-many verteilen wollen, ist abgelaufen. Das funktioniert nicht mehr. Weiterlesen

Augmented Reality Hack

Am schönsten ist es immer, wenn sich einzelne Seminare thematisch treffen. So geschehen beim Projektseminar zum MedienBildungsRaum, in dem uns Anna-Laura Leipertz in der vergangenen Woche den Horizon Report 2010 (nun Dank MMKH auch in DE; Hintergünde auch hier) vorgestellt hat und dabei selbst insbesondere vom Thema „Augmented Reality“ begeistert war.
Im letzten Beitrag des elektrischen Reporters ging es ebenfalls um Augmented Reality. Ab Minute 8:16 wird dabei Julien Oliver mit seinem Projekt Artvertizer vorgestellt. Er hacked öffentliche Werbeflächen mittels Augmented Reality und ersetzt die Werbung durch Kunst im Auge des Betrachters.
Das ist allerhöchst interessant für das Seminar Cultural Hacking mit Johannes Hedinger (Com&Com) und auch für das Seminar aus dem SoSe09 zur Postironie, in dem eine ähnliche Aktion zum (analogen) Hack von Werbeplakaten geplant war, allerdings leider nicht umgesetzt wurde.

Mehr zur Augmented Reality auch beim *mms, Uni Hamburg.

Lesens- und Sehenswert: fragen-zur-kunst.de

wetzel09

Gerade habe ich im Briefkasten das Belegexemplar gefunden: Sehr schön das neue Buch von Tanja Wetzel und Dirk Pöschmann über das Projekt fragen-zur-kunst.de: „Aus medienpädagogischer, philosophischer, linguistischer und kunstwissenschaftlicher Perspektive werden Material, Struktur, Intention und Bildungsanspruch von fragen-zur-kunst.de untersucht und evaluiert. Zentral ist hierbei immer die Suche nach dem Wesen der Frage und ihrer möglichen Bedeutung für die Kunst und ihre Vermittlung.“
Darin auch Auszüge meines blog-Beitrags zum wirklich großartigen Projekt, das 700 kurze Video-Antworten von mehr als 100 Menschen auf 250 Fragen, die sich höchst vielfältig um Gegenwartskunst im Allgemeinen und um die documenta12 im Speziellen drehen, hypermedial versammelt.

Fragen zur Kunst (documenta-dock.net)

Bernhard Balkenhol fasst die grundlegende Idee des Konzepts quasi schlüssig zusammen: „Gegenwartskunst ist eigentlich nicht schwer zu vermitteln, weil man selbst ja Bestandteil dieser Gegenwart ist. Wenn man diese Gegenwart als Gegenwart ernst nehmen würde, hätte man wahrscheinlich weniger Probleme, diese Kunst ernst zu nehmen und damit die Kunst auch zu verstehen.“

Er meint das zwar gar nicht explizit bezogen auf das Projekt Fragen zur Kunst, sondern antwortet allgemein auf die Frage „Warum ist zeitgenössische Kunst so schwer zu vermitteln?“ Aber für das Konzept des Projekts passt es auch: Aktuelle Medientechnologie wird genutzt, um Zugänge zur aktuellen Kunst zu schaffen. Die Gegenwart wird als Gegenwart ernst genommen, indem Gegenwartsmedientechnologie verwendet wird, um Gegenwartskunst zu vermitteln.
Weiterlesen

KVV Medien & Bildung WiSe 08/09

Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis für den Bereich „Medien & Bildung“ ist im Druck. Ab sofort ist das KVV auch als PDF komplett downloadable im Archiv oder auch über die Ankündigung von r.. Ab nächster Woche wird die Papierversion wie üblich in den Fakultätsgebäuden ausliegen.
Neben den Lehrveranstaltungen im Bereich „Medien & Bildung“ sind wie immer die Workshops des *mms aufgeführt, man findet allgemeine Infos über das Medienzentrum und Spezielles zu den laufenden Projekten im Bereich, ePUSH, life usw. – das Editorial beschäftigt sich mit dem „Sofa für die virtuelle Welt“

KVV Medien & Bildung, diesmal besonders schön

kvvmub-ss08_small.jpg

Gestern bekam ich das neue KVV „Medien & Bildung“ erstmalig in die Hand. Diesmal ist es ganz besonders eindrucksvoll. Neben einem Verzeichnis von Lehrveranstaltungen, die um das Thema „Medien & Bildung“ kreisen, und dem Verzeichnis der Workshops gibt es allgemeine Infos zum Medienzentrum der Fakultät und außerdem zum Projekt ePUSH.
Das Web-Werk auf dem Cover ist wieder eine schöne Metapher; der eigentliche Kracher ist aber die Seite 23. Da ist nämlich im Anschluss an die umfangreiche Liste der in diesem Semester angebotenen Workshops – wer hätte das in diesem „alten Medium“ gedacht – total interaktiver Platz für „user generated Content“:

kvvmub-ss08s23_small.jpg

In den Gebäuden der Fakultät EPB liegt das Heft nun an vielfrequentierten Orten zum Mitnehmen aus. Das PDF soll, so sagte mir r., auch zum individuellen download online gestellt werden. Bislang habe ich es noch nicht gefunden. Bei der Versammlung der alten KVVs seit WiSe 2000 ist es nicht zu finden. Aber r. wird sicher gleich hier drankommentieren, wo …