Schlagwort-Archive: Lehre

Freie Seminarplätze, auch für Studienanfänger

Durch den unerwartet hohen Zulauf auf einige der neuen Studiengänge haben wir ca. 80 Studierende mehr als erwartet. Insbesondere für den neuen Studiengang „Ästhetische Erziehung“ sind schon zusätzliche Lehrveranstaltungen organisiert worden und andere Lehrveranstaltungen weiter geöffnet worden. Siehe Aktuelles auf der Seite des Studiengangs BA Lernbereich Ästhetische Erziehung.
Hier nun noch zwei Hinweise auf weitere Lehrveranstaltungen, die kurzfristig umkonzipiert und für Studienanfänger in Kunst und Ästhetischer Erziehung geöffnet wurden:

  • 7719, Konstanze Schütze: What was next? – (post)conceptual art. Blockveranstaltung, Termine und Themen hier, Anmeldung per mail an konstanze.schuetze@uni-koeln.de
  • 7702, Torsten Meyer: Entwicklung kunstpädagogischer Fragestellungen aus der künstlerisch-medialen Praxis“, MI 16 h R 244, Info & Anmeldung per mail an t.meyer@uni-koeln.de

.mbr goes nyc

Im Rahmen der MobilityShifts – an International Future of Learning Summit an der New School in New York City haben Torsten Meyer und Konstanze Schütze das Konzept und den theoretischen Unterbau für den MedienBildungsRaum .mbr der Kunstpädagogik im Institut für Kunst & Kunsttheorie der Uni Köln vorgestellt. Die zugehörige Präsentation ist nun online bei slideshare:

Our laboratory at University of Cologne has grown from a regular classroom to a multi purpose learning space – MedienBildungsRaum (mbr). Dealing with concepts of multi-purpose learning environments and theories on learning spaces and knowledge building, physical and virtual space are equally important for present and future learning processes. We seek to prepare flexible core concepts for adjustable spaces of new learning culture and develop patterns for different settings of learning and knowledge building activities based on Christopher Alexander’s Pattern–Language (1977), finding solutions for their representation in our particular room. It is vital for Bildung* to allow technology and architecture to be unnoticed and extraordinarily flexible to the changing demands of learning. Adjustable, agile, corrigible installations, furniture and portable technology define distinct but temporary zones of action and enable diversifiable settings for learning. There will be a general introduction to learning spaces and Christopher Alexander’s pattern language with examples, and participants will then develop patterns for learning.

MobilityShifts

Vom 10. – 16. Oktober 2011 veranstaltet Trebor Scholz an der New School (New York City) ein internationales Gipfeltreffen über Digitales Lernen: MobilityShifts ist eine Konferenz, Ausstellung und Theateraufführung. Es ist Teil der New School Konferenz Biennale „Die Politik der Digitalen Kultur“, die einen Freiraum für Verbindungen zwischen Kunst, Gestaltung, und den Sozialwissenschaften herstellt.

MobilityShifts untersucht Digitales Lernen aus einer internationalen Perspektive. Die Konferenz betrachtet selbstorganisierte Bildungsalternativen auch außerhalb der Institutionen Akademie, Schule, Universität, prüft den Begriff des „Digital Native“ und fokussiert auf eine konstruktivistische Annäherung zur Medienkompetenz im 21. Jahrhundert.
Die illustre Gruppe von Konferenzteilnehmern setzt sich aus Künstlern, Lehrern, Studenten, Bildungswissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Programmierern, Bibliothekaren, und Wissenschaftlern aus den verschiedensten Bereichen zusammen. Wesentlich geht es um drei Themenbereiche:

  • Digital Fluencies for a Mobile World
  • DIY U: Learning Without a School?
  • Digital Learning Projects Globally

Wir werden dort das Konzept des .mbr MedienBildungsRaums im Institut für Kunst & Kunsttheorie als „Open Experimental Learning Space“ vorstellen: Weiterlesen

Preview Lehre Wintersemester11/12

Das nächste Semester wird spannend!! Es gibt neben den Standard-Veranstaltungen (Überblick) 3 Highlights:

Watch, Edit, Mash and Tube it – Gastvortrag Manuel Zahn

Im Rahmen der Reihe .mbr monthly und in Kooperation mit dem Labor für Bildungsphilosophie laden wir herzlich ein zum Gastvortrag:

Manuel Zahn
Watch, Edit, Mash and Tube it.
Film-Bildung in postkinematographischen Zeiten
31.5.2011 um 16:00 Uhr, R 244

Manuel Zahn arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietsky Universität Oldenburg im Institut Kunst und Medien. Er promoviert (bei Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, Hamburg) mit einer Arbeit zum Thema »Film-Bildung«.
Seine weiteren Arbeitsgebiete umfassen die Französische Philosophie, den Poststrukturalismus, die Philosophie der Bildung und der Medien, insbesondere des Films, die Cultural Studies und die KunstPädagogik, insbesondere Formen der Filmvermittlung in der Schule und anderswo.

Manuel Zahn schreibt ein sehr interessantes Blog über seine Arbeit am Thema Film-Bildung: http://blogs.epb.uni-hamburg.de/zahn/

Diskussionsbedarf Lehrerbildung

(Bild via mrod)

An der „Exzellenz-Universität“ LMU München ist zurzeit eine „Professur für Didaktik der Bildenden Künste“ ausgeschrieben. Diese Professur soll laut Aufgabenbeschreibung „das Fach Kunstdidaktik in Lehre und Forschung“ vertreten. Der Stelleninhaber soll sich außerdem, wie das bei Professuren üblich ist, angemessen an Aufgaben der akademischen Selbstverwaltung beteiligen. Üblicherweise geht man von einer Dreiteilung der Aufgabenfelder aus: 1/3 Forschung, 1/3 Lehre, 1/3 Selbstverwaltung. Diese Professur ist jedoch als sogenannte „Lehrprofessur“ mit 14 (statt 9) Wochenstunden Lehrverpflichtung ausgeschrieben. Das ist möglich, seit die W-Besoldung eingeführt wurde. Damit sind nicht nur Gehälter (theoretisch, wenn der Haushalt der Hochschule es hergibt) frei verhandelbar, sondern auch die Anteile von Lehre und Forschung sind verhandel- bzw. wie hier ausschreibbar. Dagegen ist prinzipiell nicht unbedingt etwas einzuwenden. Der Beruf des „Lecturers“ oder „Dozenten“ heißt dann eben nun „Lehrprofessor“. Das ist zur Not erträglich. Etikettenschwindel scheint mir jedoch vorzuliegen, wenn von einer solchen Professur die Vertretung des Faches in der Forschung behauptet wird. Das lässt auf ein Verständnis von „Forschung“ im Feld der Fachdidaktiken schließen, das einer „exzellenten“ Universität wohl nicht so ganz angemessen ist.

Vielmehr wird durch solche Ausschreibungen dafür gesorgt, dass Lehrerbildung weiterhin nach dem Prinzip der Traditionsfolge durch „Nachmachen“ und „Anleitung“ von „erfahrenen“ Lehrern betrieben wird, weil diese es sein werden, die sich auf solcherlei Stellen bewerben. Das führt zum Bewahren, zur Fortsetzung des „Bewährten“ und erklärt ganz wunderbar, warum die Schule wohl eine der innovationsfeindlichsten Institutionen überhaupt ist. Nur – es ist in letzter Zeit wirklich allzu offensichtlich geworden, dass das, was sich in der Schule des 19. Jahrhunderts „bewährt“ hat, inzwischen nicht einmal mehr ansatzweise zu tun hat mit den Herausforderungen, vor die die aktuellen Schülergenerationen gestellt sind.

Karl-Josef Pazzini hat unter dem Titel Ornament als Verbrechen dazu einen kleinen Text in sein blog gestellt, der (in etwas trivialisierter Form) zu einer Resolution auf den Websites des BDK und der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung geworden ist, die mitzeichnen kann, wer unter Angabe des Vor- und Nachnamens (mit akadem. Titeln) und der Funktion in seiner Hochschule und der Hochschule eine eMail an kunstpaedagogik@adbk.mhn.de schickt.

Es wäre schön, wenn sich hier nicht nur Professoren und solche, die es werden wollen, beteiligen, weil es wirklich nicht um Standesdünkel geht, sondern um ein dem Innovationsstau an deutschen Schulen angemessen komplexes Verständnis von Lehrerbildung und um ein damit sehr eng zusammen hängendes entsprechend komplexes Verständnis von Forschung in der Fachdidaktik.

Und wenn die Resolution etwas bewirkt hat, dann sollten wir uns demnächst einmal zusammensetzen und ernsthaft und grundsätzlich über Lehrerbildung nachdenken (und wenn nicht, dann sollten wir doch gleich wieder zurück gehen zu den pädagogischen Hochschulen und die Schulen sich selbst bewahren lassen und nicht länger behaupten, Ausbildung zum Lehrer hätte irgendetwas mit Wissenschaft zu tun).

Freie Seminarplätze (Sommersemester 2011)

Auch wenn klips u.U. anderes meldet, gibt es noch einzelne freie Seminarplätze in den Veranstaltungen rund um den .mbr

7734 Einführung in die Kunstpädagogik (Meyer)
7735 Digitale Werkerstellung II: Video & Web (Meyer/Schütze)
7736 social media und participatory cultures (Meyer)
7737 Generation C: Ästhetische Sozialisation und kunstpädagogische Konzepte am Beispiel des Konzepts der Postironie (Meyer/Hedinger)
7739 Manifeste! Texte zum Design (Schütze/Meisel)
7837 Ludic/Lucid Knowledge Building: Möglichkeiten des Spiels als Medium (Tan)
7845 Immersion, Virtuelle Realität und augmented reality in Kunst und Bildung (Arendt)
7857 Next Nature – The Nature Caused by People, Internationaler Workshop (van Mensvoort)

Kommen Sie bei Interesse einfach in die ersten Sitzungen!!

Postirony und Generation C: Blocktermine Sommersemester verschoben

Wegen des leider zeitgleich stattfindenden Symposiums zu Christoph Schlingensief an der Universität Wien, haben wir unsere Blocktermine für die Seminare

um eine Woche verschoben. Der erste Block wird jeweils stattfinden am 15./16.4.11.

Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel

Die Druckvorlage ist beim Verlag, nun kann es nicht mehr lang dauern, bis auch das nächste #Geheimprojekt wirklich da ist. Es wird ein Buch, das die Aktivitäten des Arbeitsbereichs Medien & Bildung, also des *mms an der Universität Hamburg in den letzten Jahren dokumentiert:

Meyer, Torsten; Tan, Wey-Han; Schwalbe, Christina; Appelt, Ralf (Hg.): Medien & Bildung. Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel, Wiesbaden: VS 2011 (Medienbildung und Gesellschaft Bd. 20)

Klappentext:
Medien und Bildung hängen auf vielfältige Weise zusammen, auch wenn der Medienbegriff nicht auf ›Neue‹ oder ›elektrische‹ Medien verkürzt wird. Vor dem Hintergrund der aktuellen medientechnologischen Entwicklungen und der damit zusammenhängenden kulturellen Veränderungen sind (neue) Medien zu einem ›prioritären Thema‹ geworden, das die Bildungswissenschaften in ihrem institutionellen und disziplinären Selbstverständnis betrifft. Dieser Band dokumentiert ein interdisziplinäres Diskussionsfeld, das von der Philosophie und Soziologie über die Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaften bis zur Informatik reicht und den Raum für ein breit angelegtes Nachdenken über pädagogisch-praktische wie bildungstheoretische Implikationen des medienkulturellen Wandels für Schule und Hochschule im Rahmen einer weltweit werdenden ›Wissensgesellschaft‹ öffnet.

Beigetragen haben Vortragende der Ringvorlesung Medien & Bildung, Projektmitarbeiter ePUSH und Seelenverwandte aus lokalen und globalen Arbeits- und Denkzusammenhängen:

Ralf Appelt, Helga Bechmann, Norbert Breier, Mirjam Bretschneider, Tanja Carstensen, Manfred Faßler, Marc Göcks, Andreas Hebbel-Seeger, Thomas Höhne, Benjamin Jörissen, Frieder Kerler, Jürgen Kirstein, Ole Koch, Wolfgang Legler, Christian Lenz, Martin Lindner, Timo Meisel, Malte Mertz, Torsten Meyer, Wolfgang Neuhaus, Volkhard Nordmeier, Matthias Otto, Karl-Josef Pazzini, Sebastian Plönges, Gabi Reinmann, Daniel Röhe, Arno Rolf, Lisa Rosa, Michael Scheibel, Mandy Schiefner, Tim Schmidt, Christina Schwalbe, Stefan Sonvilla-Weiss, Wey-Han Tan, Tobias Thelen, Thomas Weber.

Preview: Inhaltsverzeichnis