Neuer Studiengang: INTERMEDIA

Nachdem wir lange Zeit mit der Entwicklung des neuen Studiengangs verbracht haben, kann es nun tatsächlich losgehen. Im Wintersemester 2013/14 startet der BA INTERMEDIA an der Universität zu Köln. Wir haben schon bei Messen und Informationsveranstaltungen Werbung gemacht und es scheint, dass unser Angebot recht gut ankommt. Die z.T. fast überschwenglich begeisterten Rückmeldungen lassen erahnen, dass die jährlich geplanten 150 Studienplätze evtl gar nicht ausreichen könnten.

INTERMEDIA richtet sich als explizit interdisziplinärer Studiengang auf die praktisch-ästhetische und wissenschaftlich-reflexive Auseinandersetzung mit Medien im Schnittfeld von Medienbildung, Mediengestaltung und Medienkultur. Thematisiert wird dabei insbesondere das Ineinandergreifen von medialem Wandel und fortdauernden sozialen, kulturellen, kommunikativen und ästhetischen Transformationsprozessen. Continue reading „Neuer Studiengang: INTERMEDIA“

BuKoCamp Dresden

Im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik in Dresden ist für den 20.10.2012 ein BuKoCamp geplant. Der Samstag, als 2. Tag des Kongresses steht unter dem Motto „Aktion – Wie kann Kunstpädagogik zur Interaktion mit einer von Heterogenität, Pluralität und hochgradiger Mediatisierung geprägten (Welt-)Gesellschaft qualifizieren?“ Das passt ganz gut zu einer Wiederauflage des ArtEduCamp – allerdings…

Veranstaltungshinweise Wintersemester: „Global Media Activism“ & REINIGUNGSGESELLSCHAFT

Erfreulicher Weise ist es uns gelungen, im Wintersemester12/13 Martin Keil und Henrik Mayer, besser bekannt als REINIGUNGSGESELLSCHAFT, und Trebor Scholz von The New School, New York für Lehraufträge nach Köln zu holen. Trebor Scholz kommt für einen Vortrag (6.12.) und eine Block-Lehrveranstaltung (7./8.12.12 und 18./19.1.13) zum Thema „Globaler Medienaktivismus“. Die Plätze in der Lehrveranstaltung sind…

BuKo12 in Dresden: Kongress, Forschungstag, Studentenkongress, Exkursion



Vom 18. Bis 21. Oktober 2012 findet in Dresden der Bundeskongress der Kunstpädagogik BuKo12 statt. Unter dem Titel Kunst Pädagogik Partizipation ist der Kongress thematisch fokussiert auf „Partizipation“ und hatte einen 2-jährigen Vorlauf durch verschiedene Vorkonferenzen, die auch formal mit dem Thema Partizipation experimentiert haben: vgl http://buko12.de
Mitwirkende sind u.a. Maike Aden, Andreas Brenne, Sara Burkhardt, Marc Fritzsche, Jan Grünwald, Christine Heil, Benjamin Jörissen, Gila Kolb, Marie-Luise Lange, Wolfgang Legler, Liz Losh, Torsten Meyer, Julia Moritz, Silke Riechert, Andrea Sabisch, Ansgar Schnurr, Diederik Schönau, Frank Schulz, Helene Skladny, Nora Sternfeld, Jutta Ströter-Bender, Ulrike Stutz, Mario Urlaß, Tanja Wetzel, Jutta Zaremba, … und im Rahmen von BarCamp-Veranstaltungen vor allem: Du und Sie selbst!
Der Kongress wird durch drei Leitfragen geprägt, die die aktuellen Rahmenbedingungen der Kunstpädagogik auf den Punkt bringen: Continue reading „BuKo12 in Dresden: Kongress, Forschungstag, Studentenkongress, Exkursion“

Tagung: Subjekt Medium Bildung

Vom 22. – 24. März 2012 findet an der Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie als Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und des Theorieforum Medienpädagogik eine Tagung zum Thema „Subjekt Medium Bildung“ statt. Die Tagung befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen…

onlineZeitschrift „Kunst Medien Bildung | zkmb“

Wegen vieler Konferenzreisen und schöner Symposion und Semesteranfangstrubel bin ich noch gar nicht dazu gekommen, hier zu bewerben, worauf wir uns schon ganz lange freuen: Das gut gehütete #Geheimprojekt ist da:

Die onlineZeitschrift Kunst Medien Bildung zkmb ist ein interdisziplinäres e-Journal, das wissenschaftliche Forschung zwischen Kunst, Medien und Bildung transparent und forschungsnah publiziert und durch ein partizipatives „open-peer-review“-Verfahren in Forschungsdiskursen vernetzt. Ziel des Zeitschriftenprojekts ist es, den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln. Continue reading „onlineZeitschrift „Kunst Medien Bildung | zkmb““

MobilityShifts

Vom 10. – 16. Oktober 2011 veranstaltet Trebor Scholz an der New School (New York City) ein internationales Gipfeltreffen über Digitales Lernen: MobilityShifts ist eine Konferenz, Ausstellung und Theateraufführung. Es ist Teil der New School Konferenz Biennale „Die Politik der Digitalen Kultur“, die einen Freiraum für Verbindungen zwischen Kunst, Gestaltung, und den Sozialwissenschaften herstellt.

MobilityShifts untersucht Digitales Lernen aus einer internationalen Perspektive. Die Konferenz betrachtet selbstorganisierte Bildungsalternativen auch außerhalb der Institutionen Akademie, Schule, Universität, prüft den Begriff des „Digital Native“ und fokussiert auf eine konstruktivistische Annäherung zur Medienkompetenz im 21. Jahrhundert.
Die illustre Gruppe von Konferenzteilnehmern setzt sich aus Künstlern, Lehrern, Studenten, Bildungswissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Programmierern, Bibliothekaren, und Wissenschaftlern aus den verschiedensten Bereichen zusammen. Wesentlich geht es um drei Themenbereiche:

  • Digital Fluencies for a Mobile World
  • DIY U: Learning Without a School?
  • Digital Learning Projects Globally

Wir werden dort das Konzept des .mbr MedienBildungsRaums im Institut für Kunst & Kunsttheorie als „Open Experimental Learning Space“ vorstellen: Continue reading „MobilityShifts“

Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Vom 14.-16.9.11 findet in Frankfurt/M eine wirklich interessante Tagung statt. Manfred Faßler hatte eingeladen, anlässlich der tiefgreifenden und mit großer Geschwindigkeit sich verändernden wissenschaftlichen, technologischen und medialen Bedingungen menschlicher Lebensorganisationen und deren Auswirkungen auf weltweit alle sozialen, ökonomischen und kulturellen Systeme, über „Koevolution“ nachzudenken.
Eine Reihe interessanter Menschen (darunter übrigens auch unser Kölner Sommergast Koert van Mensvoort mit „next nature“) hat auf den CFP geantwortet und trägt nun aus verschiedenen Perspektiven vor: www.koevolution.uni-frankfurt.de

In meinem Beitrag frage ich mich, ob Bildungstheorie als Akteur-Netzwerk-Theorie gedacht werden kann:

Abstract: Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Homo Contextus
McLuhans These von den Medien als „Extensionen der Sinne“ lässt sich mit dem Konzept des homo contextus (Teemu Arina) radikalisieren. Unterscheidet sich der homo sapiens von anderen Primaten durch eine physisch vergrößerte Hirnmasse, so unterscheidet sich dieser homo contextus vom homo sapiens durch eine virtuell vergrößerte Hirnmasse, die sich konkret z.B. in Form aktueller Netzwerktechnologien über die physischen Limitierungen des Nervensystems hinaus entwickelt.
Das ist – im Prinzip – nichts Neues. Continue reading „Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess“

Preview Lehre Wintersemester11/12

Das nächste Semester wird spannend!! Es gibt neben den Standard-Veranstaltungen (Überblick) 3 Highlights: Lehrprojekt What’s next? – [Kunst] nach der Krise (6 Lehrveranstaltungen mit Johannes Hedinger, Aram Bartholl, Wey-Han Tan, Timo Meisel, Konstanze Schütze und weiteren temporären Gästen) Beteiligung am ArtEduCamp Cologne im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik Buko12 Projektseminar „Loge C“ – Umbau der…

Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung

Tagung in Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

23./24. März 2012, Universität zu Köln

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, Continue reading „Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung“