Prof. Dr. phil
Kunst und ihre Didaktik
* 1965


Bildung im Neuen Medium

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Nun ist es wirklich da! Das Buch zum Symposion Bildung im Neuen Medium. Und wenn man es endlich in Händen hält, ist das Design von Timo noch einmal überzeugender – ein wirklich schönes Buch! Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten!!

Bildung im Neuen Medium
Wissensformation und digitale Infrastruktur

Education Within a New Medium
Knowledge Formation and Digital Infrastructure

Hgg. von Torsten Meyer, Michael Scheibel, Stephan Münte-Goussar, Timo Meisel, Julia Schawe

Mit Beiträgen von: Elke Bippus, Remo Burkhardt, Manfred Faßler, Monika Fleischmann/Wolfgang Strauß, Michael Giesecke, Frank Hartmann, Markus Krajewski, Oliver Marchart, Winfried Marotzki, Trebor Scholz, Werner Sesink

Die seit nunmehr 15 Jahren so genannten „Neuen Medien“ in einem erweiterten Diskurs zu untersuchen, war das Ziel eines transdisziplinären Diskurses auf dem internationalen Symposion “Bildung im Neuen Medium”. Der Fokus der Diskussion richtete sich auf die Wandlungen der Darstellungs- und Interaktionsweisen in Wissenschaft und Kunst und ihre Wechselwirkungen mit den individuellen und sozialen Handlungspraxen, Wissensorganisationen und Denksystemen. Insbesondere wurde nach bildungstheoretischen Implikationen und ihrer Bedeutung für gegenwärtige Bildungseinrichtungen gefragt: Transformationen der Lehrinhalte und ihrer Formen, der didaktischen und heuristischen Werkzeuge, der institutionellen Kontexte, aber auch der Sozialisation der Studierenden- und Schülergeneration, der in die digitalen Kulturen Hineingeborenen.

An extended discourse analysis of what has been called “New Media” for the past 15 years was the goal of a transdisciplinary discourse at the international symposium “Education Within a New Medium”. The debate focused on changed ways of depicting and interaction in the fields of science and the arts and on their interdependency with individual and social conduct, organization of knowledge and systems of thought. In particular it was asked about implications determined by educational theory and their significance for current educational institutions: transformations of content and also forms of teaching, of didactic and heuristic tools, of institutional contexts, as well as the socialization of that generation of students and pupils native to digital cultures.

Waxmann, Münster/New York/München/Berlin

Weitere Informationen unter: http://www.waxmann.com

From calamari to cellphone college

“In fünf Schritten von Würstchen zu Plato” hatte ich hier (S.46) Umberto Eco zitiert: “Aber ich sammelte Erfahrungen, akkumulierte Kenntnisse und warf nichts weg. Alles wurde säuberlich in Karteien verzettelt. Ich dachte noch nicht daran, die Karteien in einen Computer zu übertragen …, aber ich hatte mir eine Art künstliches Gedächtnis aus Kärtchen mit Querverweisen geschaffen. Kant – Nebelfleck – Laplace … Kant – Königsberg – die sieben Brücken von Königsberg – Theoreme der Topologie … Ein bißchen wie jenes Spiel, bei dem man durch Assoziation in fünf Schritten von Würstchen zu Plato gelangen soll. Sehen wir mal: Würstchen – Schwein – Borste – Pinsel – Manierismus – Idee – Plato. Leicht.” (Eco, U.: Das Foucaultsche Pendel. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1993, 266)
Daran musste ich gerade wieder denken anlässlich der iPod-Werbung, auf die Beat Doebeli hinweist. Er schreibt, der Spot sei bestens geeignet, “die Fachbegriffe Konvergenz, mobile computing, ubiquitous computing (Biblionetz:w00533) und location based services (LBS) (Biblionetz:w01010) allgemein verständlich zu erklären.”
Daran erinnert wurde ich wiederum durch Weys Hinweis auf diesen Artikel aus der Chinapost: Cellphone college class opens in Japan. Die Cyber University bietet nun erstmals Kurse fürs Handy an: “For classes for personal computers, the lecture downloads play on the monitor as text and images in the middle, and a smaller video of the lecturer shows in the corner, complete with sound. The cellphone version, which pops up as streaming video on the handset’s tiny screen, plays just the Power Point images.”
Zurzeit ist das hier noch nicht recht vorstellbar (wie wir im Rahmen ePUSH gerade durch Gespräche mit Lehrenden der Fakultät festgestellt haben), aber mittelfristig werden iPhone ff wohl die Hochschule und Schule ganz gewaltig verändern. Wenn jeder Schüler die Wikipedia, das Internet, “das Wissen der Welt” (so warb Lycos Ende der 1990er Jahre für das Internet) in der Hosentasche mit sich herumträgt, wird Schule von anderen Prämissen ausgehen müssen als z.B. der “An-eignung von Wissen” (oder gar dem “Durchnehmen” von “Stoff”).

Siehe dazu auch den Horizon Report 2007 über Mobile Phones (Time-to-adoption Horizon: Two to Three Years): “The convergence of ubiquitous broadband, portable devices, and tiny computers has changed our concept of what a phone is meant to be. A pocket-sized connection to the digital world, the mobile phone keeps us in touch with our families, friends, and colleagues by more than just voice. Our phones are address books, file storage devices, cameras, video recorders, wayfinders, and hand-held portals to the Internet—and they don’t stop there. The ubiquity of mobile phones, combined with their many capabilities, makes them an ideal platform for educational content and activities. We are only just beginning to take advantage of the possibilities they will offer.”

Von Pirat zu Wissensmanagement in fünf Schritten? Leicht … (dazu übrigens auch: Die Macht der neuen digitalen Unordnung (P. Baumgartner über David Weinbergers “Everything Is Miscellaneous. The Power of the New Digital Disorder”))

Siehe dazu auch Michael Weschs Information R/evolution, aber auch schon Ted Nelson anno 1974: Subjects? There are no subjects. Everything is deeply intertwingled.

Schon wieder: Fisch im Neuen Medium

Die Metapher scheint um sich zu greifen … Nun auch im französischen Rhétorique de l’hypertexte. Siehe dazu auch: Pädagogische Medien, Aquarium, Fischbowl, MedienBildungsRaum, Bildung im Neuen Medium und, ganz ausführlich: Interfaces, Medien, Bildung. Paradigmen einer pädagogischen Medientheorie, Bielefeld: Transcript 2002

Nachtrag … in plain english

Gerade sehe ich, dass auch r. kürzlich (wie ich) auf Common Craft’s explanations in plain english hingewiesen hat: love it or change it: Was ist ein Blog?

DIY Pollock

Unter www.jacksonpollock.org kann man Drippingbilder im Pollock-Stil produzieren. Ist das dann User Art_Nutzerkunst?

Social Bookmarking in Plain English

Common Craft macht recht charmante Mini-Lehrgänge/Learning Objects: Explanations In Plain English on RSS, blogs, wiki, social networking etc.

User Art_Nutzerkunst

Wey wies mich hin auf diesen TP-Artikel zur User Art_Nutzerkunst als Ergänzung zum Beitrag über die ZKM-Ausstellung YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten. Peter Weibel über die Hintergründe und Überbauten …

www.medialogy.de, Torsten Meyer, Impressum
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