Schlagwort-Archive: eLearning

eLearning-Barometer SoSe 08: EPB weiterhin Fackelträger

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Das eLearning-Barometer für die Universität Hamburg wurde upgedated mit den Daten bis zum Wintersemester 2007/08. Ganz wunderbar deutlich wird die Fortsetzung des Trends: Die Fakultät EPB bleibt hier Fackelträger.

Problematisch am eLearning-Barometer bleibt aber weiterhin, dass lediglich die Nutzung der beiden vom Regionalen Rechenzentrum der Universität Hamburg gehosteten Plattformen CommSy und Blackboard erfasst werden. Beispielsweise nutzt die Fakultät Medizin ein selbstgehostetes Moodle-System und macht nur deshalb in dieser Statistik eine relativ schlechte Figur.

Interessanter als der Vergleich der großen Plattformen untereinander wäre aber inzwischen ohnehin, inwieweit blogs, wikis, social bookmarking, social networking Plattformen usw. Einzug in die Praxis der Lehre halten. Ich vermute hier noch erheblich steilere Zuwachsraten als selbst die CommSy-Nutzungsraten an unserer Fakultät. Würden aber diese web2nulligen Tools mit erfasst, dann würde eigentlich auch der Titel „eLearning-Barometer“ nur noch sehr wenig Sinn machen. Denn – so verstehe ich die web2.0-ff-Philosophie – auf das e sollte man jetzt allmählich verzichten (auch um falsche Assoziationen zu vermeiden). Der selbstverständliche Einsatz aktueller Medientechnologien in der universitären Lehre wird langsam, aber sicher zur Normalität. Projekte wie z.B. ePush beschleunigen diese Entwicklung zwar, aber durch die neuen Studierendengenerationen (die medientechnologisch ganz anders sozialisiert sind, als es selbst mancher eLearning-Fachmann wahrhaben will) werden die aktuellen Informations- und Kommunikatonstechnologien über kurz oder lang bottom-up in die Universitäten hineinwachsen.

Deshalb werden wir im Rahmen des neuen online-Portals für das fakultäre Leben life.epb.uni-hamburg.de noch andere Parameter dieses Entwicklungsprozesses an der Fakultät EPB zu erfassen und zu visualieren versuchen: Anzahl der bloggenden Professoren, word-counts in Lehr-Wikis, Onlinestunden von studentischen Arbeitsplatzrechnern, Qualität der auf ePortfolio-Arbeit basierenden Prüfungen usw. usf. … (weitere intelligente und originelle Vorschläge bitte mailden!!)

Science TV – DFG goes YouTube

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Die Deutsche Forschungsgesellschaft wendet sich nun medienadäquat an die YouTube-Generation. Science TV soll v.a. die 14- bis 19-Jährigen ansprechen (darüber hinaus aber auch „Lehrerinnen und Lehrer, Medienfachleute und die große Gruppe der an Wissenschaft interessierten Zuschauer“).

Ähnliches planen wir gerade im Rahmen ePUSH (weil wir glauben, dass es auch die 20- bis 30-Jährigen anspricht). Der Arbeitsbereich eCommunityBuilding (Christina Ferner) arbeitet an einem neuen Webportal unter life.epb.uni-hamburg.de. Dort sollen verteilte Informationen aus den Departments, Sektionen, Arbeitsbereichen, Forschungsgruppen etc. der Fakultät gebündelt und zentral zur Verfügung gestellt werden. Und dort soll es auch Platz für Video-Portraits von Lehrenden, Forschenden und ihren Forschungsthemen. (Ein weiteres Beispiel auch an der Universität Zürich)

Presseinfo der DFG zu Science TV: www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen …

data visualization, Achterbahn, ePUSH

Schon vor einiger Zeit hatte mich die Visualisierung der Entwicklung der Immobilienpreise in den USA als Achterbahnfahrt fasziniert, die ich via infosthetics bei speculativebubble gefunden hatte.

Nun habe ich es anlässlich meines Seminars zur visual knowledge culture wieder aus den bookmarks herausgekramt. Parallel entdeckte ich in der aktuellen page diese wunderbare data visualization:

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Beides sind höchst interessante Beispiele, die uns auch für die Visualisierung der aktuellen Umfragen zur Mediennutzung unserer Studierenden (im Rahmen ePUSH) inspirieren können/sollten. Aktueller Anlass: Eine ansprechende Visualisierung der zurzeit erhobenen Daten soll das Warten auf den Launch der neuen Website life.epb.uni-hamburg.de verkürzen …

Ringvorlesung "Medien & Bildung", Semesterthema: die digitale Zukunft der Universität

Die Ringvorlesung “Medien & Bildung” startet heute (Di, 18-20 Uhr). Im Sommersemester 2008 sollen Fragen an die Institutionen der Bildung im Mittelpunkt stehen. Auch vor dem Hintergrund aktueller Hochschulentwicklungsprojekte (http://mms.uni-hamburg.de/epush) werden Unter- und Hintergründe, Visionen und konkrete Szenarien der digitalen Zukunft der Universität diskutiert.

Programm in Kürze:

8.4.08 Kommunikation, Kollaboration und Networking in virtuellen 3D-Welten – Beispiele und Perspektiven wissenschaftlichen Arbeitens in Second Life
Hanno Tietgens, Büo X, Hamburg,
Dr. Andreas Hebbel-Seeger, Universität Hamburg

22.4.08 Von der „Virtuellen Saar Universität“ zum „eCampus Saar“. Vom Projekt zur Struktur? Vom Projekt zur Struktur!
Prof. Dr. Christoph Igel, Virtuelle Saar-Universität

6.5.08 ACHTUNG: 16:15-17:45 Dynamik bildungsrelevanter Informationsumwelten
Prof. Dr. Friedrich Hesse, Institut für Wissensmedien Tübingen

20.5.08 Auf dem Weg zur digitalen Universität – Community Building 2.0
Mandy Schiefner, Universität Zürich

3.6.08 Universität Nächste Generation
Prof. Dr. Manfred Faßler, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/M.

17.6.08 ePeadagogy Design – visual knowledge building
Prof. Dr. Stefan Sonvilla-Weiß, University of Art and Design Helsinki
Jaap Jansen, Inholland University Rotterdam
Prof. Dr. Torsten Meyer, Universität Hamburg

1.7.08 Studieren 2.0
Dr. Bernd Kleimann, HIS
Helga Bechmann, Multimedia Kontor Hamburg

Weiteres und Näheres siehe http://mms.uni-hamburg.de/blogs/medien-bildung

Horizonte und Visionen 2008

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll Alt-Bundeskanzler Schmidt gesagt haben. Das könnte Vorlage für das obige Video gewesen sein: „Essay about the Future.“

Einen möglicherweise vergleichbaren Blick in die Zukunft bietet der Horizon Report für 2008, der vor ein paar Tagen herausgekommen ist. Seit 2002 betreiben New Media Consortium und EDUCAUSE learning initiative das Projekt. Jährlich wird ein Ausblick auf wesentlich erscheinende Entwicklungen im Bereich der Medientechnologien und ihre vermuteten Wirkungen auf den Bildungsbereich gegeben. Schwerpunkt liegt dabei auf dem Hochschulsektor, aber mit etwas Interpolation können Schlüsse für die allgemeinbildende Schule gezogen werden.

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Neben der Identifizierung der „Key Emerging Technologies“ (jeweils mit Beispielen und weiterführenden Links) werden damit verbundene „Significant Trends“ und „Critical Challenges“ beschrieben:

Key Emerging Technologies in 3 Time-to-Adaption-Horizons:

1 year or less

  • Grassroots Video
  • Collaboration Webs

2 to 3 years

  • Mobile Broadband (siehe dazu auch das obige Video)
  • Data Mashups

4 to 5 years

  • Collective Intelligence
  • Social Operating Systems

Critical Challenges:

  • Significant shifts in scholarship, research, creative expression, and learning have created a need for innovation and leadership at all levels of the academy.
  • Higher education is facing a growing expectation to deliver services, content and media to mobile and personal devices.
  • The renewed emphasis on collaborative learning is pushing the educational community to develop new forms of interaction and assessment.
  • The academy is faced with a need to provide formal instruction in information, visual, and technological literacy as well as in how to create meaningful content with today’s tools.

Significant Trends:

  • The growing use of Web 2.0 and social networking—combined with collective intelligence and mass amateurization—is gradually but inexorably changing the practice of scholarship.
  • The way we work, collaborate, and communicate is evolving as boundaries become more fluid and globalization increases.
  • Access to—and portability of—content is increasing as smaller, more powerful devices are introduced.
  • The gap between students’ perception of technology and that of faculty continues to widen.

Download des Horizon Report 2008 als PDF: www.nmc.org/pdf/2008-Horizon-Report.pdf

ePedagogy Design – visual knowledge building

Die application period für den internationalen Masterstudiengang, den wir zusammen mit der University of Arts and Design Helsinki und der INHOLLAND University Rotterdam betreiben, hat begonnen: Vom 14. Januar bis 29. Februar 2008 können sich Interessierte bewerben. Nähere Informationen auf der offiziellen Website epedagogydesign.uiah.fi oder im blog der Studierenden eped.loveitorchangeit.com.

Fackelträger des eLearning

Seit kurzem gibt es an der Universität Hamburg ein „eLearning-Barometer“. Es bildet den Anteil der Lehrveranstaltungen ab, die eine der vom Rechenzentrum betreuten Plattformen (WebCT und Commsy) aktiv in die Lehre integrieren.Erfreulich ist, dass man dort sehr deutlich sehen kann, wo und wie digitale Medien in der Lehre eingesetzt werden:
1. Fackelträger ist mit erheblichen Abstand die Fakultät 4, bzw. innerhalb dieser der Fachbereich Erziehungswissenschaft.
2. Eingesetzt werden weniger die rigorosen, überdidaktisierten großen kommerziellen eLearning-Kurs-Systeme, sondern eher open-source Community-Systeme mit relativ großer (didaktischer) Gestaltungsfreiheit und Partizipationsmöglichkeiten für die user.

Hinter dem großen grünen Balken steht übrigens im Wesentlichen das Portal eduCommSy. Ein weiterer Grund, warum wir unser knowledgeWorkTool study.log an eben diese Plattform anbinden werden (voraussichtlich ab CommSy 5.0).

Leider gibt das „eLearning-Barometer“ keine Auskunft darüber, wo welche weiteren kleineren Systeme wie wikis, blogs usw. eingesetzt werden. Die Zukunft des sinnvollen Einsatzes digitaler Medien in der Universität scheint mir eher bei diesen zu liegen … siehe z.B.
http://mms2.erzwiss.uni-hamburg.de/blogs/raumbildung/
http://eped.loveitorchangeit.com/
http://mms2.erzwiss.uni-hamburg.de/blogs/mediendesign/