Das Morgen trifft auf vorgestern

Heute morgen überrascht mich die taz mit der Ankündigung, ab sofort in loser Folge das „Lernen2.0“ zu beleuchten: Mit Reportagen aus Laptop-Klassen, Portraits von Lernen mit Blogs und Wikis, Interviews mit Vordenkern des neuen Lernens. (siehe diesen Artikel, Randbemerkung)

Das hat mich relativ verblüfft, weil das Buzzword „Lernen2.0“ zwar durchaus schon hier und da aufgetaucht ist, aber ich es als noch nicht so schwerwiegend angesehen hatte, dass die taz gleich eine Folge dazu anschiebt. Aber vielleicht bewegen sich die Dinge doch viel schneller als gedacht …

Passend zum Geschwindigkeitsthema lese ich um 16:12 Uhr eine mail, die ralfa um 13:57 Uhr herumschickte (erste Kommentare von roitsch um 14:29) mit dem Hinweis auf die neue Kampagne der Kaplan-University, aufgeschnappt „natürlich per twitter“, wie ralfa schrieb (um z.B. mich endlich zum aktiven Twittern zu überreden): twitter.com/OwenKelly/status/1101716232 (thanks Owen!!).

Und dann überrascht mich der Clip selbst auch noch wieder bzgl. Geschwindigkeit der Change-Management-Prozesse … „I stand before you today …“, spricht der Hochschullehrer da, „… to apologize. The system has failed … “ – Wer hätte das (jetzt schon) erwartet? Ein (Hoch-)Schullehrer, der sich für das Bildungssystem entschuldigt „steeped in traditions and old ideas“ – unbedingt angucken!!

The times they are a changing …

4 Replies to “Das Morgen trifft auf vorgestern”

  1. Das ist ja tatsächlich ein ausgezeichneter Grund, ab und an mal wieder in die gute, alte taz zu schauen! Überrascht mich auch sehr, aber die sind ja zwischendurch auch für einen großen Wurf gut (damals die „sozialkunde“-Kolumen von Dirk Baecker).
    Du könntest ja in Anbetracht der angekündigten losen Veröffentlichungsweise an den betreffenden Tagen ’nen kurzen Hinweis twittern… 😉

    Und die Kampagne der Kaplan University? (von der ich natürlich auch zuerst bei den Microbloggern las – die den konventionellen Blogs das gelbe Trikot für kurze Kommunikationswege mittlerweile wohl eindeutig abgenommen haben: Evolution im gefühlten Wochentakt) – Die Kampagne ist jedenfalls großartig, insbesondere die Videos gefallen mir ausgesprochen gut. Und natürlich das „Technology has reinvented how you play, shop, and even date. Why not how you learn?“-Poster. Genau unsere Message.

    P.S.: Dylan?

  2. Ja, das wäre wohl denkbar, dass ich jeweils einen Hinweis auf die Lernen2.0-Beiträge twittere.

    Und Dylan… ja, sorry, das ist wohl total *90er-mäßig*, ach nein, *70er-mäßig* sogar, jedenfalls *old-school-mäßig*, dass mir das zwar nicht *immer noch*, aber *wieder* dazu einfällt.

  3. Mir hat auch die Aussage „We’re a completely different kind of university. … One that puts education above tradition.“ sehr gut gefallen.

  4. Die romantische „It’s your time“-education-Eloge zitiert „sturzamerikanischen“ Pioniergeist. Die mobilisieren den Aufbruch der Gründungsväter – mal wieder.
    Da wirst Du jetzt nicht anfangen, Dich für Deine Sozialisation und die damit verbundenen Assoziationen zu entschuldigen. Also bitte.

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