Bilderverbot

Am 19./20.11.2010 veranstaltet Karl-Josef Pazzini eine Tagung zum Thema „Bilderverbot“ in Hamburg:

„Du sollst Dir kein Bildnis machen!“ Das „Bilderverbot“ ist merkwürdig. Das Gebot war zu hören, wurde auf Gesetztafeln geschrieben, kann vorgelesen und wieder gehört werden. Dieser Text aus der Bibel und seine dortige Umgebung evozieren immer wieder Bilder, auch und gerade von diesem Gott, der eigentlich nicht einmal dort geschrieben steht. Moses wird lediglich gestattet, einen Blick auf den Rücken Gottes zu werfen. Von den Effekten von Gottes Handeln drängten sich Bilder auf. Das Bilderverbot führt nicht zur Ausschaltung von Bildern. Wahrscheinlich ist das so, weil das Verbot nur die Unmöglichkeit eines Bildes verbirgt. Es sind offenbar keine Bilder möglich, die das Abgebildete beherrschbar machen. Das Bilderverbot spricht davon, dass etwas der Symbolisierung entweicht. Es bleibt etwas jenseits.
Eine andere Version wäre: Du sollst Dir kein Abbild machen! Es solle kein Gebilde geschaffen werden, das den Eindruck erwecken könnte, dass etwas, das man in der Vorstellung oder auch „außen“ sehen und fühlen kann, repräsentiert werden und man diese (auch symbolische) Verdinglichung besitzen könne….
[Näheres und Weiteres im Programm-Flyer: Download als PDF]

Ich werde dort einen Beitrag machen über „Visualisierungen kollektiver Intelligenz“ und suche zurzeit noch Anschauungsmaterial dafür. Wenn jemand etwas Gutes empfehlen kann, bitte gern per twitter @herrmeyer bekannt geben (oder per eMail). Danke im Voraus!!
Leider muss mein Beitrag krankheitsbedingt ausfallen. Ich danke aber nochmals ganz herzlich allen HinweisgeberInnen und InteressentInnen, die sich per Twitter und eMail gemeldet haben!!! Bei passender Gelegenheit werde ich einen Beitrag zur „Visualisierung kollektiver Intelligenz“ nachholen.

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