Schlagwort-Archive: user_art

Kontrolle und Kontrollverlust im Zeitalter der Postironie

postirony_small

Im Rahmen der Ringvorlesung Medien & Bildung: BEAUTY IS THE NEW PUNK
Kontrolle und Kontrollverlust im Zeitalter der Postironie. Performativer Vortrag mit Com&Com (Zürich) und Theresa Rieß (Kassel)

Dienstag, 07.07.09
18:15 – 19.45 Uhr
Von-Melle-Park 8, Raum 504

Anschließend:

POSTIRONISCHE PARTY
ab 20:30 Uhr, Astra Stube, Max-Brauer-Allee 200

more info

Projektseminar: Kommunikation und kulturelle Innovation im Zeitalter der Postironie und Utopie 2.0 (in Kooperation mit dem Schweizer Künstlerduo Com&Com)

Sommersemester 2009: In Kooperation mit Theresa Rieß (kiss-Stipendiatin, Kunsthochschule Kassel) und Johannes M. Hedinger (Com&Com)

Das Künstlerduo Com&Com, einst selbst durch ironische Zitatwerke bekannt geworden, riefen für 2009 das Jahr der Postironie aus. Programmatisch steht am Anfang ein Manifest: http://www.postirony.com. Unter diesem Dach wird es verschiedene Manifestationen geben, mindestens eines auch auf dem Campus der Universität Hamburg: „Unbuilt road #1“ (Arbeitstitel) ist ein Projekt, bei dem unrealisierte poetisch bis verrückte Ideen und Träume aufgespürt, sichtbar gemacht und teils realisiert werden.
Anhand des Projektes lassen sich Schnittstellen zwischen realen und virtuellen Räumen, zwischen Wünschen, Sehnsüchten und Lebenswirklichkeiten untersuchen. Das Seminar kreist um Themen wie Kreativitätstechniken, Partizipationsprozesse, kulturelle Innovation, Agenda-Setting, virales Marketing und visuelle Kommunikationsstrategien in social networks und collaboration webs, aber auch um soziale Utopien, Bildungsideale, Nachhaltigkeit, neue Emotionalität und die ungebrochene Schönheit (Beauty is the new Punk).

[Weiterlesen unter Lehre]
[Weiterlesen bei postirony.com]

Fragen zur Kunst (documenta-dock.net)

Bernhard Balkenhol fasst die grundlegende Idee des Konzepts quasi schlüssig zusammen: „Gegenwartskunst ist eigentlich nicht schwer zu vermitteln, weil man selbst ja Bestandteil dieser Gegenwart ist. Wenn man diese Gegenwart als Gegenwart ernst nehmen würde, hätte man wahrscheinlich weniger Probleme, diese Kunst ernst zu nehmen und damit die Kunst auch zu verstehen.“

Er meint das zwar gar nicht explizit bezogen auf das Projekt Fragen zur Kunst, sondern antwortet allgemein auf die Frage „Warum ist zeitgenössische Kunst so schwer zu vermitteln?“ Aber für das Konzept des Projekts passt es auch: Aktuelle Medientechnologie wird genutzt, um Zugänge zur aktuellen Kunst zu schaffen. Die Gegenwart wird als Gegenwart ernst genommen, indem Gegenwartsmedientechnologie verwendet wird, um Gegenwartskunst zu vermitteln.
Weiterlesen

Betriebsausflug ins ZKM

karlsruhe.jpg

Weil ein Großteil der studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter des *mms, des elb und der vielen Projekte studierend oder lehrend am MA-Studiengang ePedagogy Design beteiligt sind, kann man fast von einem Betriebsausflug sprechen, wenn wir vom 3. bis zum 6. April 08 nach Karlsruhe ins ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie fahren, um dort gemeinsam mit den Partnern aus Helsinki und Rotterdam ein international seminar zu veranstalten. Im Zentrum des diesjährigen Seminars steht die ZKM-Ausstellung YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten (über die ich schon berichtet hatte: hier und hier). Nach einigen „international seminars“ an den 3 Hochschulstandorten Helsinki, Rotterdam, Hamburg (atmosphärische Eindrücke siehe hier) tagen wir erstmalig an einem „neutralen“ und allerhöchst interessantem Ort, inkl. Führung durch den Chef, Peter Weibel, persönlich.

YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten

Nachdem das Time-Magazine Dich zur person of the year 2006 erkoren hatte, rückst Du nun auch im ZKM Karlsruhe in den Mittelpunkt: Du bist Inhalt der Großausstellung YOU_ser (21.1.0.07-6.1.09).

Im Konzept spricht Peter Weibel (voll web2.0-kompatibel) von einer neuen Nutzerkunst: Im 21. Jahrhundert erzeugt nun der Betrachter durch die Möglichkeiten des Internets auch die Inhalte der Kunstwerke, die untereinander ausgetauscht und im Netz frei verteilt werden können. Der Betrachter wird zum Nutzer/User. Die Ausstellung YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten zeigt in den nächsten ein bis zwei Jahren mit wechselnden Kunstwerken und Positionen erstmals Konturen dieser neuen Nutzerkunst.