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Ein BarCamp ist eine Konferenz. Eine Unkonferenz, eine Konferenz, die keine ist, aber weiß, dass es solche auch gibt. Beide Veranstaltungsformate sind Plattformen für den kollektiven Umgang mit Wissen. Das BarCamp ist eine im Vergleich sehr offene Form, sowohl bezogen auf den Teilnehmerkreis als auch bezogen auf die zu verhandelnden Themen. Programm und Inhalte werden von den Teilnehmern selber im Verlauf und abhängig von diesem Verlauf entwickelt. Ein BarCamp dient – anders als andere Tagungsformen – nicht hauptsächlich der Verteilung von Wissen, das schon feststeht, sondern fördert durch entsprechende Diskursformen die Produktion und Weiterentwicklung von neuem Wissen.

Diskursformen
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(Vilem Flusser: Vorlesungen zur Kommunikologie, S. 21ff)

Im Kreisdialog werden bestehende Informationen zu neuen Informationen synthetisiert. Im Dialog werden unter den hinsichtlich Vorwissen, Kompetenzen und Perspektive heterogenen Teilnehmern Bedeutungen ausgehandelt und nach gemeinsamen Nennern für zu lösende Probleme gesucht. Es entsteht neues Wissen.
Auch der Netzdialog spielt eine wesentliche Rolle. Es ist die archaische und basisdemokratische Form der Kommunikation: Klatsch, Tratsch, Flurfunk, Schulhof, Gerüchteküche und Internet sind typische Beispiele. Gemeinsam ist ihnen, dass jeder Beteiligte als Knotenpunkt im Netz ein potentieller Sender ist. Der Dialog kann sich ohne Einschränkungen und Regeln in alle Richtungen ausbreiten. Durch Zerstreuung und äußere Einflüsse kann bestehende Information transformiert und dadurch neue Information geschaffen.
BarCamps nutzen diese Effekte, indem intensiver Gebrauch von social media tools gemacht, Twitterwalls u.ä. als zusätzliche Kommunikationskanäle geöffnet werden und dem Socialising am Bistrotisch und in der Recreationarea besonderer Wert zugemessen wird.

Partizipation
Die Zeit für ernst gemeinte Theaterdiskurse, die das vermeintlich gesicherte Wissen im Modus one-to-many verteilen wollen, ist abgelaufen. Das funktioniert nicht mehr. Das hat z.B. der Eklat um den letzten Bundeskongresse der Kunstpädagogik gezeigt. Wir bewegen uns im Horizont und Kontext einer digital vernetzten Weltgesellschaft. Wir müssen uns orientieren an den Prinzipien des ins real life gestülpten Cyberspace: der Verbindung aller mit allen, der Schaffung virtueller Gemeinschaften, der kollektiven Intelligenz und der Medialisiserung radikaler Basisdemokratie.
BarCamp-artige Veranstaltungsformen scheinen die diesem Hintergrund angemessenen zu sein. Sie halten sich nicht mit der „Altgier“ und den unangebrachten Machtspielchen der Expertokratie auf, sondern setzen breit auf Partizipation.

ArtEduCamp?
Es liegt nahe, über BarCamp-artige Veranstaltungen im Rahmen des Gesamtprozesses, der den nächsten Bundeskongress buko12 bildet, nachzudenken. Was könnte ein ArtEduCamp sein? Was wären Themen, was konkrete Formen? Wer würde kommen? Wer würde sich wie beteiligen?
BarCamps befassen sich oft mit Gegenständen im Dunstkreis aktueller Medientechnologien. Das erklärt sich aus der Geschichte des Begriffs, muss aber eigentlich nicht so sein. Das Veranstaltungsformat hat unabhängig von konkreten Inhalten der BarCamps offensichtliche Ähnlichkeit mit der Open Space Methode, die thematisch nicht festgelegt und evtl. im Schulkontext hier und da schon weiter verbreitet ist. Insofern müsste sich ein ArtEduCamp thematisch nicht unbedingt an der Tradition der BarCamps orientieren.
Möglicherweise liegt das aber dennoch nahe? Das ist eine wirklich offene Frage. Es könnte sein, dass sich von dem Format eher jüngere Generationen angesprochen fühlen: Studierende, Referendare, wiss. Nachwuchs. Und es könnte sein, dass diese Generation mit aktuellen Medientechnologien relativ selbstverständlich umgeht und deshalb evtl ein Bedürfnis hat, gemeinsam darüber nachzudenken, warum die Bildungsinstitutionen von Schule bis Universität und Kunsthochschule offenbar keinen so selbstverständlichen Umgang mit den aktuellen Medientechnologien pflegen. Das könnte sein. Es könnte aber auch anders sein. Dazu würden mich Feedback und Kommentare sehr interessieren.

EduCamp
Zur Orientierung ein Blick auf die thematische Nachbarschaft (Dank an Ralf Appelt für die Textvorlage, aus der hier bzgl. EduCamp kopiert wurde): Ein EduCamp ist eine Unkonferenz mit Schwerpunkt auf pädagogische und erziehungswissenschaftliche Fragestellungen – meist (wie eben geschildert) mit Fokus auf den Bereich Medien & Bildung. Wie oben dargestellt werden die Inhalte des EduCamps nicht von den Organisatoren bestimmt, sondern von den Teilnehmern selber gestaltet. Dies können Workshops, Vorträge, Diskussionsrunden etc. sein. Es geht darum, gemeinsam an interessanten Themen zu arbeiten.
Teilnehmer sind Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen, Praktiker aus der Schule oder außerschulischen Bildungseinrichtungen, Erwachsenenbildner, Studierende und auch Vertreter kommerzieller Bildungsanbieter.

Praxis: Session anbieten
Teilnehmer die eine Session leiten möchten, stellen das Thema am Morgen kurz vor, per Aufzeigen wird die Zahl der Interessenten ermittelt und ein passender Raum zugewiesen. Es laufen immer so viele Sessions gleichzeitig wie Räume zur Verfügung stehen. Die Sessions sind in der Regel 45 Minuten lang, anschliessend ist 15 min. Pause, um etwas zu trinken, den Raum zu wechseln, … . Es ist möglich einen zweiten Slot zu belegen. Alle Teilnehmer sind gehalten, die Sessions aufzuzeichen, darüber zu bloggen oder in einer sonstigen Form der Allgemeinheit zugänglich zu machen, z.B. hier.
Es sollte nicht als unhöflich empfunden werden, wenn die Teilnehmer wärend der Session rausgehen. Oft wird erst in der Session klar, ob das Niveau und der Inhalt zum Bedarf der Teilnehmer passt.

Zu weiteren Inspiration und Imagination empfiehlt sich ein Blick auf die Dokumentation des 5. EduCamps in Hamburg, Februar 2010. Dort z.B. auch ein Beispiel für eine Sessionplanung.

ToDo
Und nun konkret: Ist ein ArtEduCamp vorstellbar? Ist es sinnvoll? Wer kommt? Wer mag sich in die Organisation mit einmischen? Fühlen sich Studierende, Referendare, Nachwuchswissenschaftler angesprochen? Wer noch? Was werden die Themen sein? Wo und wie wird gecamped? Wäre Köln interessant?
Ich bitte um Beteiligung via Kommentarfunktion!!

Abspann: The Rules of BarCamp
* 1st Rule: You do talk about BarCamp.
* 2nd Rule: You do blog about BarCamp.
* 3rd Rule: If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.
* 4th Rule: Only three word intros.
* 5th Rule: As many presentations at a time as facilities allow for.
* 6th Rule: No pre-scheduled presentations, no tourists.
* 7th Rule: Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.
* 8th Rule: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)

by Tantek Çelik as parodied from The Rules of Fight Club.

38 thoughts on “Was ist ein ArtEduCamp?

  1. Auch wenn das Art educamp grundsätzlich einen hierarchiefreien Austausch ermöglicht, gibt es ja dennoch nach wie vor Unterschiede im Bezug auf Wissen oder z.B. den wissenschaftlichen Status der Teilnehmer_innen, wodurch informelle Hierarchien entstehen würden. Gibt es Konzepte wie auch diese aufgebrochen werden könnten?

  2. finde das Konzept des EduCamps sehr ansprechend und sinnvoll, da es hierbei darum geht in einem kreativen Prozess, gemeinsam etwas zu erarbeiten. Das hier geförderte Prinzip passt in den Bereich der Kunstpädagogik, da es auf der einen Seite einen schöpferischen Umgang mit Inhalten fördert. Durch diese Methode können völlig neue Ideen erst entwickelt werden, was schwierig in der traditionellen Vermittlung von Wissen ist, da diese eher in einer starren Form der Wissensvermittlung stattfindet.. In Bezug auf die Pädagogik ist es sinnvoll, da ein gemeinsamer Austausch entstehen kann, wobei alle Beteiligten gleichermaßen miteinbezogen werden und mitgestalten. Die Rollenverteilung des passiven Zuhörerers, der nur bei Aufforderung reden darf und des Vortragshalters als aktiven Wissensvermittler, würde sich so aufheben und letztendlich eher ein gemeinsames Miteinander kreieren. Offene Strukturen fördern eher einen offenen Austausch, wobei das Ziel Konsens statt Diktat sein sollte.

  3. Wir finden es ist eine gute Idee, da sich viele unterschiedliche Menschen zu vielen verschiedenen Themen äussern können. Dabei ist es egal wie alt sie sind und welchen Beruf sie ausüben. Jeder kann seine Meinung äußern und sie persönlich vertreten. So bekommt man als Teilnehmer verschiedene Blickwinkel eröffnet.
    Jedoch könnte man eine Internetplattform einrichten, auf der man dann die allgemeinen Resultate veröffentlichen kann, so dass man immer darauf zugreifen kann und Vergleiche anstellen kann und so alles besser im Überblick hat, so dass auch „Nicht-Teilnehmer“ darauf zugreifen können.

    @Elena Müller: Unserer Ansicht nach, ist das Camp nicht dazu da so viel Wissen wie möglich zusammen zu tragen, sondern verschiedene Ansichten und Meinungen zu sammeln. Dabei ist es ja unwichtig, ob man Akademiker oder einfach nur Schüler bist. Die eigene Meinung und der darauf folgende Beitrag ist ja nicht vom Bildungsstand abhängig.

  4. Das Konzept ist gut, da jeder die Möglichkeiten hat sich einzubringen, Diskussionen zu eröffnen/ lenken. Zudem ist ein deutschlandweiter Austausch möglich.
    Aber birgt zuviel Freiraum nicht auch die Gefahr, dass es in den Diskussionen an Zielorientierung fehlt?

  5. @Student123:
    Eine Diskussion wird bei diesem Prinzip ja nicht mit einem Ziel gestartet. Denn der Informations- und Meinungsaustausch ist das Ziel, genau wie das Kennenlernen Anderer.

  6. @Tabea und Desire: das beantwortet meine Frage nicht. Informelle Hierachien führen üblicherweise eher zu einer Einschränkung der Diskussionsbreite als zu einer Ausweitung, da sich oft doch die etablierten Meinungen und Personen durchsetzten, auch oder gerade weil alle in der Debatte scheinbar völlig gleichberechtigt sind.

  7. Von einer Zielorientierung kann nicht die Rede sein wenn es ein offenes Forum ist dann werden auch keine Ziele vorgesetzt! Man reagiert nur lediglich auf Kommentare.
    Ich frag mich nur ob es nicht zu ständigen Kommuniikationsfehlern kommt.

  8. @ Tabea und Desire: Nach meinem Erachten greift es etwas zu kurz, „verschiedene Ansichten und Meinungen zu sammeln“.Zumindest für mich würde eine EduCamp-Teilnahme mit dem Wunsch/Ziel einhergehen, etwas zu lernen; nicht Wissen anzuhäufen, aber neue Erkenntnisse, Perspektiven zu gewinnen. Ich denke, dafür braucht es Experten, die in dieser Funktion auch explizit als solche genannt und anerkannt werden sollten. Und natürlich prägt der Bildungsstand die Meinung; jeder, der als Laie schonmal an einer Diskussion mit einem Experten teilgenommen hat, weiss das. Die Frage ist doch, wie man damit umgeht, so dass alle Beteiligten einen Gewinn daraus ziehen.
    Und eine fehlende Zielorientierung läuft Gefahr, in die Belanglosigkeit abzudriften. Zumindest müsste man Diskussionsziele gemeinsam aushandeln.
    @ Elena Müller: Ich stelle mir ebenfalls die Frage, wie man die informellen Hierarchien, die eben da sind, abbaut, bzw. genauer: wie man sie für alle Beteiligten nutzbar macht. Ich glaube, das hat viel damit zu tun, ob Experten ihr Wissen dazu nutzen, ihre Position zu sichern, was Barierren schafft(-), oder ob man sein Expertenwissen zur Verfügung stellt, um einen möglichst breiten Erkenntnisgewinn zu ermöglichen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass die Experten-Position/-Sichtweise hinterfragt wird, und ich glaube nicht, dass jedem das Recht ist.

  9. @ Elena Leussidis: Grundsätzlich stimme ich dir zu, allerdings glaube ich, dass jede_r von uns in gewisser Weise Expert_in zu einem Thema der Kunstpädagogik ist oder werden kann. Natürlich ist und bleibt es ein Unterschied ob man sich im Rahmen einer Hausarbeit oder eines Referats mit einem Thema intensiver befasst hat, oder ob man sein Expertenwissen in vielen Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit auf einem Gebiet erworben hat. Nichts desto trotz könnte ein reflektierter Umgang mit genau diesen Unterschieden ein Weg sein, um die (wie sie im Text bezeichnet werden) Machtspielchen der Expertokratie nicht dominant werden zu lassen. Die entsprechenden Denkanstöße müssten allerdings potentiellen Teilnehmer_innen schon vor dem Camp gegeben werden, um z.B. auch diejenigen zu ermutigen Workshops anzubieten, die von sich selbst zunächst nicht als Expert_in denken.
    Daneben wäre es mit Sicherheit sinnvoll schon vorher zu diskutieren, mit welchen Mitteln hierarchiearmes Diskutieren auch in solchen Gruppe gefördert werden kann, in denen die Bildung von Gesprächshierarchien sehr wahrscheinlich ist. Denn wenn man ganz ehrlich ist, sind wir (vor allem im Unialltag) Hierachien mehr als gewöhnt, so dass ein spontanes „Umgewöhnen“ in meinen Augen nicht funktionieren wird, selbst wenn das Art Educamp dazu grundsätzlich den Rahmen bietet.

  10. @Elena Müller
    Passt, ich glaube, wir denken in die gleiche Richtung. Z.B. käme man als Student wahrscheinlich nicht auf die Idee, eine Session anzubieten, obwohl wir zumindest im Hinblick auf die Bildungsinstitution Hochschule Experten sind für Potentiale und Defizite in der universitären Ausbildung aus der studentischen Perspektive.
    Auch wenn der Sprung jetzt vielleicht etwas weit ist: es gibt in der empirischen Schulforschung etwas, dass man Schülerorientierung nennt und das Verhalten der Lehrer zu den Schülern aus Schülerperspektive beschreibt. Dazu zählt z.B., wie gut es dem Lehrer gelingt, eine angstfreie Atmosphäre, eine „Fehlerkultur“ (für alle)zu schaffen…auch wenn EduCamp und Schulunterricht sich unterscheiden, in meinem vorherigen Kommentar wollte ich darauf hinaus, dass Machtspielchen der Expertokratie eben auch damit zusammenhängen, wie sehr man sich als Experte auf eine Diskussion mit Anwesenden, auf hinterfragende Fragen einlässt oder diese sogar willkommen heisst. Das entspricht wohl dem, was du Reflexion bzw. reflektierter Umgang nennst (oder da ordne ich das ein).

  11. Die Idealvorstellung bei diesen Diskussionen ist natürlich, dass hierbei keine Hierarchie entsteht, sondern eben eine Partizipation und Kommunikation aller mit allen. Dies setzt vorraus, dass sich ejder dazu aufgerufen fühlen sollte eigene Fragestellungen oder Interessante Ideen kommunizieren zu wollen und dies nicht aus der Position Schüler,Student,Lehrer,.. sondern aus der Perspektive eines Kunstpädagogen oder kunstpädagigisch Interessierten. Natürlich ist die Frage zu welchem Ziel diese Diskussionen dienen, aber ich finde auch, dass nicht nur Expertenwissen dazu dienlich sein muss eine neue Perspektive zu öffnen.
    Man möchte das was im letzten Kongress schief gegangen ist ausbessern und ich übernehme die Erwartung eines „kunstpädagogischen Generationengesprächs“ – dies setzt aber doch vorraus, dass man seine eigene Position als kompetent begreift Das beansprucht natürlich eine Offenheit und ein bisschen Mut, aber ich denke auch, dass es sehr fruchtbar sein kann.

    Elena Müller: Der Einwand ist berechtigt und der Fall kann eintreten, aber ist es dann nicht an einem Selbst das Gespräch so auszurichten, dass die eigenen Ziele erfüllt werden – informelle Hierarchien müssen ja nicht zwangsläufig negativ sein, sie sollten nur einem gemeinsamen Verständnis zugrunde liegen.

  12. @ Elena Leussidis

    Daraus ergibt sich auch für mich die Frage, welche Inhalte Studierende (also auch ich selbst) anbieten könnten und auch für diese Zielgruppe interessant sind.

    Spontan fällt mir dazu ein, dass ich gerne mal diskutieren würde, ob es dem fachpraktischen Anteil des Studiums gerecht wird, wenn Fachpraxis in Blöcken á zwei oder drei Stunden in den Stundenplan gepresst wird und die Arbeit außerhalb der Seminarzeiten oft aufgrund zeitlicher und räumlicher Einschränkungen, in Form und Umfang weit hinter dem zurückbleibt, was Studierende sich wünschen würden und was zudem für das Studium erforderlich ist. Ich bin gespannt, was die anderen Student_innen hier für Themen und Fragen im Kopf haben.

  13. @ Elena Müller
    Meine Meinung? Reicht nicht. Ich empfehle die Magister-Methode: zwei, drei Semester dranhängen und mit Zeit das machen, was man unbedingt machen will. Im Ernst, die Uni und darin eingebettet die Veranstaltungen haben nach meinem Erachten eher was von einer Gelegenheitsstruktur, und man sollte sich, wenn möglich, die Zeit nehmen, die man braucht – obwohl ich weiss, dass der Bachelor dazu nicht einlädt.

    Die Frage, die mir schon lange im Kopf rumschwirrt: Warum gibt es so wenige Veranstaltungen zur Fachdidaktik im außerschulischen Bereich? Die Debatte (auch die im Hinblick auf den Kongress)konzentriert sich doch letztendlich auf die Schule, es geht um curriculare Inhalte, um Gegenstände des Kunstunterrichts. Viele am Institut gehen aber nicht in die Schule, sondern in außerschulische Settings. Fühle mich ein wenig stiefmütterlich behandelt…ich würd mich ja schon freuen, wenn man Schule und außerschulische Institutionen im Hinblick auf ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede vergleicht…ich mein, wir gehen früher oder später vermutlich auch mal im (wie auch immer gearteten)Bildungsbereich arbeiten, fühle mich dafür (zumindest im Bereich Fachdidaktik) nicht gut vorbereitet.

  14. Durch die offenen Strukturen des Edu-Camps liegt es natürlich nahe gesellschaftliche Strukturen in Bezug auf Wissensvermittlung und damit verbundene Sozialisation generell zu hinterfragen-gerade in Bezug auf Pädagogik(wie ja hier schon angeklungen ist)
    Die zugrundeliegenden Strukturen innerhalb einer Gemeinschaft erzeugen soziale und letztendlich individuelle Realität.
    Das EduCamp bietet eine mögliche Basis für einen herrschaftsfreien Diskurs an. Die Prämisse sollte sein, insofern eine Thematik gemeinsam erarbeitet werden soll- wobei das Ziel eben noch nicht feststeht, sondern sich aus dem Verlauf der Diskussion ergibt, dass letztendlich das beste Argument gewinnt, worauf dann weiterhin aufgebaut werden kann(siehe Habermaß/Diskursethik).
    Mögliche Fragestellungen, die mich persönlich interessieren würden, könnten sein: Wie können Kinder zu mündigen Erwachsenen erzogen werden? Welche Strukturen sind hierfür förderlich und welche Strukturen verhindern Individuation?

  15. Eine Fragestellung, die uns interessieren würde wäre:
    Wie man die individuelle Entwicklung der Kinder, bezogen auf den Kunstpädagogischen Bereich, besser unterstützen kann und somit ihre induviduelle Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt.

  16. @Dani Ninkovic: Die Fragen wie Kinder zu mündigen Erwachsenen erzogen werden, und welche Strukturen man dafür benötigt, gehören doch eher in die Didaktik oder? Allerdings ist es im Bezug auf die Kunst interessant zu wissen, wie man Kindern und auch Erwachsenen etwas mit Werken mitgeben kann, sei es nur ein kleiner Gedanke oder eine kleine Denkanregung..

  17. @Tabea: Ist wohl abhängig vom Kunstbegriff bzw. den Potentialen, die man der Kunst unterstellt. Man kann die Fragestellungen von Dani Nikovic in der Allgemeinen Pädagogik verorten, sie können aber trozdem zu einer genuin kunstpädagogischen Fragestellung werden. Ansätzen wie z.B. die Künstlerische Bildung geht es ja um diese Fragestellungen (z.B. Was kann Kunst dazu beitragen, damit der einzelne sich in der Welt verorten kann?). Das ist insofern interessant, als dass es über Fragestellungen wie „Was sind die formalen Eigenschaften des Expressionismus?“ oder „Welchen Binder brauche ich zur Mischung von Acrylfarben?“ hinausgeht bzw. grundlegender ist.
    Finde es interessant, mal aus der studentischen Perspektive zu erfahren, mit was für studiumsbezogenen Fragen wir so schwanger gehen. Eigentlich erstaunlich, wie wenig Raum es dafür an der Uni gibt.

  18. Es würde mich interessieren, welche Berufsfelder und Beschäftigungs-möglichkeiten es für Kunstpädagogen im außerschulischen Bereich gibt. Wie bereits in einem anderen Kommentar erwähnt wurde, sind die Inhalte unseres Studiums sehr stark auf eine Tätigkeit in der Schule ausgerichtet.

  19. Die Idee eines ArtEduCamps finde ich wie andere moderne Konzepte alternativer Unterrichtsformen sehr interessant und bestimmt auch ergiebiger als gewohnte Vermittlungsformen von Wissen. Es sind aber auch zuallererst Konzepte, die in den festgefahrenen Bildungsstrukturen durchgesetzt werden und sich verfestigen müssen. Man kann viel darüber in Foren diskutieren und schreiben, aber es alles umzusetzten und mit den anderen daneben immer noch existierenden Unterrichtsformen abzustimmen ist eine Herausforderung für sich. Wie an dem Beispielplan eines BarCamps zu sehen war, ist ein solches Programm oftmals nur am Wochenende oder in einer extra dafür freigestellten Woche realisierbar, denn in der restlichen für das Lehren und Lernen zugewiesenen Zeit findet das immer noch dominante „One to Many“-Lernen statt, das oft noch als das „richtige“ Lernen angesehen wird und alles andere ist nur schöne „Freizeitbeschäftigung“, wenn man Zeit hat.
    Ich glaube, dass, bevor sich ein solches Projekt überhaupt realisieren lässt, und zwar in seinem vollen Ausmaß, sich ersteinmal ein „Strukturwandel“ des Lehren und Lernens in den Köpfen von Schülern/innen, Studierenden, Lehrern/innen und Professoren/innen vollziehen muss, damit ein solches ArtEduCamp nicht als bloße „Modeerscheinung“ für alternativ eingestellte Leute am Wochenende bleibt.

  20. Ich denke gerade eine Universität wie die in Köln braucht dringend neue Plattformen der Diskussion und des Austauschs. Die Möglichkeit einen Einblick in die Ausbildungsschwerpunkte und die damit verbundenen Gedanken von Studierenden, Dozenten usw. anderer Universitäten zu erhalten und mit diesen darüber zu diskutieren, könnte gerade für die Uni Köln eine erweckende Wirkung haben. Dabei spielt es meiner Meinung nach keine Rolle ob der Austausch komplett „herrschaftsfrei“ geführt wird, sondern um überhaupt die Möglichkeit zu haben eigene Ideen und Meinungen zur Diskussion zu stellen.
    Kurze Einheiten, viele Angebote und die Möglichkeit die Session bei Nichtgefallen zu verlassen wirken sich bestimmt positiv auf die einzelnen Sessions aus.
    @ Darja S. : Meinst du nicht, dass ein ArtEduCamp einen solchen „Strukturwandel“ einleiten kann?

  21. Betrachtet man das ArtEduCamp im Kontext der Universität, denken wir, dass es die Ausbildung verbessern würde.

    Durch die vielen „flexiblen“ und unterschiedlichen Sessions, die Angeboten werden, können sich die Teilnehmer den Themen widmen, die sie interessieren und die sie für ihre Ausbildung als essentiell betrachten. Aber auch kann auf wechslende und sich verändernede Bedürfnisse schneller reagiert werden. Aktive Teilnehmer nehmen Defizite wahr und können Sessioins selber anbieten zu den Themen, die sie interessieren und noch nicht angeboten werden.

    Auch die offene Diskussionsform der vernetzten Kommunikation muss stärker Einzug in die Universitäten und Schulen finden, denn dies ist die Art der Kommunikatuion die uns immer stärker begegnet und wir auch selbst führen. Denn dies ist die Art, wie die SuS miteinader kommunizieren, sodass man die SuS auf diesem Wege besser für den Unterricht aktivieren kann.

    Erst durch das Diskutieren mit anderen setzt man sich mit dem Gegenstand konkret auseinader und Denkprozesse werden in Gang gestezt. Durch das Hinterfragen und dem Nachdenken über das Diskutierte, kann ich Erkenntnisse gewinnen (positiv, wie aber auch negativ). Die übliche Kommunikationsform „one-to-many“ verleitet dazu, die Gegenstände lediglich aufzunehmen und nicht weiter zu hinterfragen.

    @ Darja: Wir sehen die Probleme auch. Es wird schwierig sein, etwas Neues zu schaffen und feste/starre Strukturen aufzugeben. Denken aber trotzdem, dass ein Wandel stattfinden muss und wird, wenn auch nur langsam.

  22. Ja, wahrscheinlich muss es erst „im Kleinen“ anfangen und vielleicht zuerst auch nur als ein Zusatzangebot, bis dann irgendwann auch die Mehrheit der Lehrenden (und Lernenden!) davon überzeugt sind, dass solche Lernmethoden einfach viel ergiebiger und erfolgversprechender als herkömmliche Vermittlungsformen von Wissen sind.

  23. Im Zeitalter der social media society ist es unbedingt von Nöten die verankerten Strukturen aufzubrechen und neue Plattformen, die mediale und gleichberechtigte Diskussionen zulassen, auch im Bereich der Pädagogik zu nutzen.
    Der vernetzte Informationsaustausch ist allgegenwärtig und ermöglicht freie und viel tiefer gehende Diskussions- und Denkmöglichkeiten, im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht (bzw. Vorlesungen oder Seminare), da gezielte Fragen und Themen über einen weiteren Zeitraum intensiver behandelt werden können.

    Wir würden gerne mal konkrete Beispiele hören, wie so ein Camp denn aussieht, denn zurzeit finden wir die Idee noch sehr abstrakt, wenn doch höchst interessant.
    Unsere Gruppe wäre jedenfalls nicht uninteressiert, wenn ein ArtEduCemp in Köln angeboten werden würde.
    Welche Fragen würden diskutiert werden? Ist die Frage, wie der Kunstunterricht von Morgen aussehen soll und welche Rolle das web 2.0 darin spielt, diskussionswürdig? Und welche Auswirkungen hätten die Ergebnisse und Schlüsse, zu denen man kommt?
    Wir finden das Projekt sehr spannend, aber können uns noch nicht genau vorstellen wie es abläuft.

    Sonja, Flo, Sarah

  24. @Darja S.: Wir denken, dass ein Zusatzangebot seltener und uneffektiver angenommen wird als eine gesamte Umstrukturierung.
    Ein offener Rahmen mit freiwilliger Teilnahme ist für die Diskussion sicherlich sinnvoll und entspricht auch eher unseren Vorstellungen einer freien Hochschule. Allerdings drängt einen das jetzige (und wohl auch zukünftige)
    Hochschulsystem dazu, Veranstaltungen mit Scheinvergabe und Anwesenheitslisten den Zusatzangeboten vorzuziehen.

    Leider passt das ArtEduCamp nicht zum System. Oder sollen die Bachelorstudierenden zur Belohnung für ihre Diskussionsbeiträge Credit Points bekommen??? Dadurch wären die Beiträge oft nicht aus Interesse, sondern aus Leistungsdruck. Man müsste also das Hochschulsystem an ein ArtEduCamp anpassen – uns wäre das mehr als recht!

    @Daniel Berg: Natürlich wäre gerade die Universität zu Köln ein Ort, an dem ein ArtEduCamp besonders gelingen könnte. Alleine durch die große Masse an Studierenden, durch die vielen verschiedenen Studiengänge, also durch die so unterschiedlichen Lernenden würde sicherlich ein qualitativ hochwertiger Austausch entstehen. Würde das ArtEduCamp einmal stattfinden, wären wahrscheinlich viele Lehrende und Lernende der Universität zu Köln im Vorweg sehr skeptisch, jedoch glauben wir, dass schließlich doch viele dieses Angebot des Wissensaustausches annehmen würden und das ganze ArtEduCamp in jeder Hinsicht ein großer Erfolg werden würde.

    @sonja, flo und sarah: wir finden auch, dass solch ein ArtEduCamp etwas sehr Abstraktes an sich hat, aber wir glauben, dass es sich in der Durchführung als extrem spannend und lebensnah herausstellen kann. Denn da die Themen ja von jedem Einzelnen vorgeschlagen werden und jeder Teilnehmer selbst entscheidet, wo, womit und wie lange er sich in den einzelnen Gruppen einbringen kann, können die unterschiedlichsten Interessen, Problematiken, Visionen und Kernpunkte diskutiert werden. Eine von uns hat schon einmal bei einem ähnlichen Verfahren teilgenommen… bei der Methode eines „Open Space“, die ja auch schon genannt wurde, und hat sehr positive Erfahrungen machen können. Jeder Teilnehmer konnte ein Thema nennen mit dem er sich gerne beschäftigen würde oder das ihm wichtig ist zu diskutieren…musste aber nicht… man konnte auch einfach an den Gruppen teilnehmen ohne ein Thema vorzustellen. Daraufhin wurden die entstandenen Gruppen auf die verschiedenen Tageszeiten und die zur Verfügung stehenden Räume verteilt… man konnte dann selbst entscheiden wann man wo hingehen und wie lange man bleiben wollte. So waren in jeder Gruppe immer nur Leute, die sich auch wirklich für das thema interessiert haben und es kamen sehr produktieve Ergebnisse zu stande.
    So ein „Open Space“ ist ja im Endeffekt fast genau das Gleiche, wie so ein Camp… nur dass es wohl beim ArtEduCamp, so wie wir es verstanden haben, um Fragen gehen soll, die speziell uns Kunstpädagogen beschäftigen. Zum Beispiel was wir in unserer Ausbildung vermissen; Verbesserungsvorschläge; Themen zu bestimmten Ideen die man hat, z. B. zur späteren Unterichtsgestaltung, die man vielleicht gerne mit anderen thematisieren würde; thematische Ansätze die man selbst sehr interessant findet und die man anderen mit auf den Weg geben möchte; oder man hat vielleicht sogar selbst ein Kozept entworfen und will das mit anderen durchdenken und prüfen…. oder man weiß im Vorfeld gar nicht, was man selbst da überhaupt einbringen kann und soll, aber da man ja Zeit hat, sich im Vorfeld schlau zu machen und sich vorzubereiten, wird vielleicht sogar auf diese Art ein ganz bestimmtes Thema transparent, für das man sich brennend interessiert. Wir denken, dass sicher eine Menge Ideen, Fragen, Problematiken und Zukunftsvisionen zusammen kommen würden und dass ein solches Camp ein idealer Pool wäre, um einmal mit den unterschiedlichsten Menschen über die unterschiedlichsten Themen ins Gespräch zu kommen… was für Themen behandelt werden und wie vielseitig das ganze wird, hängt, denken wir, einfach davon ab, wer mitmacht und sich beteiligt…
    naja … so haben wir es verstanden… keine Garantie für Richtigkeit… aber vielleicht hilfts ja weiter… 🙂

  25. Dazu kommt, dass sich an einer solchen Diskussion wahrscheinlich nur themenspezifische Interessierte beteiligen, die dazu wahrscheinlich auch in ihrem Feld, eben durch dieses Interesse, Spezialisten sind. Wahrscheinlich auf amateurhafter Ebene, was aber in keinem Fall negativ sein muss, da sich diese, so denken wir, intensiv mit einem Bestimmtem Teil der Thematik auseinander setzen. Hierdurch entsteht natürlich ein viel hochwertigeres, effizienteres und inovatieveres Ergebnis, als bei einer „normalen“ Debatte mit ein paar Experten und Laien. Die Mischung der Branchen fördert dies zusätzlich, da jeder Experte einen anderen Blickwinkel aus seiner Branche mitbringt, und diesen in die Diskussion einfließen lassen kann. Es ist eben nicht so, dass sich, wie in unserem Fall bspw. nur Studierende, Lehrer, Professoren, Dozenten oder Pädagogen austauschen, die eben durch ihre Branche mehr oder weniger die Selben Vorstellungen haben, sondern eben alle themeninteressierte Spezialisten aus allen Branchen, was eine vielschichtige Reflektion der Problematik bewirkt.

  26. Liebe Leute,
    wir haben Bock auf ein ArtEduCamp, sollen wir nicht einfach so ein Camp organisieren und mal ausprobieren, dann wird das schon kronkreter. Muss ja nicht in einem riesigen Rahmen sein.

    sonja, flo, sarah

  27. Nachdem wir hier erstmals von einem BarCamp in Form eines ArtEduCamps gehört haben, standen wir dieser Idee eher skeptisch gegenüber. Ein Zusammentreffen in Form eines BarCamps, war bzw. ist neu für uns, und die Idee dieses Camps schien abstrakt. Mit der heutigen Seminarsitzung („social media“) hat sich diese Idee jedoch ein Stück weit konkretisiert.
    Die Tatsache, dass es ein ArtEduCamp noch nie gab, macht es doch in gewisser Weise interessant.
    Es wäre mit Sicherheit sinnvoll ein solches Camp einmal im kleinen Rahmen durchzuführen, um bei Erfolg ein größeres Treffen zu publizieren. Unser Seminar würde durchaus Inhalte für einige Sessions bieten. Uns würde interessieren, wie die einzelnen Tools im Unterricht tatsächlich eingesetzt werden können. Zu jedem Tool könnte man eine Session anbieten.
    Hier kann bestimmt ein fruchtbares Zusammentreffen aus Studenten, Referendaren, Lehrern, Professoren und vielleicht sogar Schülern entstehen. Schüler hätten hier die Möglichkeit ihre Wünsche zu äußern und Lehrkräfte könnten realistisch einschätzen, inwiefern Ideen auch im Unterricht umgesetzt werden können.
    Wir denken, ein ArtEduCamp in Köln ist mit Sicherheit eine gute Sache!

  28. Ich finde ein ArtEduCamp sehr ansprechend. Ich könnte mir vorstellen, dass dort viele „kreative Köpfe“ zusammen kommen. Im Rahmen des Studiums wäre es ein Novum, das auf jeden Fall althergebrachte Strukturen aufbrechen könnte. Besonders erfolgreich wird das Camp bestimmt, wenn aus vielen unterschiedlichen Bereichen (Universität, Schule, Künstler etc.) Personen dort teilnehmen und aus ihren verschiedenen Sichtweisen Ideen mit einfließen lassen (Die Mischung macht’s!). Um das ArtEduCamp zu erproben, halte auch ich einen kleinen Rahmen zunächst für sinnvoll!

  29. Wenn es möglich wäre, die Vorbereitung eines ArtEduCamp als Seminar im nächsten Semester anzubieten, dann würde sich bestimmt eine zuverlässige Gruppe an Interessierten zusammen finden, um ein ArtEduCamp auf die Beine zu stellen. Man hätte einen festen Termin und würde regelmäßig an dem Projekt arbeiten und zum Ende des Semesters könnte es in Köln stattfinden.

  30. Ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen. Nach der klärenden letzten Seminarsitzung bleibt kein Zweifel, dass ein ArteduCamp eine spannende, sinnvolle Sache ist.

    Besonders positiv finde ich, dass sich an einer solchen Diskussion jeder Teilnehmer beteiligen kann, während z.B. in einer mündlichen Diskussion in einer Klasse viele nicht die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen.

    Trotz der Gefahr hier einfach nur alles „nachzuplappern“ was bereits einige zuvor erwähnt haben, sehe auch ich Probleme in Überschaubarkeit und Themenwahl und Unklarheiten in der praktischen Umsetzung: Viele haben ähnliche Ansichten. Vieles wird wiederholt oder missverstanden werden…
    Wie wird das gemeistert?

    Für ein EduCamp im Bereich Kunst finde ich die Möglichkeit interessant, über die Schrift hinaus auch Bildmaterial in die Diskussion mit einbeziehen zu können. Vieles klärt sich durch eine Skizze oder ein Bilderbeispiel viel schneller und deutlicher. Ist sowas vorgesehen?

  31. Im Laufe der Woche habe ich mir ein paar Gedanken über die möglichen Themen für die Sessions gemacht und notiert. Mich würden folgende Themen interessieren: Die postmoderne Kunst und ihre Ästhetik. Was ist ein Kunstwerk und was nicht? Wie bekämpfe ich die Interesselosigkeit an Kunst in der Schule?

  32. [quote]BarCamp-artige Veranstaltungsformen scheinen die diesem Hintergrund angemessenen zu sein. Sie halten sich nicht mit der „Altgier“ und den unangebrachten Machtspielchen der Expertokratie auf, sondern setzen breit auf Partizipation.[/quote]

    Dem würde ich so zustimmen. Eine andere Frage stellt sich im Interesse am „ArtEduCamp“ – Wird durch die Konzept- und Diskurslastigkeit des Konstrukts „EduCamp“ nicht ebenso eine quasi-hierarchische Ebene des abstrakten Formats geschaffen, die Teilnahme oftmals ebenso unterdrückt?
    Da sehe ich einen Widerspruch, der mir auch immer wieder in gegenwärtiger Kunst- und Kulturpraxis auffällt.

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