Luftgitarren-Kongress: Dienstkleidung

Die Bedenken gegenüber der jüngeren Generation können nun erhärtet werden: Ich schlage vor, die Mitglieder der Initiativgruppe jüngerer Kunstpädagogen einigen sich auf diese T-Shirts als Dienstkleidung für den nächsten Bundeskongresses. Dann wird es, wie von Älteren befürchet, wirklich ein „Luftgitarren-Kongress“ 😉 [headlineshirts via graphjam]

Übertragungszeiten, Interfaces, Medienkultur und next nature: 20th century google

Anlässlich des aktuellen Themas auf diesem blog dürfen Analogschlüsse auf die Zeitrhythmen des Diskurses gezogen werden, wenn dieser über Fachzeitschriften organisiert wird: „Please allow 30 days for results“ Gefunden bei nextnature. Dort heißt es – übrigens auch auf die „Orientierungen“ in der Kunstpädagogik übertragbar – treffend: Although it exists for less than 20 years, online…

Mapping 1:1 (Durchdringung real/virtuell 2)

Von Jorge Luis Borges stammt diese wunderbare Miniatur über die „Strenge der Wissenschaft“, in der er die abstruse Idee einer Karte im Maßstab 1:1 entwickelt: „… In jenem Reich erlangte die Kunst der Kartographie eine solche Vollkommenheit, dass die Karte einer einzigen Provinz den Raum einer Stadt einnahm und die Karte des Reichs den einer…

Durchdringung von "realem" und "virtuellem" Raum

Als späte Folge des Seminars „Visual Knowledge Culture“ aus dem Sommersemester 2008 ist nun der GoogleMaps-Pin auf dem Campus realisiert. Im Seminar hatte Markus Reuter die Konzeption entwickelt. Es ging um die gegenseitige Durchdringung von „realem“ und „virtuellem“ Raum. Markus Reuter und Ole Koch haben für die Realisierung einen zwei Meter großen GoogleMaps Marker gebaut…

Projektseminar: Kommunikation und kulturelle Innovation im Zeitalter der Postironie und Utopie 2.0 (in Kooperation mit dem Schweizer Künstlerduo Com&Com)

Sommersemester 2009: In Kooperation mit Theresa Rieß (kiss-Stipendiatin, Kunsthochschule Kassel) und Johannes M. Hedinger (Com&Com) Das Künstlerduo Com&Com, einst selbst durch ironische Zitatwerke bekannt geworden, riefen für 2009 das Jahr der Postironie aus. Programmatisch steht am Anfang ein Manifest: http://www.postirony.com. Unter diesem Dach wird es verschiedene Manifestationen geben, mindestens eines auch auf dem Campus der…

The nature caused by human culture

Dank Weys Hinweis im Oberseminar habe ich Pacman’s skull – geschaffen von Le Gentil Garcon – bei nextnature.net gefunden. Köstlich!! Und im allgemeinen eine sehr interessanter Site!! Es geht um die durch menschliche Kultur verursachte „Natur“. Ein Widerspruch? Nein! Unsere technologische Welt ist so verzwickt und unkontrollierbar geworden, dass sie selbst zu einer Natur geworden…

feel free to browse

Bei seltsame-schleifen.com habe ich dieses schöne wordpress-plugin namens wp-cumulus gefunden. Es produziert eine interaktive cumulus-Wolke, die zum herumstöbern in den tags und posts einlädt. Hier kann man es downloaden. Die Verbindung von WordPress und Flash ist auch interesssant im Hinblick auf die nächsten Entwicklungsschritte von study.log. Da arbeiten wir im Geheimen schon an Ähnlichem ….

Tortendiagramme, Bauklötzer und ePUSH als Grassroot-Movement

Über infosthetics.com habe ich dieses geniale Tortendiagramm bei GraphJam gefunden. Es besticht durch vorbildlich saubere Empirie der dargestellten Datenlage und unmittelbare Anschaulichkeit des Sachverhalts. Vor allem besteht hier nicht, wie bei vielen anderen abstrakten Datenvisualisierungen die Gefahr, dass das Beschriebene mit der Beschreibung, z.B. die Speisekarte mit dem Essen verwechselt wird ( ;-). Schön in…

Welt als solche sieht man nicht

Ästhetik verstehe ich vor allem als Frage nach Darstellung und auch nach Darstellbarkeit. Darum ist auch das, was nicht wahrgenommen werden kann, weil es unsichtbar (z.B.), jedenfalls nicht problemlos darstellbar ist, ein Thema Ästhetischer Bildung.
Schwer darstellbar zum Beispiel ist das, was oft leichtsinnig „Globalisierung“ genannt wird. Jacques Derrida weigert sich schon, nur das Wort „globalization“ zu verwenden. Er beharrt auf dem frz. „mondialisation“, das er als dt. „Weltweit-Werden“ wiedergibt. Er beharrt auf eine „Welt [monde, world, mundus], die weder der Kosmos, noch der Globus, noch das Universum ist.“ (Die unbedingte Universität, S. 11)
Die zentralperspektivische Version des Weltweit-Werdens, der Globus als fassbare Repräsentation, funktioniert nicht mehr. Der „Globus“ und die „Globalisierung“ suggerieren eine abstrakte Vogelperspektive, die mit den Details und den Differenzen nichts zu tun haben will. Derridas „Weltweit-Werden“ hingegen impliziert ein Anerkennen von Pluralität und damit verbundener Heterogenität der Kulturen.

Was wären angemessene Formen der Visualisierung des Weltweit-Werdens? Continue reading „Welt als solche sieht man nicht“

Interfaces, Medien, Bildung – Nachauflage in Arbeit

Wie ich hier berichtete, ist die erste Auflage von Interfaces, Medien, Bildung. Paradigmen einer pädagogischen Medientheorie vergriffen. Der transcript-Verlag hat sich aber dankeswerter Weise nun entschieden, eine Nachauflage zu drucken. Das Buch wird also in Kürze wieder verfügbar sein. (Das beruhigt mich auch vor dem Hintergrund der geplanten Vorlesung „Pädagogische Medientheorie: Interfaces, Medien, Bildung“ im…