Prof. Dr. phil
Kunst und ihre Didaktik
* 1965


Drin 2.0


Es war klar, dass das so kommen würde. Auch damals schon, in den späten 1990ern, als wir uns gerade mit Boris Becker freuten, endlich “drin” zu sein, und meinten (weil wir uns so schwer taten mit den neuen Gerätschaften) den Kindern eine als “Medienkompetenz” getarnte Gerätebedienkompetenz vermitteln zu müssen. Auch damals war klar, dass es irgendwann eine Generation geben würde, denen das Attribut “neu” im Zusammenhang mit den Dingen, die sie täglich umgeben, nichts mehr sagt. Sie sind auf eine Weise “drin”, die wir uns nicht wirklich vorstellen können.
Die Animation von Justin Henton “Esc” setzt dieses Drin-sein noch einmal anders um…

1 Kommentar »

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  1. Die Idee des “Drin”-Seins, des Eintauchens oder des Eingetaucht-Werdens, kommt auch im Disney-Film ‘TRON’ (1982) bereits zum Einsatz, komplett mit Elementen des Zauberlehrlings, der von seiner eigenen Schöpfung unterworfen wird; oder dem Erlösermythos, der später von “Matrix” wieder aufgegriffen wird.
    Was ich spannend finde, ist, dass jede Generation ihren eigenen “Ich bin… drin?”-Mythos aufbaut und der vorhergehender Generationen sanft ins kollektive Vergessen (oder Gedächtnis?) abgleitet.
    Ist das ganze, von Caroll, Casraneda, Becker etc., nur die ewige Wiederholung eines Initiationsritus, der Wunsch nach dem Durchstoßen einer kulturell gesetzten Grenzfläche?

    Kommentar by Wey — 13. Juli 2007 #

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