Kunst und ihre Didaktik
* 1965
Rückschau Lehre SoSe 08, Teil 2: Ringvorlesungen
Teil 2 der Rückschau auf das stark von der Lehre geprägte Sommersemester: Ringvorlesungen. Die „kunstpädagogischen Positionen“ und die „Medien & Bildung“ hatten in diesem Semester nur jeweils 7 Vorlesungstermine. Alle 14 Tage also nur ein Gastreferent. Dazwischen fanden Seminarsitzungen zur Vor- und Nachbereitung der Vorträge statt. Dieses Modell hatte ich mir bei Winfried Marotzki und Johannes Fromme abgeguckt, die ihre Ringvorlesung “Neue digitale Kultur- und Bildungsräume” im WiSe 07 in dieser Weise gestaltet hatten.
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Hyperkult: Versuch über das Prinzip Database
Ich denke, also bin ich.
(René Descartes)
Naja, du weißt wer du bist. Und du weißt alles Mögliche über dich selbst. Aber was den alltäglichen Kleinkram betrifft, sind Notizen wirklich sinnvoll.
(Leonard Shelby)

Die traditionsreiche Lüneburger HyperKult-Tagung fand dieses Jahr schon in der ersten Juliwoche statt. Christina Ferner hatte in Ihrem neuen blog schon darüber berichtet. Thema der diesjährigen Tagung war Ordnungen des Wissens. Ich hatte mich mit einem experimentellen Vortrag um Beteiligung beworben, der auf meine Auseinandersetzung mit Christopher Nolans Film Memento und Lev Manovich Behauptung der Database as a symbolic Form zurückgeht. Continue reading Hyperkult: Versuch über das Prinzip Database…
Interfaces, Medien, Bildung – Nachauflage in Arbeit
Wie ich hier berichtete, ist die erste Auflage von Interfaces, Medien, Bildung. Paradigmen einer pädagogischen Medientheorie vergriffen. Der transcript-Verlag hat sich aber dankeswerter Weise nun entschieden, eine Nachauflage zu drucken. Das Buch wird also in Kürze wieder verfügbar sein. (Das beruhigt mich auch vor dem Hintergrund der geplanten Vorlesung “Pädagogische Medientheorie: Interfaces, Medien, Bildung” im Wintersemester 08/09)
Auch auf der neuen website des Verlags, ist das Buch nun wieder zu finden und kann entsprechend vorbestellt werden.

“Das erste Bild, das er mir schickte, hatte er aus der Zeitung herausgerissen … ” – nun bald auch unter Win Vista und Mac OSX.
Nachgedacht haben wir auch über ein technisches Update der beiliegenden CD. Problem ist, dass diese nicht unter Mac OSX Intel und nur eingeschränkt unter Win Vista lauffähig ist. Dennoch gibt es aber, wie ich gerade von KollegInnen aus Hessen hörte, immer noch Nachfrage, auch gerade nach dieser CD zum “Ursprung der Bilder” – wegen des darin steckenden “leichten Wahnsinns”. Das ist eine merkwürdige (im engsten Sinn des Wortes!) Art Wertschätzung (insbesondere, weil es sich ja um Unterrichtsmaterial handelt!!), der ich aber gerne nachkomme. In einigen Wochen wird es einen mit aktuellen Betriebssystemen kompatiblen Player geben. Allerdings nicht auf der den neuen Büchern beigelegten CD, sondern downloadable von unserem server, damit auch die, die das Buch schon gekauft haben, davon profitieren können. Näheres in Kürze hier

Struktur der Unterrichtsmaterial-CD “Ursprung der Bilder”
Review "Bildung im Neuen Medium"
Sandra Schaffert von Salzburg Research hat eine nette Rezension über unser Buch zum Symposion Bildung im Neuen Medium geschrieben: “Mal anders: Bildung im Netz aus Sicht von Bildungstheorie und Kunstwissenschaft”
“Viele der Autor(inn)en, die zu webbasierten Bildungs- und Lernformen veröffentlichen, stammen aus dem Bereich der eher quantitativ orientierten Erziehungswissenschaft, der Didaktik, der Informatik oder der pädagogischen Psychologie. Das vorliegende Buch mit Beiträgen von Kunsthistorikern, Bildungstheoretikern, Kulturwissenschaftlern packt das (scheinbar) vertraute Thema „Bildung im/mit dem Web“ da überraschend anders an. Es macht neugierig, wenn einleitend festgestellt wird: „Trotz aller pragmatischer Hektik um ‚eLearning’, ‚Wissensmanagement’, ‚Schulen ans Netz’, ‚Virtueller Hochschule’ usw. scheinen sowohl die Institutionen als auch die Theorie der Bildung des Menschen substanziell noch recht unberührt von den nun schon seit mehr als 15 Jahren ‚Neuen Medien’.“ (S. 13). [... weiterlesen bei eLearning Reviews]
Interfaces, Medien, Bildung – 1. Auflage vergriffen
Während ich gerade ein neues Buch beim transcript-Verlag plane, höre ich von dort, dass mein Buch Interfaces, Medien, Bildung. Paradigmen einer pädagogischen Medientheorie vergriffen ist. Das ist einerseits sehr erfreulich, weil offenbar eine Nachfrage bestand, andererseits auch recht unerfreulich, weil nun eben nicht weiter verfügbar. Ich bedanke mich also allerherzlichst bei allen KäuferInnen und NachfragerInnen!!
Zugleich bitte ich alle noch unversorgten InteressentInnen um Vorbestellung des Buches beim Verlag. Wenn relevante Zahlen an Vormerkungen zusammenkommen, ist geplant eine 2. Auflage zu drucken.
Zum An-Teasern sei verwiesen auf die online Leseproben und die überaus schmeichelhafte Rezension von Helmut Hartwig auf dem transcript-Server.
Online-Bestellung bei transcript.
Bildung im Neuen Medium
Nun ist es wirklich da! Das Buch zum Symposion Bildung im Neuen Medium. Und wenn man es endlich in Händen hält, ist das Design von Timo noch einmal überzeugender – ein wirklich schönes Buch! Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten!!
Bildung im Neuen Medium
Wissensformation und digitale Infrastruktur
Education Within a New Medium
Knowledge Formation and Digital Infrastructure
Hgg. von Torsten Meyer, Michael Scheibel, Stephan Münte-Goussar, Timo Meisel, Julia Schawe
Mit Beiträgen von: Elke Bippus, Remo Burkhardt, Manfred Faßler, Monika Fleischmann/Wolfgang Strauß, Michael Giesecke, Frank Hartmann, Markus Krajewski, Oliver Marchart, Winfried Marotzki, Trebor Scholz, Werner Sesink
Die seit nunmehr 15 Jahren so genannten „Neuen Medien“ in einem erweiterten Diskurs zu untersuchen, war das Ziel eines transdisziplinären Diskurses auf dem internationalen Symposion “Bildung im Neuen Medium”. Der Fokus der Diskussion richtete sich auf die Wandlungen der Darstellungs- und Interaktionsweisen in Wissenschaft und Kunst und ihre Wechselwirkungen mit den individuellen und sozialen Handlungspraxen, Wissensorganisationen und Denksystemen. Insbesondere wurde nach bildungstheoretischen Implikationen und ihrer Bedeutung für gegenwärtige Bildungseinrichtungen gefragt: Transformationen der Lehrinhalte und ihrer Formen, der didaktischen und heuristischen Werkzeuge, der institutionellen Kontexte, aber auch der Sozialisation der Studierenden- und Schülergeneration, der in die digitalen Kulturen Hineingeborenen.
An extended discourse analysis of what has been called “New Media” for the past 15 years was the goal of a transdisciplinary discourse at the international symposium “Education Within a New Medium”. The debate focused on changed ways of depicting and interaction in the fields of science and the arts and on their interdependency with individual and social conduct, organization of knowledge and systems of thought. In particular it was asked about implications determined by educational theory and their significance for current educational institutions: transformations of content and also forms of teaching, of didactic and heuristic tools, of institutional contexts, as well as the socialization of that generation of students and pupils native to digital cultures.
Waxmann, Münster/New York/München/Berlin
Weitere Informationen unter: http://www.waxmann.com
Mediologie als Methode
Nachtrag: Im Mai hatte ich an der mit einem gleichnamigen Publikationsprojekt (siehe cfp) verbundenen Tagung Mediologie als Methode an der Humboldt Universität Berlin teilgenommen. Vertreter ganz unterschiedlicher Disziplinen trugen vor zur Frage, ob und in welcher Weise Mediologie als Methode in den verschiedenen Fachgebieten angewandt werden kann.
Ich hatte in meinem Vortrag wieder einmal den grandiosen Sketch aus der norwegischen TV Show „Øystein & Meg“ eingesetzt, der auf so amüsante Weise zeigt, dass auch das Buch einmal ein “Neues Medium” gewesen ist.
Die per mediologischer Methode zu bearbeitende Forschungsfrage hatte ich ausgehend von ein paar recht weitsichtigen Bedenken Hartmut von Hentigs formuliert: „Können wir wirklich annehmen, dieses Gerät lasse sich in unsere Schulen holen – als neuer Unterrichtsgegenstand und als neues Unterrichtsmittel, ohne daß das Folgen [hat] für das Ganze, für den „Lehrplan des Abendlandes“, für unsere Auffassung von Bildung und Kultur [...]?“ (Hartmut von Hentig: Die Flucht aus dem Denken ins Wissen, in: Medien + Erziehung, Nr. 40, 6/1996, S. 330).
Ganz im Sinne dieser Bedenken gehe ich davon aus, dass es (und zwar erhebliche) Folgen hat, wenn wir „dieses Gerät“ in unsere Schulen (und Hochschulen) holen. Im Gegensatz zu Hartmut von Hentig gehe ich allerdings davon aus, dass es sich „dieses Gerät“ gar nicht mehr vermeiden lässt, weder in der Schule noch sonst irgendwo. Die Frage, die ich mittels mediologischer Methoden zu beantworten suche, kann ich in Anlehnung so formulieren: Was wird aus dem Lehrplan des Abendlandes, aus unserer Auffassung von Bildung und Kultur usw. jetzt, wo sich „dieses Gerät“ in unseren Schulen und Hochschulen nicht mehr vermeiden lässt?
Thomas Weber, mit Birgit Mersmann Initiator der Tagung und der Publikation berichtet (per mail): “Dabei kamen erstmals Vortragende aus allen deutschsprachigen Ländern sowie Redaktionsmitglieder einschlägiger mediologischer Publikationen (Cahiers de Mediologie, médium) aus Frankreich zusammen. Alle Beiträge (die Buchveröffentlichung ist für 2008 geplant) bemühten sich um eine interdisziplinär nachvollziehbare Darstellung und zeigten einen unerwartet breiten Basiskonsens der Teilnehmer, der einen mediologischen Ansatz als mögliche Perspektive für praktisch alle angesprochenen Disziplinen erkennen lässt – von der Religionswissenschaft bis hin zur Pädagogik, von der Rechtswissenschaft hin zur Soziologie und selbstverständlich auch der Medienwissenschaft. [...]
Die Beiträge entwarfen Gegenstandsbereiche, für die die Mediologie in besonderem Maße geeignet ist, führten paradigmatisch eine mediologische Analyse an einem Gegenstandsbereich durch oder betonten stärker den programmatischen Impuls der Mediologie für die etablierten Disziplinen und versuchten in der Applikation eines mediologischen Ansatzes auf ihre jeweiligen Fachgebiete auch das Programm der Mediologie zu hinterfragen. Dabei zeigte sich, dass alle Vortragen nicht von einer feststehenden Vorstellung von Mediologie ausgingen (also nicht versuchten, einer festgefügten Norm von dem, was Mediologie sei, zu entsprechen), sondern eigene programmatische Akzente setzten, was den offenen Charakter der Mediologie unterstreicht. [...]”
Die website www.mediologie.avinus.de wurde anlässlich der Tagung zu einem Forum des “Netzwerks Mediologie” ausgebaut, Till Nikolaus von Heiseler hat ein Tagungs-Wiki eingerichtet und er wird die Vorträge der Tagung auf der WebSite http://www.formatlabor.net/blog/ als Videostreams präsentieren (in einigen Wochen einsehbar).
Scholarship 2.0
r. schickte mir schon vor einer ganzen Weile eine mail mit dem schlichten Kommentar “Inhalt für Dein Blog” und Link zu diesem Comic:

“blogito ergo sum” also … ja, ich war ziemlich blogfaul in den letzten Wochen. Schande!!
Andererseits – und in diesem Zusammenhang allerhöchst interessant – während ich nicht bloggte (und also vermeintlich nicht war), las ich in Scott Mcleods blog dangerouslyirrelevant.org, was ich in einer der ersten posts hier schon dunkel ahnte: “… welche Wirkungen eine bis dato unüblicherweise (nahezu) täglich (ein frommer Wunsch…) aktualisierte News-Seite eines Hochschullehrers für den Elfenbeinturm wohl haben wird …”
Scott Mcleod beschreibt als höchst problematische Wirkung auf den Nachwuchs im Elfenbeinturm: As an untenured professor at a major research university, of necessity I spend a lot of time thinking and talking about ‘writing’ and ‘publication.’ [...] I’m essentially caught between two worlds: the dynamic, interactive, freewheeling, rough-and-tumble, unmoderated cosmos of Web 2.0 and the slower-moving, calmer, peer-reviewed realm of traditional academic publishing …
Genau dieses Problem findet sich auch als eine der “Critical Challenges” im aktuellen Horizon Report: “Academic review and faculty rewards are increasingly out of sync with new forms of scholarship. The trends toward digital expressions of scholarship and more interdisciplinary and collaborative work continue to move away from the standards of traditional peer-reviewed paper publication.”
Descartes musste teilweise unter falschem Namen publizieren, damit er nicht in Ungnade der Kirche fiel (z.B. der Discours de la méthode von 1637; bloggen wäre wenig produktiv gewesen). Der heutige wiss. Nachwuchs muss, um seiend (sichtbar) zu sein, einerseits die “standards of traditional peer-reviewed paper publication” bedienen und zugleich – steile These: um in aktuell üblicher Geschwindigkeit Wissen zu produzieren und zirkulieren zu lassen – bloggen und geblogged werden.
Bildung im Neuen Medium, erste Nachlesen

http://mms.uni-hamburg.de/symposion2006
In ersten Nachlesen sind wir überein gekommen, dass es zwar ein schwieriges Unterfangen war, einen wirklich interdisziplinären Diskurs zustande zu bringen, vielleicht weil es doch eine ungewöhnliche Disziplinen-Mischung war, dennoch sehr fruchtbare Gespräche (manchmal erst am Bistrotisch in den Pausen) und jede Menge interessante und ausbaufähige Kontakte zustande kamen. Die Rückmeldungen der Gäste an uns waren ausnahmlos positiv, manchmal gar überschwenglich (möglicherweise einfach sehr höflich).
Auch der Workshoptag, Sonntag in der Universität, war – vielleicht gerade wegen des Gegensatzes “Buch-Denk-Raum Warburghaus” vs. “HiTech-MultiMedia-Studio” – sehr schön. Wir konnten sehr innovative Präsentationen von Forschenden aus den Hamburger Hochschulen wie aus der Ferne – Darmstadt, Weimar, Zürich – bestaunen und hatten wiederum die Gelegenheit, interessante Kontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen.
Im Ganzen sind überein gekommen, dass es eine recht erfolgreiche Sache war (dass es aber auch noch das Eine oder Andere zu lernen gibt fürs nächste Mal).
Nun freuen wir uns auf die Arbeit an der Publikation … (zweisprachig de/en, vermutlich Herbst 2007)

Vielen Dank noch einmal an alle Referentinnen und Referenten auf dem Sympsosion: Elke Bippus, Remo Aslak, Michael Giesecke, Frank Hartmann, Marcus Krajewski, Oliver Marchart, Winfried Marotzki, Trebor Scholz und Werner Sesink!!
Und auch an Monka Fleischmann und Manfred Fassler, die beide kurzfristig absagen mussten, aber zur Publikation beisteuern werden.
Und an die ReferentInnen und Referenten am Workshoptag: Iver Jackewitz, Sven Göller und Daniel Geraskov, Annett Zobel und Matthias Hupfer, nochmals Remo Aslak Burkhard, Thomas Lörtsch und – insbesondere für das schnelle Einspringen – Beat Döbeli Honegger.
Und nicht zuletzt dem finanzierenden BMBF und insebsondere dem interessiert beiwohnenden Rainer Mohaupt!!

Eindrucksvoll auch die digital-natives-Studenten-Riege auf der Empore, um die wir von Auswärtigen ob ihrer engagierten Mitarbeit und thematischen Aufgeklärtheit beneidet wurden. Auch Euch – Antje Breitkopf, Chrsitina Ferner, Kristina Krumes, Ina Arendt, Anna Mayrhuber, Alex Tscheulin, Ralf Appelt, Javor Sturm, Wey-Han Tan – vielen, vielen Dank!!
Weitere Fotos und (uns bekannte) erste Web-Reaktionen unter
http://flickr.com/photos/tags/symposiumbildungimneuenmedium
http://www.collectivate.net/journalisms/2006/12/1/education-between-humboldt-and-mcjob.html
http://wiki.doebe.li/Beat/BildungImNeuenMedium
http://wiki.doebe.li/Beat/KnowledgeFormation
KVV Medien & Bildung
PRIMA! Rechtzeitig zum ersten Vorlesungstag ist es unserer Druckerei gelungen, das neue KVV Medien & Bildung auszuliefern. Damit verfehlt es zwar seinen Zweck, den Studierenden bei der Auswahl von Lehrveranstaltungen behilflich zu sein, erfreut aber dennoch: Wirklich PRIMA ist nämlich, dass Timo Meisel dem Heft ein neues, sehr schönes Design gegeben hat. Nebenbei ist es auch sehr schön, die Arbeit des vergangenen Semesters hier unter "Neuigkeiten" noch einmal dokumentierend versammelt zu sehen. Der Arbeitskreis, der – das gehört mit zu Timos Renovierungskonzept – jetzt *mms heißt, hat einiges auf die Beine gestellt: Neukonzeption der Offenen Werkstatt und Medienberatung, neue Ausstattung, neue Konzeption der Archi- und Datatektur (MedienRaumBildung), erste Podcast-Ringvorlesung, Tagung "Bildung im Neuen Medium" und News zur Arbeit an study.log.
www.medialogy.de,
Torsten Meyer,
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