Kunst und ihre Didaktik
* 1965
Digitale Schnitzeljagd für internationale Schülerzeitungsredakteure
Am 4. Mai 2011 richten Studierende der Universität zu Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Meyer im Insititut für Kunst & Kunsttheorie eine digitale Schnitzeljagd für 80 Schülerzeitungsredakteure aus ganz Europa aus.
Das Europahaus Marienberg veranstaltet ein Internationales Seminar für Redakteure der Schülerpresse von 15 – 17 Jahren. Im Rahmen dieses Seminars besuchen die Jugendlichen für einen Tag die Dommetropole Köln.
Knapp zwanzig Studierende des Lehramts Kunst begleiten die Schülerinnen und Schüler bei einer Schnitzeljagd der ganz besonderen Art: Kreidepfeilen auf dem Boden zu folgen und Rätsel von kleinen Zetteln zu lesen gehört einem anderen Jahrhundert an. Heute gibt es Hinweise und Rätsel auf eingemauerten USB-Sticks, versteckt in der ganzen Stadt, auf so genannten DeadDrops, wie Aram Bartholl, Medienkünstler und Schöpfer dieser Idee, sie taufte. Mit Hilfe von GPS-Geräten finden die Jugendlichen den nächsten Dead Drop, lösen die dort hinterlegten Rätsel und kommen zur nächsten Aufgabe.
Eine Mischung aus Geocaching und Stadtführung soll den internationalen Schülerinnen und Schülern einen unvergesslichen Tag in Köln bereiten, bei dem die allseits bekannte „Schnitzeljagd“ auf eine aktuelle Art und Weise neu erfunden und in einem Flashmob auf der Domplatte enden wird.
Diskussionsbedarf Lehrerbildung
(Bild via mrod)
An der “Exzellenz-Universität” LMU München ist zurzeit eine “Professur für Didaktik der Bildenden Künste” ausgeschrieben. Diese Professur soll laut Aufgabenbeschreibung “das Fach Kunstdidaktik in Lehre und Forschung” vertreten. Der Stelleninhaber soll sich außerdem, wie das bei Professuren üblich ist, angemessen an Aufgaben der akademischen Selbstverwaltung beteiligen. Üblicherweise geht man von einer Dreiteilung der Aufgabenfelder aus: 1/3 Forschung, 1/3 Lehre, 1/3 Selbstverwaltung. Diese Professur ist jedoch als sogenannte “Lehrprofessur” mit 14 (statt 9) Wochenstunden Lehrverpflichtung ausgeschrieben. Das ist möglich, seit die W-Besoldung eingeführt wurde. Damit sind nicht nur Gehälter (theoretisch, wenn der Haushalt der Hochschule es hergibt) frei verhandelbar, sondern auch die Anteile von Lehre und Forschung sind verhandel- bzw. wie hier ausschreibbar. Dagegen ist prinzipiell nicht unbedingt etwas einzuwenden. Der Beruf des “Lecturers” oder “Dozenten” heißt dann eben nun “Lehrprofessor”. Das ist zur Not erträglich. Etikettenschwindel scheint mir jedoch vorzuliegen, wenn von einer solchen Professur die Vertretung des Faches in der Forschung behauptet wird. Das lässt auf ein Verständnis von “Forschung” im Feld der Fachdidaktiken schließen, das einer “exzellenten” Universität wohl nicht so ganz angemessen ist.
Vielmehr wird durch solche Ausschreibungen dafür gesorgt, dass Lehrerbildung weiterhin nach dem Prinzip der Traditionsfolge durch “Nachmachen” und “Anleitung” von “erfahrenen” Lehrern betrieben wird, weil diese es sein werden, die sich auf solcherlei Stellen bewerben. Das führt zum Bewahren, zur Fortsetzung des “Bewährten” und erklärt ganz wunderbar, warum die Schule wohl eine der innovationsfeindlichsten Institutionen überhaupt ist. Nur – es ist in letzter Zeit wirklich allzu offensichtlich geworden, dass das, was sich in der Schule des 19. Jahrhunderts “bewährt” hat, inzwischen nicht einmal mehr ansatzweise zu tun hat mit den Herausforderungen, vor die die aktuellen Schülergenerationen gestellt sind.
Karl-Josef Pazzini hat unter dem Titel Ornament als Verbrechen dazu einen kleinen Text in sein blog gestellt, der (in etwas trivialisierter Form) zu einer Resolution auf den Websites des BDK und der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung geworden ist, die mitzeichnen kann, wer unter Angabe des Vor- und Nachnamens (mit akadem. Titeln) und der Funktion in seiner Hochschule und der Hochschule eine eMail an kunstpaedagogik@adbk.mhn.de schickt.
Es wäre schön, wenn sich hier nicht nur Professoren und solche, die es werden wollen, beteiligen, weil es wirklich nicht um Standesdünkel geht, sondern um ein dem Innovationsstau an deutschen Schulen angemessen komplexes Verständnis von Lehrerbildung und um ein damit sehr eng zusammen hängendes entsprechend komplexes Verständnis von Forschung in der Fachdidaktik.
Und wenn die Resolution etwas bewirkt hat, dann sollten wir uns demnächst einmal zusammensetzen und ernsthaft und grundsätzlich über Lehrerbildung nachdenken (und wenn nicht, dann sollten wir doch gleich wieder zurück gehen zu den pädagogischen Hochschulen und die Schulen sich selbst bewahren lassen und nicht länger behaupten, Ausbildung zum Lehrer hätte irgendetwas mit Wissenschaft zu tun).
Freie Seminarplätze (Sommersemester 2011)
Auch wenn klips u.U. anderes meldet, gibt es noch einzelne freie Seminarplätze in den Veranstaltungen rund um den .mbr
7734 Einführung in die Kunstpädagogik (Meyer)
7735 Digitale Werkerstellung II: Video & Web (Meyer/Schütze)
7736 social media und participatory cultures (Meyer)
7737 Generation C: Ästhetische Sozialisation und kunstpädagogische Konzepte am Beispiel des Konzepts der Postironie (Meyer/Hedinger)
7739 Manifeste! Texte zum Design (Schütze/Meisel)
7837 Ludic/Lucid Knowledge Building: Möglichkeiten des Spiels als Medium (Tan)
7845 Immersion, Virtuelle Realität und augmented reality in Kunst und Bildung (Arendt)
7857 Next Nature – The Nature Caused by People, Internationaler Workshop (van Mensvoort)
Kommen Sie bei Interesse einfach in die ersten Sitzungen!!
Real Nature Is Not Green / Fake for Real
Bei Youtube gibt es weiteres ergänzendes Video-Material zum Vortrag und Workshop von Koert van Mensvoort über “Next Nature – The Nature Caused by People” am 20. April 2011 im Institut für Kunst & Kunsttheorie.
Internationaler Workshop mit Koert van Mensvoort: Next Nature – The Nature Caused by People
Im Sommersemester hat das Institut für Kunst & Kunsttheorie in der Lehre etwas ganz besonderes zu bieten. Koert van Mensvoort – Erfinder von nextnature.net – wird für einen internationalen Workshop nach Köln kommen.
Der Workshop beginnt am Mittwoch, 20. April 2011 um 14:00 Uhr mit einem öffentlichen Vortrag und wird ab 16:00 im Seminarkreis fortgesetzt. Ein weiterer Blocktermin folgt am 6. und 7. Mai.
Next Nature – The Nature Caused by People
The human impact on our planet can hardly be underestimated. Untouched old nature is almost nowhere to be found. “We were here”, is written all over. We are living in a time of rainbow tulips, palm-shaped islands, hurricane control and engineered microbes. An age in which the ‘made’ and the ‘born’ are fusing. This does not mean however, that we have become gods and have control over our own destiny. Rather, our relation with nature is changing.
Where technology and nature are traditionally seen as opposed to each other, they now appear to merge or even trade places. Old nature, in the sense of trees, plants, animals, atoms, or climate, is increasingly controlled and governed by man – it is turned into a cultural category. At the same time, our technological environment becomes so complex and uncontrollable, that we start to relate to it as a nature of its own. Wild systems, genetic surprises, evolving products, autonomous machinery and splendidly beautiful black flowers. Nature changes along with us. Time to explore how we can design, build and live in the nature caused by people.
Der Workshop gilt als reguläre Lehrveranstaltung (siehe Klips). Die Teilnahme ist für Studierende vielfältig als Studienleistung anrechenbar. Auch Lehrende und andere Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Voranmeldung bitte per formloser eMail an t.meyer@uni-koeln.de
Postmoderne & Postironie

Während ich @professorbunsen’s Frage, ob noch Postpostmoderne oder schon Postpostpostmoderne ist, mit “Postironie” beantworte, finde ich dieses rührend postironische Bild in seinem blog. Wunderbar!
Tagung der wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung
Am 25. und 26. Februar findet in Hamburg eine Tagung der wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung (in Gründung) statt. Thema sind Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung:
Freitag, den 25.02.11, 15 Uhr:
Perspektiven der Verknüpfung von Kunst, Medien und Bildung 1: Medienbildung
Die wissenschaftliche Sozietät Kunst, Medien, Bildung stellt sich die Aufgabe, existierende und denkbare Verknüpfungen von Kunst, Medien und Bildung zu erforschen, darzustellen und deren Ergebnisse zu publizieren. Unter dem Stichwort „Medienbildung“ soll mit der geplanten Tagung eine erste Perspektive auf das Feld dieser Verknüpfungen beleuchtet werden.
Dass der Begriff der „Medienbildung“ sich in den letzten Jahren über einen rein medienpädagogischen Diskurs hinaus bis in öffentliche bildungspolitische Diskussionen etabliert hat, kann als Zeichen für das enorme Ausmaß des globalen medienkulturellen Wandels und seiner gesellschaftlichen Folgen gelten. Traditionelle bewahrpädagogische und kulturkritische Positionen scheinen dem nicht mehr angemessen. Vielmehr impliziert der Begriff komplexere Reaktionen auf das Neue der neuen Medienkulturen. [continue reading at kunst-medien-bildung.de]
Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel
Die Druckvorlage ist beim Verlag, nun kann es nicht mehr lang dauern, bis auch das nächste #Geheimprojekt wirklich da ist. Es wird ein Buch, das die Aktivitäten des Arbeitsbereichs Medien & Bildung, also des *mms an der Universität Hamburg in den letzten Jahren dokumentiert:
Klappentext:
Medien und Bildung hängen auf vielfältige Weise zusammen, auch wenn der Medienbegriff nicht auf ›Neue‹ oder ›elektrische‹ Medien verkürzt wird. Vor dem Hintergrund der aktuellen medientechnologischen Entwicklungen und der damit zusammenhängenden kulturellen Veränderungen sind (neue) Medien zu einem ›prioritären Thema‹ geworden, das die Bildungswissenschaften in ihrem institutionellen und disziplinären Selbstverständnis betrifft. Dieser Band dokumentiert ein interdisziplinäres Diskussionsfeld, das von der Philosophie und Soziologie über die Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaften bis zur Informatik reicht und den Raum für ein breit angelegtes Nachdenken über pädagogisch-praktische wie bildungstheoretische Implikationen des medienkulturellen Wandels für Schule und Hochschule im Rahmen einer weltweit werdenden ›Wissensgesellschaft‹ öffnet.
Beigetragen haben Vortragende der Ringvorlesung Medien & Bildung, Projektmitarbeiter ePUSH und Seelenverwandte aus lokalen und globalen Arbeits- und Denkzusammenhängen:
Ralf Appelt, Helga Bechmann, Norbert Breier, Mirjam Bretschneider, Tanja Carstensen, Manfred Faßler, Marc Göcks, Andreas Hebbel-Seeger, Thomas Höhne, Benjamin Jörissen, Frieder Kerler, Jürgen Kirstein, Ole Koch, Wolfgang Legler, Christian Lenz, Martin Lindner, Timo Meisel, Malte Mertz, Torsten Meyer, Wolfgang Neuhaus, Volkhard Nordmeier, Matthias Otto, Karl-Josef Pazzini, Sebastian Plönges, Gabi Reinmann, Daniel Röhe, Arno Rolf, Lisa Rosa, Michael Scheibel, Mandy Schiefner, Tim Schmidt, Christina Schwalbe, Stefan Sonvilla-Weiss, Wey-Han Tan, Tobias Thelen, Thomas Weber.
Preview: Inhaltsverzeichnis
Joseph, we need to talk
Mit diesem höchst originellen Update der Weihnachtsgeschichte (auf das mich @andraseits dankenswerter Weise hingewisen hat) wünsche ich allen Digital Natives und ebenso allen Digital Immigrants Fröhliche Feste und gutes Rutschen!!
Aram Bartholl: Cyberspace meets real life
Aufgefallen war mir Aram Bartholl schon vor einiger Zeit. U.a. war sein Projekt Map Vorbild für den Google-Maps-Pin an der Uni Hamburg (siehe hier und hier). In die gleiche Kerbe zwischen Cyperspace und real life schlägt auch das neue Projekt Dead Drops: an anonymous, offline, peer to peer file-sharing network in public space – Un-cloud your files in cement!
Nun freue ich mich sehr, dass Aram Bartholl am 30.11.2010 an die Uni Köln kommt, um seine Arbeit vorzustellen und in einem anschließenden Workshop auch unser Nachdenken über den MedienBildungsRaum zu inspirieren.
Näheres zu Vortrag/Präsentation/Workshop
Näheres zu Aram Bartholl
www.medialogy.de,
Torsten Meyer,
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