Prof. Dr. phil
Kunst und ihre Didaktik
* 1965


Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Vom 14.-16.9.11 findet in Frankfurt/M eine wirklich interessante Tagung statt. Manfred Faßler hatte eingeladen, anlässlich der tiefgreifenden und mit großer Geschwindigkeit sich verändernden wissenschaftlichen, technologischen und medialen Bedingungen menschlicher Lebensorganisationen und deren Auswirkungen auf weltweit alle sozialen, ökonomischen und kulturellen Systeme, über “Koevolution” nachzudenken.
Eine Reihe interessanter Menschen (darunter übrigens auch unser Kölner Sommergast Koert van Mensvoort mit “next nature”) hat auf den CFP geantwortet und trägt nun aus verschiedenen Perspektiven vor: www.koevolution.uni-frankfurt.de

In meinem Beitrag frage ich mich, ob Bildungstheorie als Akteur-Netzwerk-Theorie gedacht werden kann:

Abstract: Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Homo Contextus
McLuhans These von den Medien als „Extensionen der Sinne“ lässt sich mit dem Konzept des homo contextus (Teemu Arina) radikalisieren. Unterscheidet sich der homo sapiens von anderen Primaten durch eine physisch vergrößerte Hirnmasse, so unterscheidet sich dieser homo contextus vom homo sapiens durch eine virtuell vergrößerte Hirnmasse, die sich konkret z.B. in Form aktueller Netzwerktechnologien über die physischen Limitierungen des Nervensystems hinaus entwickelt.
Das ist – im Prinzip – nichts Neues. Continue reading Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess…

ArtEduCamp – Infos und Community-Plattform online

Unter www.buko12.de/part07 finden sich nun neue und konkretere Informationen zum ArtEduCamp in Köln am 3.12.2011.

Über die Inhalte der (Un)konferenz und das konkrete Programm gibt es natürlich noch keine weiteren Infos, weil der Ablauf und die Themen durch die Teilnehmer, also Euch und Sie, gestaltet wird. Interaktives Mitwirken ist ab sofort möglich auf der Community-Plattform educamp-art.mixxt.de

Preview Lehre Wintersemester11/12

Das nächste Semester wird spannend!! Es gibt neben den Standard-Veranstaltungen (Überblick) 3 Highlights:

What’s next? – [Kunst] nach der Krise

Lehrprojekt Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie, Wintersemester 2011/12

Wohin geht die Kunst nach der Krise? Gab und gibt es in der Kunst überhaupt eine Krise? Welche Themen werden künftig wichtig? Ist es ein Comeback des Realen, eine neue Wahrhaftigkeit, Eigentlichkeit, Ehrlichkeit? – oder gerät inmitten all des Wandels gar die Kunst selbst ins Wanken? Oder auf Abwege?

Im Projekt WHAT’S NEXT? wird nicht nur die bildenden Kunst und deren Anwendung als Pädagogik (= Kunstpädagogik) befragt – sondern auch andere, benachbarte Disziplinen, Methoden, Verfahrensweisen und Praktiken. Dabei werden keine einfachen Antworten abgeworfen, sondern Inspirationen und Denkanstösse generiert.

Sechs parallele Lehrveranstaltungen am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln beteiligen sich im Wintersemester 2011/12 am Projekt WHAT’S NEXT?

  • Johannes Hedinger (Zürich): What’s next? – Kunst nach der Krise
  • Torsten Meyer (Köln): What’s next? – Kunstpädagogik nach der Kunst nach der Krise
  • Wey-Han Tan (Hamburg): What’s next? – Spiel: second order gaming
  • Aram Bartholl (Berlin): What’s next? – Getting real: Post-Internet
  • Timo Meisel (Köln/Berlin): What’s next? – Design
  • Konstanze Schütze (Köln/Dresden): What was next? – And how did we end up here?

Alle Veranstaltungen beginnen mit einem gemeinsamen, öffentlichen Symposion am 21./22.10.2011, zu dem noch weitere Gastreferenten aus Philosophie, Wirtschaft, Architektur/Stadtplanung, Soziologie usw. geladen sind.
Das Projekt wird in einem weblog whatsnext2011.wordpress.com begleitet und dokumentiert, an dem alle o.g. Lehrveranstaltungen beteiligt sind. Am Ende des Wintersemesters werden die Ergebnisse der Arbeit in allen Lehrveranstaltungen im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Ausstellung | Postirony


© Johanna Martini

07.07.2011 – 12.07.2011
Universität zu Köln | Gronewaldstraße 2
Block B | R 244

Vernissage: Mi, 06.07.2011, 19:30 Uhr

Öffnungszeiten:
Do, Fr, Mo: 11 –17 Uhr
Sa: 10 –14 Uhr

Das Schweizer Künstlerduo Com&Com (www.com-com.ch) rief Ende 2008 mittels eines Manifests (www.postirony.com) das Zeitalter der Postironie aus. Im Sommersemester 2011 beschäftigten sich Studierende am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln in 2 parallel laufenden Lehrveranstaltungen mit Johannes Hedinger (Com&Com, Zürich) und Torsten Meyer (Köln) mit dem Konzept der Postironie in Theorie und Praxis. Ergebnisse sind nun ein einer Ausstellung zusammengetragen.

Was meint Postironie? Eine Haltung, die versucht, den distanzierenden Gestus der Ironie der 80er und 90er Jahre abzuschütteln. Postironie zeichnet sich aus durch Sehnsucht nach Echtheit, Ganzheit, Unmittelbarkeit, Natürlichkeit, Wahrhaftigkeit, Authentizität, Nähe und Direktheit. Postironie meint freie Emotionalität und Mut zum Pathos und grossen Gefühlen, die Feier des Lebens, der Schönheit und der Liebe, sowie die Hoffnung auf Wandel und eine bessere Welt. Postironie feiert die Wiederkehr des Realen, des Einfachen und den Zauber des Alltags.

„Das Problem, auf das Postironie eine Antwort sein könnte, stellt sich, sobald Ironie einmal ins Spiel gekommen ist: Man wird sie nicht wieder los. Da hilft weder Augenzwinkern noch das Beteuern, man meine das alles keinesfalls ironisch – denn solche Beteuerungen verweisen immer schon auf die Möglichkeit von Ironie. Das Problem, auf das die Postironie eine Antwort sein könnte, hört auf ein Problem zu sein, sobald man produktiv mit Paradoxien umzugehen lernt.“ (Sebastian Plönges: Postironie als Entfaltung)

Nähere Info:
http://postirony.com/blog

mbr monthly #008: A. Schnurr: Weltsicht im Plural

Im Rahmen der Reihe .mbr monthly laden wir herzlich ein zum Gastvortrag:

Dr. Ansgar Schnurr (TU Dortmund)
Weltsicht im Plural. Ästhetische Sozialisation in jugendlichen Milieus
29.6.2011, 16:00, R 244

Oft ist in kunstpädagogischen Entwürfen von dem lebensweltlichen Horizont der SchülerInnen die Rede, von dem Tellerrand, über den hinaus zu blicken empfohlen wird. Der Singular, in dem von der ästhetischen Sozialisation gesprochen wird, gerät jedoch durch die Lektüre sozialwissenschaftlicher Milieuanalysen ins Wanken. Die im Vortrag diskutierte „U 27-Jugendstudie“ des Sinus-Instituts problematisiert die milieubedingte Verschiedenheit von jugendlichen Weltbildern und ästhetischen Verhaltensweisen und ist damit sehr geeignet, um über lebensweltliche Standorte erneut nachzudenken.
[continue reading mbr monthly #008: A. Schnurr: Weltsicht im Plural]

Doku Digitale Schnitzeljagd

Am 4. Mai 2011 hatte das Institut für Kunst & Kunsttheorie Besuch von 80 Schülerzeitungsredakteuren aus ganz Europa. Die 15 bis 17-jährigen Gäste waren Teilnehmer des Internationalen Seminars im Europahaus Marienberg. Der Exkursionstag im Rahmen dieses Seminars führte, das hatten Anselm Sellen (Europahaus) und Prof. Torsten Meyer (Uni Köln) so verabredet (herzlichen Dank nochmal an @jmm_hamburg für die Verkupplung!), nach Köln. Dort hatten knapp 20 Studierende im Rahmen des Seminars social media und participatory cultures in der Kunstpädagogik eine Schnitzeljagd ganz besonderer Art vorbereitet.

Weiterlesen/-sehen im Blog Kunst & Kunsttheorie

mbr monthly #007: J. M. Hedinger: Postironie – Kunst der Generation C

Im Rahmen der Reihe .mbr monthly laden wir herzlich ein zum Gastvortrag:

Johannes M. Hedinger (Com&Com)
Postironie – Kunst der Generation C
21.6.2011 um 18:00 Uhr, R 244

Das Schweizer Künstlerduo Com&Com (www.com-com.ch) einst selbst durch ironische Zitatwerke bekannt geworden, rief Ende 2008 mittels eines Manifest (www.postirony.com) das Zeitalter der Postironie aus und änderte seine künstlerische Praxis grundlegend.
Was meint Postironie? Eine Haltung, die versucht, den distanzierenden Gestus der Ironie der 80er und 90er Jahre abzuschütteln. Postironie zeichnet sich aus durch Sehnsucht nach Echtheit, Ganzheit, Unmittelbarkeit, Natürlichkeit, Wahrhaftigkeit, Authentizität, Nähe und Direktheit. Postironie meint freie Emotionalität und Mut zum Pathos und grossen Gefühlen, die Feier des Lebens, der Schönheit und der Liebe, sowie die Hoffnung auf Wandel und eine bessere Welt. Postironie feiert die Wiederkehr des Realen, des Einfachen und den Zauber des Alltags.

Nähere Info:
http://postirony.com
http://com-com.ch

Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung

Tagung in Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

23./24. März 2012, Universität zu Köln

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, Continue reading Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung…

Watch, Edit, Mash and Tube it – Gastvortrag Manuel Zahn

Im Rahmen der Reihe .mbr monthly und in Kooperation mit dem Labor für Bildungsphilosophie laden wir herzlich ein zum Gastvortrag:

Manuel Zahn
Watch, Edit, Mash and Tube it.
Film-Bildung in postkinematographischen Zeiten
31.5.2011 um 16:00 Uhr, R 244

Manuel Zahn arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietsky Universität Oldenburg im Institut Kunst und Medien. Er promoviert (bei Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, Hamburg) mit einer Arbeit zum Thema »Film-Bildung«.
Seine weiteren Arbeitsgebiete umfassen die Französische Philosophie, den Poststrukturalismus, die Philosophie der Bildung und der Medien, insbesondere des Films, die Cultural Studies und die KunstPädagogik, insbesondere Formen der Filmvermittlung in der Schule und anderswo.

Manuel Zahn schreibt ein sehr interessantes Blog über seine Arbeit am Thema Film-Bildung: http://blogs.epb.uni-hamburg.de/zahn/

www.medialogy.de, Torsten Meyer, Impressum
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