Schlagwort-Archive: Medienkultur

Next Art(s) Education im Theater

Im vergangenen Jahr habe ich viele Vorträge im Theater-Kontext gehalten. Bei den Stippvisiten über den Tellerrand meiner eigenen Disziplin habe ich viele interessante Einblicke gewonnen, Neues über Darstellung und Darstellbarkeit, Dramaturgie und Postdramaturgie gelernt, den schönen (und auch für die bildende Kunst sehr brauchbaren) Begriff Schau-Spiel endlich verstanden, interessante Menschen kennengelernt, neue Kontakte geknüpft, neu über die v.a. von Konstanze Schütze und Julia Dick auch in die Lehre unseres Instituts (v.a. auch im Studiengang Ästhetische Erziehung) eingebrachte Performance Art nachgedacht und die Next Art Education nun deutlich interdisziplinärer im Plural der Künste als Next Art(s) Education zu denken gelernt.

Ein paar Eindrücke aus meinen Besuchen der Theaterfestivals in Stuttgart und Bremen im vergangenen Sommer und die damit zusammenhängenden Überlegungen zur Next Art(s) Education habe ich Wolfgang Schneider in einem Interview erzählt, das in Ausschnitten im Jahrbuch für Kinder- und Jugendtheater 2015 der ASSITEJ Deutschland, XYPSILONZETT, S. 12-15 abgedruckt ist: Weiterlesen

CfP: where the magic happens

Save the date und answer the call:

where the magic happens
Bildung nach der Entgrenzung der Künste

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

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CfP als PDF: cfp_magic

coming soon: What’s Next? Bd. II Art Education

Es hat ein bisschen länger gedauert als geplant. Aber nur ein kleines bisschen, dann ist es da. Im Januar ist es soweit. Nachdem der erste, bei Kadmos in Berlin verlegte Band Kunst nach der Krise (Hg. Hedinger/Meyer) gerade in die 2. Auflage geht, erscheint in Kürze der 2. Band in der verlagsübergreifenden Reihe What’s Next? Diesmal in herausgebender Kooperation mit Gila Kolb bei Kopaed in München.

Torsten Meyer / Gila Kolb (Hrsg.)
What’s Next? Art Education – Ein Reader
Kopaed: München 2015 (What’s Next? Band II)

Die Welt ist im Wandel und mit ihr die Kunst. Was ist die nächste Kunst? Welche Themen werden künftig wichtig? Welche Formen, Methoden, Verfahrensweisen und Praktiken setzen sich durch? Welche Folgen hat das für das Denken über Bildung und Vermittlung der „nächsten Kunst“? Weiterlesen

Subjekt Medium Bildung

Nach langer, langer Produktionszeit wird nun wirklich in Kürze der Band zur Tagung Subjekt Medium Bildung erscheinen.

Benjamin Jörissen, Torsten Meyer (Hg.): Subjekt Medium Bildung. Wiesbaden: SpringerVS 2014 (Medienbildung und Gesellschaft 28)

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität. Diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) stellt das gedankliche Zentrum dar, das die in diesem Band versammelten Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven motiviert. Weiterlesen

Doku und Reflektion Ausstellungsprojekt fremd(SEIN)

Im output-blog des Instituts für Kunst Kunsttheorie gibt es ein schöne Dokumentation und Reflexion des Ausstellungsprojekts (fremd)SEIN. We’re-worked – We’re-mixed – We’re-arranged (27. und 28. Juni 2014 im Ausstellungsraum efunktion in Köln Ehrenfeld). Ausgangspunkt des Projekts war das Seminar „Inter-/Trans-/Hyperkultur, Digital Natives and the Global Contemporary“. Die Studierenden setzten sich zunächst theoretisch mit den Herausforderungen für eine zeitgemäße Kunstpädagogik in inter- und transkulturellen Gesellschaften und auf zeitgemäßem Niveau hinsichtlich Nutzung und Thematisierung aktueller Medientechnologien und veränderter Kulturtechniken auseinander und setzen ihre Erkenntnisse und Ideen – unterstützt durch die Junge Akademie der Künste der Welt – in eine sehr interessante Ausstellung um. [weiterlesen …]

Ausstellungsprojekt fremd(SEIN)

Hervorgegangen aus dem Seminar Inter-/Trans-/Hyperkultur, Digital Natives & the Global Contemporary und unterstützt durch die Akademie der Künste der Welt findet nächste Woche die Eröffnung der Ausstellung fremd(SEIN) in der eFunktion in Köln-Ehrenfeld statt.

Kommen. Es lohnt sich!

27./28. Juni 2014
Vernissage am Freitag, 18:00Uhr
eFunktion, Heliosstraße 6, 50825 Köln

fremd(SEIN)
We’re-worked – We’re-mixed – We’re-arranged

Was bin ich? Was nicht? Was ist mir eigen? Was ist mir fremd?
13 Nachwuchskünstlerinnen und -künstler setzen sich vielperspektivisch mit der erlebten Realität der Migrationsgesellschaft auseinander. Ihre Arbeiten zeigen, dass die Suche nach dem vermeintlich Fremden immer beim eigenen Selbst beginnt und – unter den Bedingungen der sich kulturell ständig wandelnden Welt-Gesellschaft – nie zufriedenstellend beantwortet werden kann.
Kuratiert von Benedikt Suschenko
Ein Projekt des Instituts für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln.

fremd(SEIN)
We’re-worked – We’re-mixed – We’re-arranged

What am I? What am I not? What is innate to me? What is alien to me? Taking a variety of perspectives, thirteen up-and-coming artists grapple with the lived experience of a society shaped by migration. Their works show that the search for alleged foreignness, beginning with the self, can never be satisfactorily answered in a global society that finds itself in constant cultural flux.
Curated by Benedikt Suschenko
A project of the Institute for Art & Art Theory, University of Cologne.

Künstler/Artists:
Judith Dauth
Raphael Di Canio
Lale Filankesova
Paula Flake
Dennis Frasek
Lisa James
Nikolas Klemme
Sandra Korintenberg
Prisca Nanninga
Michaela Root
Jurgita Spahl
Linda Tervoort
Luzie Wintersohl

Weitere Info und likability

Gastvortrag: Michael Seemann: Das neue Spiel – Nach dem Kontrollverlust

.mbr monthly
Do, 15.05.2014 | 18:00 – 19:30 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

CoverKopie Als die US-Regierung 2010 die Kontrolle über Daten ihrer Botschaft und ihrer Streitkräfte verlor, waren wir voller Hohn. Als der Bundesminister Freiherr zu Guttenberg über eine im Netz organisierte Auswertung seiner Doktorarbeit stolperte, waren wir schadenfroh. Doch seit Snowden wissen wir, dass auch wir voll betroffen sind. Der Kontrollverlust macht keinen Unterschied zwischen Minister, Weltmacht und Privatperson. Er ist das Paradigma dieses Jahrzehnts.

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One Shot – Inter-/Trans-/Hyperkultur

Der Kurzfilm „One Shot“ von Dietrich Brüggemann ist ein wunderbarer Anlass zum Grübeln im Seminar „Inter-/Trans-/Hyperkultur, Digital Natives & the Global Contemporary“ (Teil 2). Das Seminar beschäftigt sich bereits sei dem Wintersemester 13/14 mit der zunehmend von Hybridformen geprägten kulturellen Umwelt von Kindern und Jugendlichen, in denen sich die abendländisch geprägte Hoch- mit Alltagskultur mit Zeichensystemen anderer Kulturen und mit den globalisierten Medien- und Jugendkulturen mischen. Es sollen Perspektiven für schulische wie die außerschulische Kunstpädagogik entwickelt werden, wie mit den veränderten Bild- und Medienkulturen in der pädagogischen Praxis umgegangen werden kann.
Im Winter hatten die Studierenden die Konzeption für eine Ausstellung ihrer künstlerischen Arbeiten erarbeitet, die nun von der Jungen Akademie der Künste der Welt gefördert wird. Im Sommer 2014 geht es nun um die Umsetzung des Ausstellungskonzepts – unterfüttert mit weiteren multimedialen und multiperspektivischen Inputs…

Save the date: Ausstellungseröffnung 27.6.2014, 18:00, eFunktion, Köln

Saisonales: hardware for art, education and world domination

Mit diesem großartigen Stück Kunst (auf das mich Karl-Josef Pazzini hinwies) wünsche ich fröhliches Eiersuchen: Simon Waßermann, „Patros Pneu“, 2014, 126 x 103 x 11 cm, Holz, Acryl

Im gleichen Zusammenhang sei auch noch verwiesen auf das Egg-Bot-Kit aus den Laboren des Evil Mad Scientists. Die Formulierung … hardware for art, education, and world domination hat mich besonders gefreut (Danke an Anja Besand!). Das wäre auch eine interessante Denomination: Professor for art, education and world domination.

eggbot

Kunsthasserstammtisch in Hamburg: Wat nu?

Aufgrund größerer lokaler Nachfrage haben wir nach den Events in Zürich, Köln und Berlin in Kooperation mit dem Kunsthasserstammtisch noch einen Präsentationstermin in Hamburg geplant. (Wien und New York sind für März/April geplant, Infos folgen)

Jan Holtmann schreibt dazu:

wat nu 72.llDer nächste KunstHasserStammTisch möchte sich bei der kommenden Veranstaltung mit „What’s next – Kunst nach der Krise“ auseinandersetzten. Jedes Jahrzehnt hat sein Kompendium, eine Textsammlung, die den Geist dieser Schaffenszeit widerspieglt. „What’s next“ ist im Dezember 2013 erschienen und könnte das Kompendium der 10er Jahre sein. Am 24.1. präsentiert der Kunsthasserstammtisch das Format „Wat nu?“ mit einem der Herausgeber, Prof. Torsten Meyer, einem Glücksrad, einer Schauspielerin (Karen Köhler) und einer Broschüre von 23 x 17 x 4,8 cm und 672 Seiten. Diese versammelt 177 Essays und Interviews sowie 154 Thesen, Manifeste und Zitate von 304 Autoren zum Thema des möglichst Nächsten.

Einladung zur Buchpräsentation

Hamburg: Fr 24. Jan 2014
20:30 Uhr im Helmuth-Hübner-Haus, Bei der Schilleroper 15
22767 Hamburg
Kunsthasserstammtisch

Der Reader ist an den Events zum Vorzugspreis von 20 Eur/30 CHF erhältlich (im Buchhandel 29.90 Eur/39.90 CHF).

What’s next? Kunst nach der Krise
Herausgegeben von Johannes M. Hedinger und Torsten Meyer
Kulturverlag Kadmos, Berlin, 2013, 672 S.

Die Welt ist im Wandel und mit ihr die Kunst. Der Reader versammelt 177 Essays und Interviews sowie 154 Thesen, Manifeste und Zitate von insgesamt 304 Autoren zum möglichen Nächsten in der Kunst. Mit Dirk Baecker, Hans Belting, Luc Boltanski, Nicolas Bourriaud, Bazon Brock, Judith Butler, Ève Chiapello, Carolyn Christov-Barkargiev, Chris Dercon, Diedrich Diederichsen, Hal Foster, Andrea Fraser, David Graeber, Isabelle Graw, Boris Groys, Jörg Heiser, Thomas Hirschhorn, Naomi Klein, Maurizio Lazzarato, Ben Lewis, Chus Martínez, Jonathan Meese, Dieter Mersch, Markus Miessen, Carmen Mörsch, Hans Ulrich Obrist, Jacques Rancière, Milo Rau, Gerald Raunig, Andreas Reckwitz, Irit Rogoff, Jerry Saltz, Tomáš Sedláček, Tino Sehgal, Peter Sloterdijk, Hito Steyerl, The Yes Men, Wolfgang Ullrich, Jan Verwoert, Anton Vidokle, Peter Weibel, Beat Wyss, Slavoj Žižek, Artur Żmijewski u.v.a.

Flyer Einladung zur Buchpräsentation (PDF)

Weitere Infos: www.whtsnxt.net