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Koevolution und Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Vom 14.-16.9.11 findet in Frankfurt/M eine wirklich interessante Tagung statt. Manfred Faßler hatte eingeladen, anlässlich der tiefgreifenden und mit großer Geschwindigkeit sich verändernden wissenschaftlichen, technologischen und medialen Bedingungen menschlicher Lebensorganisationen und deren Auswirkungen auf weltweit alle sozialen, ökonomischen und kulturellen Systeme, über „Koevolution“ nachzudenken.
Eine Reihe interessanter Menschen (darunter übrigens auch unser Kölner Sommergast Koert van Mensvoort mit „next nature“) hat auf den CFP geantwortet und trägt nun aus verschiedenen Perspektiven vor: www.koevolution.uni-frankfurt.de

In meinem Beitrag frage ich mich, ob Bildungstheorie als Akteur-Netzwerk-Theorie gedacht werden kann:

Abstract: Bildung als Akteur-Netzwerk-Prozess

Homo Contextus
McLuhans These von den Medien als „Extensionen der Sinne“ lässt sich mit dem Konzept des homo contextus (Teemu Arina) radikalisieren. Unterscheidet sich der homo sapiens von anderen Primaten durch eine physisch vergrößerte Hirnmasse, so unterscheidet sich dieser homo contextus vom homo sapiens durch eine virtuell vergrößerte Hirnmasse, die sich konkret z.B. in Form aktueller Netzwerktechnologien über die physischen Limitierungen des Nervensystems hinaus entwickelt.
Das ist – im Prinzip – nichts Neues. Weiterlesen

ArtEduCamp – Infos und Community-Plattform online

Unter www.buko12.de/part07 finden sich nun neue und konkretere Informationen zum ArtEduCamp in Köln am 3.12.2011.

Über die Inhalte der (Un)konferenz und das konkrete Programm gibt es natürlich noch keine weiteren Infos, weil der Ablauf und die Themen durch die Teilnehmer, also Euch und Sie, gestaltet wird. Interaktives Mitwirken ist ab sofort möglich auf der Community-Plattform educamp-art.mixxt.de

Preview Lehre Wintersemester11/12

Das nächste Semester wird spannend!! Es gibt neben den Standard-Veranstaltungen (Überblick) 3 Highlights:

What’s next? – [Kunst] nach der Krise

Lehrprojekt Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie, Wintersemester 2011/12

Wohin geht die Kunst nach der Krise? Gab und gibt es in der Kunst überhaupt eine Krise? Welche Themen werden künftig wichtig? Ist es ein Comeback des Realen, eine neue Wahrhaftigkeit, Eigentlichkeit, Ehrlichkeit? – oder gerät inmitten all des Wandels gar die Kunst selbst ins Wanken? Oder auf Abwege?

Im Projekt WHAT’S NEXT? wird nicht nur die bildenden Kunst und deren Anwendung als Pädagogik (= Kunstpädagogik) befragt – sondern auch andere, benachbarte Disziplinen, Methoden, Verfahrensweisen und Praktiken. Dabei werden keine einfachen Antworten abgeworfen, sondern Inspirationen und Denkanstösse generiert.

Sechs parallele Lehrveranstaltungen am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln beteiligen sich im Wintersemester 2011/12 am Projekt WHAT’S NEXT?

  • Johannes Hedinger (Zürich): What’s next? – Kunst nach der Krise
  • Torsten Meyer (Köln): What’s next? – Kunstpädagogik nach der Kunst nach der Krise
  • Wey-Han Tan (Hamburg): What’s next? – Spiel: second order gaming
  • Aram Bartholl (Berlin): What’s next? – Getting real: Post-Internet
  • Timo Meisel (Köln/Berlin): What’s next? – Design
  • Konstanze Schütze (Köln/Dresden): What was next? – And how did we end up here?

Alle Veranstaltungen beginnen mit einem gemeinsamen, öffentlichen Symposion am 21./22.10.2011, zu dem noch weitere Gastreferenten aus Philosophie, Wirtschaft, Architektur/Stadtplanung, Soziologie usw. geladen sind.
Das Projekt wird in einem weblog whatsnext2011.wordpress.com begleitet und dokumentiert, an dem alle o.g. Lehrveranstaltungen beteiligt sind. Am Ende des Wintersemesters werden die Ergebnisse der Arbeit in allen Lehrveranstaltungen im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Doku Digitale Schnitzeljagd

Am 4. Mai 2011 hatte das Institut für Kunst & Kunsttheorie Besuch von 80 Schülerzeitungsredakteuren aus ganz Europa. Die 15 bis 17-jährigen Gäste waren Teilnehmer des Internationalen Seminars im Europahaus Marienberg. Der Exkursionstag im Rahmen dieses Seminars führte, das hatten Anselm Sellen (Europahaus) und Prof. Torsten Meyer (Uni Köln) so verabredet (herzlichen Dank nochmal an @jmm_hamburg für die Verkupplung!), nach Köln. Dort hatten knapp 20 Studierende im Rahmen des Seminars social media und participatory cultures in der Kunstpädagogik eine Schnitzeljagd ganz besonderer Art vorbereitet.

Weiterlesen/-sehen im Blog Kunst & Kunsttheorie

Call for Ideas: Subjekt Medium Bildung

Tagung in Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik

Torsten Meyer / Benjamin Jörissen

23./24. März 2012, Universität zu Köln

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, Weiterlesen

Digitale Schnitzeljagd für internationale Schülerzeitungsredakteure

Am 4. Mai 2011 richten Studierende der Universität zu Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Meyer im Insititut für Kunst & Kunsttheorie eine digitale Schnitzeljagd für 80 Schülerzeitungsredakteure aus ganz Europa aus.

Das Europahaus Marienberg veranstaltet ein Internationales Seminar für Redakteure der Schülerpresse von 15 – 17 Jahren. Im Rahmen dieses Seminars besuchen die Jugendlichen für einen Tag die Dommetropole Köln.

Knapp zwanzig Studierende des Lehramts Kunst begleiten die Schülerinnen und Schüler bei einer Schnitzeljagd der ganz besonderen Art: Kreidepfeilen auf dem Boden zu folgen und Rätsel von kleinen Zetteln zu lesen gehört einem anderen Jahrhundert an. Heute gibt es Hinweise und Rätsel auf eingemauerten USB-Sticks, versteckt in der ganzen Stadt, auf so genannten DeadDrops, wie Aram Bartholl, Medienkünstler und Schöpfer dieser Idee, sie taufte. Mit Hilfe von GPS-Geräten finden die Jugendlichen den nächsten Dead Drop, lösen die dort hinterlegten Rätsel und kommen zur nächsten Aufgabe.

Eine Mischung aus Geocaching und Stadtführung soll den internationalen Schülerinnen und Schülern einen unvergesslichen Tag in Köln bereiten, bei dem die allseits bekannte „Schnitzeljagd“ auf eine aktuelle Art und Weise neu erfunden und in einem Flashmob auf der Domplatte enden wird.

Postirony & Generation C

Der Auftakt der Seminar-Kooperation zur Erforschung der Medienkultur und ästhetischen Sozialisation der Generation C und der künstlerischen Praxis der Postironie (Meyer/Hedinger) ist ganz großartig verlaufen. Wunderbare Atmosphäre: während die Studierenden den theoretischen Inputs lauschten, wurden mit Werkzeugen, die Johannes Hedinger aus der Schweiz mitgebracht hatte, ganz postironische Schnitzereien angefertigt.

Die Präsentation zu meinem Vortrag über die „Generation C: Medienkultur und ästhetische Sozialisation“ steht nun bei slideshare online.

Freie Seminarplätze (Sommersemester 2011)

Auch wenn klips u.U. anderes meldet, gibt es noch einzelne freie Seminarplätze in den Veranstaltungen rund um den .mbr

7734 Einführung in die Kunstpädagogik (Meyer)
7735 Digitale Werkerstellung II: Video & Web (Meyer/Schütze)
7736 social media und participatory cultures (Meyer)
7737 Generation C: Ästhetische Sozialisation und kunstpädagogische Konzepte am Beispiel des Konzepts der Postironie (Meyer/Hedinger)
7739 Manifeste! Texte zum Design (Schütze/Meisel)
7837 Ludic/Lucid Knowledge Building: Möglichkeiten des Spiels als Medium (Tan)
7845 Immersion, Virtuelle Realität und augmented reality in Kunst und Bildung (Arendt)
7857 Next Nature – The Nature Caused by People, Internationaler Workshop (van Mensvoort)

Kommen Sie bei Interesse einfach in die ersten Sitzungen!!

Postirony und Generation C: Blocktermine Sommersemester verschoben

Wegen des leider zeitgleich stattfindenden Symposiums zu Christoph Schlingensief an der Universität Wien, haben wir unsere Blocktermine für die Seminare

um eine Woche verschoben. Der erste Block wird jeweils stattfinden am 15./16.4.11.