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Das neue Webmagazin der Fakultät EPB ist online: life

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Wie Christina Ferner im ePUSH-blog berichtet, ist das neue online Webmagazin der Fakultät pünktlich online gegangen. Unter http://life.epb.uni-hamburg.de kann man ab sofort auf dem Laufenden bleiben über das aktuelle universitäre Geschehen an der Fakultät EPB – übrigens auch per rss.

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life befindet sich aktuell noch in der Betaphase, aber z.B. das Portrait unsers Dekans (im Bild auch als „Steuermann“ der Fakultät) ist schon sehr lesenswert …

Science TV – DFG goes YouTube

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Die Deutsche Forschungsgesellschaft wendet sich nun medienadäquat an die YouTube-Generation. Science TV soll v.a. die 14- bis 19-Jährigen ansprechen (darüber hinaus aber auch „Lehrerinnen und Lehrer, Medienfachleute und die große Gruppe der an Wissenschaft interessierten Zuschauer“).

Ähnliches planen wir gerade im Rahmen ePUSH (weil wir glauben, dass es auch die 20- bis 30-Jährigen anspricht). Der Arbeitsbereich eCommunityBuilding (Christina Ferner) arbeitet an einem neuen Webportal unter life.epb.uni-hamburg.de. Dort sollen verteilte Informationen aus den Departments, Sektionen, Arbeitsbereichen, Forschungsgruppen etc. der Fakultät gebündelt und zentral zur Verfügung gestellt werden. Und dort soll es auch Platz für Video-Portraits von Lehrenden, Forschenden und ihren Forschungsthemen. (Ein weiteres Beispiel auch an der Universität Zürich)

Presseinfo der DFG zu Science TV: www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen …

KVV Medien & Bildung, diesmal besonders schön

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Gestern bekam ich das neue KVV „Medien & Bildung“ erstmalig in die Hand. Diesmal ist es ganz besonders eindrucksvoll. Neben einem Verzeichnis von Lehrveranstaltungen, die um das Thema „Medien & Bildung“ kreisen, und dem Verzeichnis der Workshops gibt es allgemeine Infos zum Medienzentrum der Fakultät und außerdem zum Projekt ePUSH.
Das Web-Werk auf dem Cover ist wieder eine schöne Metapher; der eigentliche Kracher ist aber die Seite 23. Da ist nämlich im Anschluss an die umfangreiche Liste der in diesem Semester angebotenen Workshops – wer hätte das in diesem „alten Medium“ gedacht – total interaktiver Platz für „user generated Content“:

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In den Gebäuden der Fakultät EPB liegt das Heft nun an vielfrequentierten Orten zum Mitnehmen aus. Das PDF soll, so sagte mir r., auch zum individuellen download online gestellt werden. Bislang habe ich es noch nicht gefunden. Bei der Versammlung der alten KVVs seit WiSe 2000 ist es nicht zu finden. Aber r. wird sicher gleich hier drankommentieren, wo …

data visualization, Achterbahn, ePUSH

Schon vor einiger Zeit hatte mich die Visualisierung der Entwicklung der Immobilienpreise in den USA als Achterbahnfahrt fasziniert, die ich via infosthetics bei speculativebubble gefunden hatte.

Nun habe ich es anlässlich meines Seminars zur visual knowledge culture wieder aus den bookmarks herausgekramt. Parallel entdeckte ich in der aktuellen page diese wunderbare data visualization:

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Beides sind höchst interessante Beispiele, die uns auch für die Visualisierung der aktuellen Umfragen zur Mediennutzung unserer Studierenden (im Rahmen ePUSH) inspirieren können/sollten. Aktueller Anlass: Eine ansprechende Visualisierung der zurzeit erhobenen Daten soll das Warten auf den Launch der neuen Website life.epb.uni-hamburg.de verkürzen …

Horizonte und Visionen 2008

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll Alt-Bundeskanzler Schmidt gesagt haben. Das könnte Vorlage für das obige Video gewesen sein: „Essay about the Future.“

Einen möglicherweise vergleichbaren Blick in die Zukunft bietet der Horizon Report für 2008, der vor ein paar Tagen herausgekommen ist. Seit 2002 betreiben New Media Consortium und EDUCAUSE learning initiative das Projekt. Jährlich wird ein Ausblick auf wesentlich erscheinende Entwicklungen im Bereich der Medientechnologien und ihre vermuteten Wirkungen auf den Bildungsbereich gegeben. Schwerpunkt liegt dabei auf dem Hochschulsektor, aber mit etwas Interpolation können Schlüsse für die allgemeinbildende Schule gezogen werden.

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Neben der Identifizierung der „Key Emerging Technologies“ (jeweils mit Beispielen und weiterführenden Links) werden damit verbundene „Significant Trends“ und „Critical Challenges“ beschrieben:

Key Emerging Technologies in 3 Time-to-Adaption-Horizons:

1 year or less

  • Grassroots Video
  • Collaboration Webs

2 to 3 years

  • Mobile Broadband (siehe dazu auch das obige Video)
  • Data Mashups

4 to 5 years

  • Collective Intelligence
  • Social Operating Systems

Critical Challenges:

  • Significant shifts in scholarship, research, creative expression, and learning have created a need for innovation and leadership at all levels of the academy.
  • Higher education is facing a growing expectation to deliver services, content and media to mobile and personal devices.
  • The renewed emphasis on collaborative learning is pushing the educational community to develop new forms of interaction and assessment.
  • The academy is faced with a need to provide formal instruction in information, visual, and technological literacy as well as in how to create meaningful content with today’s tools.

Significant Trends:

  • The growing use of Web 2.0 and social networking—combined with collective intelligence and mass amateurization—is gradually but inexorably changing the practice of scholarship.
  • The way we work, collaborate, and communicate is evolving as boundaries become more fluid and globalization increases.
  • Access to—and portability of—content is increasing as smaller, more powerful devices are introduced.
  • The gap between students’ perception of technology and that of faculty continues to widen.

Download des Horizon Report 2008 als PDF: www.nmc.org/pdf/2008-Horizon-Report.pdf

Dirk Baeckers Studien zur nächsten Gesellschaft

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Ursprünglich auf Empfehlung von Karl-Josef Pazzini las ich schon vor einiger Zeit Dirk Baeckers im Lettre International (Nr. 77, Sommer 2007, S. 82-85) erschienen Beitrag über „Die nächste Universität“. Nach weiteren Recherchen in ebenfalls höchst interessanten Texten in Dirk Baecker’s Web Journal hätte ich ihn gern bei der geplanten Ringvorlesung Medien & Bildung, Semesterthema „Die digitale Zukunft der Universität“ in Hamburg gehabt. Leider musste er jedoch absagen und kann im Sommersemester nicht dabei sein. Er verwies außerdem darauf, dass er seine Überlegungen zur nächsten Universität schon einmal in Hamburg vorgetragen hat. Siehe dazu das kurze Statement im Podcampus.

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Umso lesenswerter ist darum sein neustes Buch „Studien zur nächsten Gesellschaft“, in dem auch jener o.g. Text zur „Universität der nächsten Gesellschaft“ enthalten ist. Baecker geht aus von „nichts Geringerem […] als der Vermutung, dass die Einführung des Computers für die Gesellschaft ebenso dramatische Folgen hat wie zuvor nur die Einführung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks.“ (Studien zur nächsten Gesellschaft, S. 7)
Baecker schließt damit an „die von Marshall McLuhan, Manuel Castells, Niklas Luhmann und anderen [nicht zuletzt Régis Debray, TM] formulierte Vermutung, dass nur Weniges eine so große Bedeutung für die Strukturen der Gesellschaft hat wie das jeweils dominierende Verbreitungsmedium“ und kommt zu der Anschlussannahme, „dass sich die Universität der auf Schrift basierenden Hochkultur der antiken Adelsgesellschaft von der Universität der auf Buchdruck basierenden Moderne ebenso sehr unterscheidet wie Letztere von der auf dem Computer beruhenden »nächsten Gesellschaft«, wie der Managementdenker Peter F. Drucker sie getauft hat.“ (S. 102f)

Im Überblick:
Die Einführung der Sprache konstituierte die Stammesgesellschaft,
die Einführung der Schrift die antike Hochkultur,
die Einführung des Buchdrucks die moderne Gesellschaft und
die Einführung des Computers die nächste Gesellschaft (= Gesellschaft 2.0?)

Die Universität der nächsten Gesellschaft wird laut Baecker „die Themen ihrer Lehre und die Problemstellungen ihrer Forschung in den Horizont und Kontext der Weltgesellschaft stellen. Und sie wird sich eine elektronische Infrastruktur schaffen, die es ihr erlaubt, ein eigenes Gedächtnis im Umgang mit der Kontrollstruktur einer hochgradig verteilten Gesellschaft zu erwerben und zu pflegen.“ Das sollte bei den gegenwärtigen Diskussionen über zukünftige ICT-Strategien zwischen den FIOs der einzelnen Fakultäten und CIO der Universität Hamburg ebenso wie selbstverständlich auch im Projekt ePUSH mitbedacht werden: „Wenn die Zeichen des Web 2.0 nicht trügen, wird sie ihren Ehrgeiz nicht zuletzt auch dort investieren, wo es darum geht, sich eigene web agents und information robots auszudenken und einzusetzen, die das Datenuniversum nach eigenen Selektionsregeln durchforsten, und mit eigenen web services aufzuwarten, die dieses Universum Studierenden, Dozenten und Praktikern zugänglich machen.“ (S. 114)

Für das Selbstverständnis der an der Universität der nächsten Gesellschaft arbeitenden Wissenswerker ist auch dieser Ausblick (der meiner Wahrnehmung nach schon keiner mehr ist) erhellend: Eine Promotion an der Universität der nächsten Gesellschaft „hätte nicht mehr den kritischen Umgang mit Büchern, sondern den operativen Umgang mit Komplexität zum Paradigma. Sie würde auf Seiten der Betreuer wie der Promovenden von vornherein damit rechnen, dass jede Realitätsebene, auf die man sich einlässt, nur eine Perspektive unter anderen Perspektiven erschließt und daher die Existenz der anderen Perspektiven so mit ins Kalkül nehmen muss […] Mitten in der Flut der Daten, eingebettet in einen Wissenschaftsbetrieb, der produktiv ist wie selten zuvor in der Wissenschaftsgeschichte der Gesellschaft, eingesperrt in eine Universität, die rücksichtsloser als je zuvor in den Dienst einer sich selber nur schlecht als Wissensgesellschaft verstehenden Gesellschaft gestellt wird, unterstützt von Computern, die mit der Möglichkeiten der Visualisierung noch der kompliziertesten Phänomene faszinieren, muss der Promovend erkennen, dass er nichts weiß. Er muss erkennen, dass er systematisch nichts weiß, das heißt nur dann Zugang zur Systemform des Wissens gewinnt, wenn er die Ignoranz im gezielten Sinne aktueller Erkenntnistheorie, das heißt im Sinne eines »ethischen«, wenn nicht »kybernethischen« Könnens pflegt.“ (S. 143f)

Eine wunderbar treffende Formulierung von Dirk Baecker noch: „Nach wie vor können Wetten darauf abgeschlossen werden, worin die Kulturform bestehen wird, die der Überforderung der aktuellen Gesellschaft durch den Computer gewachsen sein wird.“ (S. 125)

Vorab lesenswert sind auch die Rezensionen in der FAZ und – ganz frisch – in der taz.

Student Life Cycle as Subway Map

Auf mehrfache Nachfrage ist nun der Student Life Cycle einer/s Hamburger Lehramtsstudierenden – dargestellt als U-/S-Bahn-Plan – online im ePUSH-Blog.

Die grüne Linie (S1) repräsentiert den Bildungsgang eines zukünftigen Lehrers: Links (Wedel) beginnt er/sie als Schüler in der Schule, kommt dann in Altona nach vollzogenem Assessment in die BA-Phase eines der Studiengänge (Lehramt Sonderschulen, Grund- und Mittelstufe, Oberstufe allgemeinbildende Schulen/Berufsbildende Schulen) an der Fakultät IV. Am Dammtor geht er/sie dann in die MA-Phase über und schließt schließlich am Hauptbahnhof das Studium ab (Alumni ab Berliner Tor). Über das Zentrum für Lehrerbildung (ZLH) und das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) kommt er/sie dann wieder in die Schule, nun aber als LehrerIn. Wenn Lehramtsstudierende während ihres Studiums an der Universität Hamburg mit einer auf aktueller Medientechnologie basierenden neuen Lehr- und Lernkultur infiziert werden, tragen sie diese so auch in die Schule hinein.
Um den Einsatz aktueller Medientechnologien und ihnen entsprechenden Kulturtechniken im gesamten Bildungssystem zu forcieren, sollte deshalb gerade im Bereich der Lehrerbildung agiert werden. Die orangefarbenen Linien deuten an, dass Lehramtsstudierende in der Regel an 2 weiteren Fakultäten oder Hamburger Hochschulen ihre Unterrichtsfächer studieren und so auch auf diese Einfluss haben. – Und sei es nur, indem sie eine gewisse Erwartungshaltung bzgl. Einsatz akueller Medien in Bildungszusammenhängen erzeugen.