Promotionen

 

Gesine Hopstein (Erasmus-Gymnasium Grevenbroich)

(Schriftliches) Kommentieren über eigene Gestaltungen im Kunstunterricht als Reflexions- und Kommunikationsinstrument (Arbeitstitel)

Empirische und theoretische Studie über die Funktion und Methoden der Kommentierung eigener Gestaltungen im Kontext von Kunst und Kunstpädagogik.

 

Kristin Klein (Universität zu Köln)

Navigating the Present, Prototyping the Future. Kunstpädagogik im Kontext digitaler Kulturen (Arbeitstitel)

Aus der gegenwärtig engen Verflechtung von Kunst und digitaler Technologie gehen tiefgreifende Veränderungen in der Produktion, Distribution und Rezeption von Kunst hervor. Zugleich konzipieren Künstler*innen aktiv neue Strategien im Umgang mit digitalem Wandel. Beide Aspekte sind für die Weiterentwicklung von Praxismodellen in der Kunstpädagogik interessant. Meine Dissertation im Rahmen des Forschungsprojekts Post-Internet Arts Education Research basiert auf der Annahme, dass Digitalisierungsprozesse und ihre Effekte durch die Beobachtung künstlerischer Diskurse rekonstruiert werden können. Sie verbindet diskursiv-theoretische und empirische Ansätze in I) einer breit angelegten Kartographie von Themen und theoretischen Clustern von Kunst im Kontext digitaler Kulturen und II) einer qualitativen Interviewstudie mit Künstler*innen, die entlang der Grounded Theory Methodologie untersucht, inwiefern traditionelle Konzepte der Kunsttheorie sowie -pädagogik sich vor dem Hintergrund digitaler Transformation verändern bzw. ausdifferenzieren. Ziel der Arbeit ist die Ableitung von Konsequenzen für die kunstpädagogische Praxis unter postdigitalen Bedingungen.
kristin-klein.net

 

Gila Kolb (Universität zu Köln)

Zeichnen können. Studien zu einem Paradigma der Kunstpädagogik

Die Arbeit befragt den Könnensbegriff in der Kunstpädagogik vor dem Hintergrund des Zeichnens im Kunstunterricht. Innerhalb einer qualitativ – empirischen Erhebung wird aufgezeigt, was SchülerInnen im Kunstunterricht unter einer „guten Zeichnung“ verstehen und wie sie diese anfertigen. Zusammen mit einer ideengeschichtlichen Analyse der aktuellen Konzepte des Könnens legt die Untersuchung Grund für einen aktualisierten Begriff von Können im Kunstunterricht.
aligblok.de

 

Willy Noll (Universität zu Köln)

Kunstunterricht in der Grundschule als medialer Anfangsunterricht

Das Forschungsprojekt befasst sich mit den Schnittmengen zwischen Kunst, Medien und Pädagogik im Kontext Schule. Explizit werden die Möglichkeiten der fächerübergreifenden Implementierung von Medienbildung in die Primarstufe unter dem fachspezifischen Verständnis aktueller Medienkultur erforscht.

 

Britta Laura Schäfer (Dreikönigsgymnasium Köln)

Kunstunterricht diskriminierungskritisch verhandelt (Arbeitstitel)

Die kumulative Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, wie Kunstunterricht machtsensibel und diskriminierungskritisch durchgeführt werden kann. Anhand der Befragung postkolonial-kritischer Positionen und des aktuellen kunstpädagogischen Diskurses einerseits und andererseits von Beobachtungen im Schulalltag werden Implikationen für eine diskriminierungskritische Unterrichtspraxis zu zentralen Aspekten des Kunstunterrichts erarbeitet.

 

Yi Meng

Art communication in a Postdigital Age

The model of art communication is analyzed in the condition of the postdigital era. Based on the fact that the Internet has expanded the types of audiences, how postdigital condition affects the reception and the redistribution of the audiences are discussed.

 

Abgeschlossene Promotionen

Konstanze Schütze

Bildlichkeit nach dem Internet. Aktualisierungen für eine Kunstvermittlung am Bild.

Schriftenreihe Kunst Medien Bildung, Bd. 3, München 2020.

Nie zuvor stand das künstlerische Bild in seiner Bedeutung so sehr infrage wie unter den Bedingungen der Gegenwart. Die massenhafte Produktion und Verbreitung digitaler Bilder bedingt eine strukturelle Unverfügbarkeit von Originalen und etabliert das Primat der Kopie. Obwohl der internationale Kunstmarkt nach wie vor Höchstpreise für einzelne Kunstwerke erzielt, scheint das künstlerische Bild langsam im Meer der visuellen Äußerungen unterzugehen. Büßt die Kunst damit auch ihre seismografischen Qualitäten und kritischen Potenziale ein oder kann sie ihre Rolle als Instanz gesellschaftlicher Reflektion erhalten? Die Autorin untersucht das künstlerische Bild der Gegenwart in seinen Wirkungszusammenhängen als Denkmodell und Akteur. Sie zeigt auf, wie fundamental das, was Kunsttheorie und Kunstpädagogik bisher als Einzelbild beschrieben haben, Veränderungen unterworfen ist. Dagegen setzt sie ein Verständnis von Bildergruppen und Bildkomplexen, in denen das Einzelbild heute eingebettet ist, und arbeitet das Potenzial dieser produktiven Überlagerungsverhältnisse als bodies of images heraus. Das Buch ist gleichzeitig ein leidenschaftliches Plädoyer für eine zukünftige Kunstpädagogik, die auf die veränderten Anforderungen mit neuen Werkzeugen, Strategien und Haltungen reagiert. Es bietet Impulse für kritisches kunstpädagogisches Handeln und fordert eine Aktualisierung im Umgang mit dem Bild.

 

Gesa Krebber (Universität zu Köln)

Kollaboration in der Kunstpädagogik

Studien zu neuen Formen gemeinschaftlicher Praktiken unter den Bedingungen digitaler Medienkulturen

Aktuell rücken Phänomene der Kollaboration ins Zentrum. Mit der Forschungsarbeit geht die Kunstpädagogin Gesa Krebber Formen der Kollaboration auf die Spur. In der Exploration rücken dabei neue Formen der Gemeinschaftlichkeit und Zusammenarbeit im digitalen Kontext in den Fokus, bei der eine Vielzahl von Akteur*innen komplex interagieren. In diesen meist impliziten Kollaborationsphänomenen liegt ein Transformationspotential für die Kunstpädagogik zu Grunde, das es zu beschreiben und zu nutzen gilt. In ihrer Analyse ermittelt Gesa Krebber einen aktuellen kunstpädagogischen Begriff von Kollaboration, der quer durch bestehende Konzepte und Kategorien greift. Was ist unser Verständnis des lernenden und ästhetisch agierenden Subjekts? Wie fokussiert sind wir auf das Geniekonzept? Die von Krebber entwickelte kollaborative Perspektive eröffnet neue Anschlüsse zu einer Vielzahl kunstpädagogischer Debatten und kunstdidaktischer Arbeitsweisen in der digitalen Medienkultur. Innovativ ist die vielperspektivische, situative Herangehensweise, bei der akademische Theorien und Praxiswissen verflochten werden.

Die Promotion wird in Kürze im kopaed-Verlag München in der Schriftenreihe der Wissenschaftlichen Sozität Kunst Medien Bildung erscheinen: www.kopaed.de/kopaedshop/?pg=2_16&qed=53&pid=1228

 

Florian Pfab (Universität Regensburg, Erstbetreuung Prof. Dr. Birgit Eiglsperger)

Kreativität im künstlerischen Gestaltungsprozess – Entwurf einer Systemtheoretischen Definition

Ziel der Arbeit ist es, den Begriff der Kreativität systemtheoretisch anhand des künstlerischen Gestaltungsprozesses zu erklären, damit er in einem kunstpädagogischen Kontext besser verstanden und dadurch auch besser gelehrt werden kann.

Kommentare sind geschlossen.