Kunst und ihre Didaktik
* 1965
Tagung Angebot und Nachfrage Kunstpädagogik – vielversprechende Referenten
Wie schon erwähnt, veranstaltet Franz Billmayer vom 19. bis 21. März 2009 an der der Universität Mozarteum Salzburg eine ungewöhnliche Tagung. Es sollen nicht, wie üblich, die “Anbieter” der Kunstpädagogik zu Wort kommen, sondern die “Abnehmer”. Die “Anbieter” haben dazu ihre Angebote in einen Reader geschrieben: “Angeboten. Was die Kunstpädagogik leisten kann” (KoPaed 2008).
Nun hat Franz Billmayer die ersten “Nachfrager” bekannt gegeben, die im Rahmen der Tagung auftreten werden. Und ich bin recht beeindruckt, wen wir da als Nachfrager erwarten können. Insbesondere das Angebot vom Donnerstag, 19.3.2009 macht mich neugierig … Wolfgang Ullrich wird die Kunst wohl tiefer hängen, Frank Hartmann wird Medienphilosophie und Mediologie in der Kunstpädagopgik nachfragen …
Seit ein paar Tagen kann man sich schon anmelden für die Tagung. Schön, im Teilnehmerbeitrag sind beide Bücher bereits enthalten: Angeboten. Was die Kunstpädagogik leisten kann und Nachgefragt. Was die Kunstpädagogik leisten soll.
Über das allmähliche Verschwinden des E im E-Learning
Am 9.12. war ich zum Vortrag beim Graduiertenkolleg der TU Darmstadt geladen. Titel: Über das allmähliche Verschwinden des E im E-Learning. Aktuelle Medientechnologie und Hochschulentwicklung – abstract: Das Hochschulentwicklungsprojekt ePUSH soll die Einsatzmöglichkeiten aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien in Studium und Lehre an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg durch Bündelung und Kommunikation ins Bewusstsein der Lehrenden und Lernenden rufen und dadurch einen selbstverständlichen Umgang mit diesen Technologien befördern. Entlang der strategischen Planung und praktischen Durchführung des Projekts sollen Zusammenhänge von aktueller Medientechnologie und Hochschulentwicklung vor dem Hintergrund globaler Trends beleuchtet werden.
Die zugehörige Keynote-Präsentation ist nun online:
Mediologie als Methode
Nach einiger Verzögerung ist nun das Buch zur Tagung Mediologie als Methode erschienen. Der Band versammelt Beiträge von Vertretern ganz unterschiedlicher Disziplinen und sucht Antworten auf die Frage, ob und in welcher Weise Mediologie als transdisziplinäre Methode in den verschiedenen Fachgebieten angewandt werden kann. Mein Beitrag “Transmission, Kommunikation, Formation” befasst sich mit mediologischen Betrachtungen der Bildung des Menschen.
Weitere Beiträgen von: Daniel Bougnoux, Peter J. Bräunlein, Regis Débray, Lutz Ellrich, Jutta Franzen, Sven Grampp, Frank Hartmann, Christian Kassung, Daniela Kneißl, Verena Kuni, Kent D. Lerch, Birgit Mersmann, Louise Merzeau, France Renucci, Holger Schulze und Thomas Weber.
Lesenswert!! -> Inhaltsverzeichnis als PDF
global Adventskalender

Laut wikipedia ist der Adventskalender zwar eine typisch deutschsprachige Tradition. Unter der Überschrift “Globalisierung” heißt es aber: “Da man Adventskalender mittlerweile weltweit vermarktet, müssen die Motive auch überall verstanden werden. Statt Maria und Josef finden sich so inzwischen auch Bären oder Bambis.” – Hier ist man noch einen Schritt weiter gegangen in diese Richtung:
Dieser Adventskalender kann geradezu als Sinnbild dessen angesehen werden, was hinter dem Begriff “Globalisierung” bei genauem Hinsehen steckt: Totale Abstraktion von kulturspezifischen Schnickschnack (Maria, Josef, Bären, Bambis) und Reduzierung auf das objektiv Wesentliche: 6 * 4 = 24.
In gewisser Weise ist das dem Prinzip Database im Sinne Lev Manovich vergleichbar: Totale Dekontextualisierung, die Welt als Database oder Pillenpackung. Von nichts mehr zusammengehalten als einer – paradoxerweise auch noch höchst rigiden – technischen Struktur, ohne irgendeinen Kontext, roten Faden oder thematische Präferenz. Totales anything goes: “Indeed, if after the death of God (Nietzsche), the end of grand Narratives of Enlightenment (Lyotard) and the arrival of the Web (Tim Berners-Lee) the world appears to us as an endless and unstructured collection of images, texts, and other data records, it is only appropriate that we will be moved to model it as a database.” (Manovich: Database as a symbolic Form)
www.medialogy.de,
Torsten Meyer,
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